
20.11.2025
Eishockey-Derby: „Das ist definitiv ein spezielles Spiel!“
Jannik Höffgen ist eines der Gesichter des HSV-Eishockeys – vor dem Derby am Freitag (21. November) gegen die Crocodiles spricht er über den schwierigen Saisonstart und seine Verbundenheit zum Verein.
Der HSV-Eishockey steckt vor dem Derby gegen die Crocodiles aus Farmsen in einer schwierigen Phase: Nur ein Sieg aus neun Spielen, dazu ein erschwerter Trainings- und Spielbetrieb. Die Mannschaft war selten komplett, viele Verletzungen verhindern einen eingespielten Rhythmus. „Manchmal fühlt es sich noch wie Vorbereitung an“, sagt Assistant Captain Jannik Höffgen, „wir hatten bislang kaum konstante Abläufe.“
HSVer durch und durch
Gerade in dieser Situation ist der 29-Jährige einer der wichtigsten Fixpunkte im Team. Der gebürtige Pinneberger steht seit 2004 beim HSV auf dem Eis und ist mit seinen 185 Zentimetern ein zentraler Baustein im Angriff. Sein Weg zum Eishockey begann ungewöhnlich: „Ich komme eigentlich aus einer Handballfamilie. Aber als ich 2002 das erste DEL-Spiel der Hamburg Freezers gesehen habe, hat es mich sofort gepackt. Als ich dann das erste Mal selbst auf dem Eis stand, wusste ich: Das ist mein Sport.“
Beim HSV hat Höffgen eigentlich seine gesamte Laufbahn verbracht. Im Juniorenbereich stieg er mit den HSV Young Freezers sogar in die höchste deutsche Nachwuchsliga auf und konnte bei den Fishtown Penguins aus Bremerhaven einen Einsatz in der DEL2 verzeichnen, der zweithöchsten Eishockeyliga Deutschlands. „Beides war damals riesig für mich. Aber ich habe schnell gemerkt, dass es für ganz oben nicht reicht. Weg vom HSV zu gehen, war danach für mich nie eine Option – dafür bedeutet mir dieser Verein zu viel.“

Jannik Höffgen spielt seit über 20 Jahren beim HSV-Eishockey.
Schwieriger Saisonstart
Heute trägt Höffgen beim HSV die Nummer 72 und geht in seiner dritten Saison neben Kapitän Marcel Schlode als Assistant Captain aufs Eis. Seine Rolle beschreibt er klar: „Marcel übernimmt den größten Teil der Führung, aber ich will mit gutem Beispiel vorangehen. Gerade die jungen Spieler brauchen Stabilität – und jemand, an dem sie sich orientieren können.“ Viele seiner Mitspieler kennt er seit dem Nachwuchs, manche seit über 15 Jahren. „Diese Mannschaft ist für mich wie Familie. Wir haben schon so viele Phasen zusammen erlebt – gute und schwierige.“
Dass es in dieser Saison besonders schwer ist, verschweigt er nicht. Aufgrund der Hallensperrung in Stellingen muss der HSV zurzeit ins Eisland Farmsen ausweichen und hat dort weniger Trainingseinheiten als gewohnt. Dazu traten die Hamburger bei einigen Spielen nur mit elf bis zwölf einsatzfähigen Spielern an. Höffgen versucht trotzdem das Positive zu sehen: „Punktetechnisch war definitiv mehr drin. Aber man merkt, dass wir offensiv viel Potenzial haben. Wenn unser System greift, können wir mit jedem mithalten.“
Besonderes Derby
Am Freitag (20 Uhr) wartet nun das Derby gegen die Crocodiles – in Farmsen, der Halle, die für den HSV momentan Trainingsort, „Heimhalle“ und Herausforderung zugleich ist. „Farmsen ist der Favorit, das ist uns allen klar. Aber ein Derby hat seine eigenen Regeln“, sagt Höffgen. „Wir sehen uns ständig, wir trainieren da, wir spielen da – das macht es noch spezieller. Es wird eng und umkämpft werden und dann hoffen wir, dass wir überraschen können.“
Tickets für die Partie gibt es im Ticketshop und an der Abendkasse.
Fotos: Rene Burg, JVO Media