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Vorstellung des eSports-Trios

eSports

05.12.18

HSV verpflichtet Trio für eSports-Team

Die HSV Fußball AG präsentiert drei FIFA-Spieler für das professionelle Engagement im virtuellen Fußball. 

Der HSV steigt - vorerst ausschließlich im Bereich der Fußballsimulation FIFA - in den professionellen eSports ein und baut sein Engagement im virtuellen Fußball damit nach der Gründung der eSports-Abteilung durch den HSV e.V. im Oktober weiter aus. Die Rothosen schicken zunächst ein Trio ins Rennen, welches aus zwei Profis und einem norddeutschen Talent besteht. Die Zusammenstellung eines sportlich konkurrenzfähigen Teams wurde in den letzten Wochen intensiv vorangetrieben. Ab sofort werden die Profis Quinten "Quinten" van der Most und Jannik "Testotier" Berg sowie das Talent Niklas "Heisen" Heisen den HSV an der Konsole vertreten. Erstgenannter ist als Niederländer aktuell der einzige ausländische FIFA-Profi, der in der „Virtual Bundesliga“ für einen Bundesligaclub an den Start geht. Das Team wird intern von eSports-Projektkoordinator Roberto Cepeda betreut.

Der Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann lernte das FIFA-Trio bereits Anfang der Woche persönlich kennen: „Die Jungs machen einen tollen Eindruck. Für uns war es wichtig, dass in der Teamkonstellation auch ein echter HSVer mit norddeutscher DNA vertreten ist. Ich bin davon überzeugt, dass die Drei den HSV an der Konsole sehr gut repräsentieren werden.“

Den ersten Einsatz mit der Raute auf der Brust hat Jannik "Testotier" Berg bereits am kommenden Wochenende, wenn der 23-Jährige den HSV in Bukarest beim FUT Champions Cup vertritt und sich dort mit den besten FIFA-Spielern der Welt misst. Florian Riepe, Direktor Marketing und Internationale Märkte, erklärt: "Wir freuen uns sehr, dass "Testotier" den Club bereits am Wochenende in Rumänien vertritt und drücken ihm entsprechend die Daumen. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Jungs zu einem erfolgreichen Team zusammenwachsen werden. Alle FIFA-Fans können sich auf viele Aktionen rund um das virtuelle Spielgeschehen freuen.“

Damit sich alle HSV-Fans einen ersten Eindruck von den beiden Profis und dem Nachwuchstalent verschaffen können, hat sich HSV.de mit den Protagonisten unterhalten und die interessanten Aussagen in einem kurzen Steckbrief zusammengefasst. 

Name: Jannik Berg

Nickname: „Testotier“

Alter: 23 Jahre

Geburtsort: Darmstadt

HSV-Lieblingsspieler: Fiete Arp

Lieblingsspieler international: Cristiano Ronaldo

Für Jannik war schon sehr früh klar, dass er eine Perspektive im eSports-Bereich hat: „Als ich 13 war, habe ich „Pro Club“ (Spielmodus in FIFA, Anm. d. Red.) gespielt und dort meistens die ganze Viererkette gesteuert. Da habe ich von klein auf gelernt, wie man verteidigen muss. Schon damals habe ich FIFA nicht aus Spaß gespielt, sondern weil ich gewinnen wollte.“ Richtig professionell stellte sich der gebürtige Darmstädter dann auf, als er von Galatasaray Istanbul unter Vertrag genommen wurde. Der türkische Spitzenclub war auf den Sport- und Fitnesskaufmann aufmerksam geworden, da der 23-Jährige auf diversen Turnieren überzeugt hatte. Seine Spielweise definiert sich dabei vor allem über ein dominantes Positionsspiel: „Ich habe meistens 60 Prozent Ballbesitz und arbeite viel mit Flanken. Wenn möglich kreiere ich dann Mismatches und schieße so meine Tore.“ Um sich weiter zu verbessern tauscht sich „Testotier“ nicht nur mit anderen eSportlern aus, sondern trainiert auch regelmäßig: „Ich spiele täglich sicher drei bis vier Stunden und an den Wochenenden noch mehr, da dort meistens die Qualifikationsturniere anstehen.“

Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit „Gala“ kam es zur Kontaktaufnahme mit dem HSV – und für Jannik war sofort klar, dass er diese Chance wahrnehmen möchte: „Dass ich für so einen großen Traditionsverein spielen darf, ist eine coole Sache. Ich hatte direkt ein gutes Gefühl und will den HSV bei den Turnieren würdig vertreten.“ Die erste Chance dazu bietet sich bereits am kommenden Wochenende, wenn Jannik für den HSV beim FUT Champions Cup in Bukarest antritt. Bei dem Turnier in Rumänien sind ausschließlich renommierte eSportler am Start, die ebenso wie Jannik zu den besten der Welt gehören. 

Name: Quinten van der Most

Nickname: „Quinten“

Alter: 20 Jahre

Geburtsort: Rotterdam

HSV-Lieblingsspieler: Fiete Arp

Lieblingsspieler international: Cristiano Ronaldo

„Natürlich weiß ich, dass Rafael van der Vaart, Joris Mathijsen und Eljero Elia beim HSV gespielt haben. Zudem ist Rick van Drongelen aktuell ein wichtiger Spieler.“ Der 20-jährige Quinten aus Rotterdam kennt einige der Landsleute, die bei den Rothosen ihre sportlichen Fußabdrücke hinterlassen haben. Nun ist der gelernte Sport- und Fitnesskaufmann selbst Bestandteil des Clubs und wird für das eSports-Team an den Start gehen. Auf die virtuelle Schiene wurde er einst durch seinen Bruder gebracht, der das Talent von Quinten erkannte und ihn bei einem Online-Turnier anmeldete, bei dem der Blondschopf prompt den Sieg einfahren konnte. Nach weiteren Erfolgen ging schließlich ein Traum in Erfüllung: „Als FIFA 17 erschienen ist, konnte ich Kontakt zu Feyenoord Rotterdam herstellen und wurde dort im Januar 2017 unter Vertrag genommen. Das war eine tolle Geschichte für mich.“ Inzwischen haben sich die Wege jedoch getrennt, so dass einem Engagement beim HSV nichts mehr im Wege stand.

Für den Erfolg am Controller spielt übrigens ausgerechnet ein Niederländer eine elementare Rolle: „Ich brauche Ruud Gullit in meinem Team. Er spielt bei mir auf der Zehn und ist ein ganz wichtiger Baustein.“ Mit der Raute auf der Brust und Ikone Gullit im Team soll in Zukunft das Maximum herausspringen, wie der ambitionierte Gamer erklärt: „Es ist eine Ehre für den HSV zu spielen und ich will mein Bestes geben, um für den Club erfolgreich zu sein.“ 

Name: Niklas Heisen

Nickname: „Heisen“

Alter: 20 Jahre

Geburtsort: Lütjenburg (bei Kiel)

HSV-Lieblingsspieler: Lewis Holtby

Lieblingsspieler international: Kylian Mbappé 

Für das norddeutsche FIFA-Talent Niklas ist die Verpflichtung durch den HSV der absolute „life-changer“: „Ich mache hier meine Leidenschaft zum Beruf. Ich habe das FIFA-Spielen nie als Job angesehen, sondern eher aus Lust und Laune gezockt. Aber es ist schon eine tolle Sache, dass ich das Spiel jetzt auf einer professionellen Ebene fortführen kann. Ich gehe diese Aufgabe mit großer Motivation an.“ Seit 2016 ist der Psychologie-Student, der seit drei Monaten in Hamburg lebt und gebürtig aus der Nähe von Kiel kommt, nun im eSports-Geschäft aktiv. Nach einem kurzen Auslandsaufenthalt kehrte er im Februar 2018 zurück nach Deutschland und damit auch zurück in die FIFA-Welt. Zu seinen bisher größten Erfolgen zählt sein achter Platz in der virtuellen Bundesliga. Bereits im März 2018 wurde Niklas zudem vom HSV entdeckt, als er dank seiner starken Performance bei der #moinVBL-Challenge im Volksparkstadion für Aufsehen sorgte.

Um seine Entwicklung weiter voranzutreiben, trainiert er wöchentlich zwischen 20 und 25 Stunden an der Konsole, dazu sagt er: „Ich nehme diese Chance sehr ernst. Zum professionellen eSports gehört ja nicht nur das reine Zocken, sondern auch die Spiel- und Datenanalyse. Da muss ich mir die Zeit schon richtig einteilen.“ Auch die bevorstehende Doppelbelastung durch die Chance beim HSV und das Studium stellt für Niklas kein großes Problem dar: „Zwischen Ende Januar und Mitte März habe ich Semesterferien und genau in dieser Zeit startet die „Virtual Bundesliga“ mit dem HSV. Ich denke, dass ich das alles gut unter einen Hut bekommen werde.“

Auf die Frage, was ihn in seinem Spielstil von anderen Gamern unterscheide, antwortet er selbstsicher: „Ich spiele extrem trickreich. Während andere eher auf das einfache Passspiel setzen, spiele ich mit vielen Dribblings. Das macht mich aus und prägt meine Spielweise. Zudem presse ich extrem hoch.“ Niklas hat für die nahe Zukunft ein genaues Ziel vor Augen: „Ich möchte im nächsten Jahr auf ein internationales „Major“-Turnier. Dort treffen die besten FIFA-Spieler aufeinander. Dies wäre eine große Herausforderung, der ich mich gerne stellen möchte.“

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