
24.04.2022
HSV-Frauen mit 9:3-Sieg gegen Delmenhorst
Die Fußballerinnen des HSV haben ihr Regionalliga-Heimspiel gegen den TV Jahn Delmenhorst gewonnen. Beim 9:3-Erfolg kam es dabei zu einem Torfestival.
Im Rahmen des 21. Spieltags der Regionalliga Nord gastierte am heutigen Sonntag der TV Jahn Delmenhorst auf der Paul Hauenschild Sportanlage. Im Hinspiel hatten sich die HSV-Frauen schwergetan und in letzter Minute den 2:2-Ausgleich kassiert. Für das Team von Trainer Lewe Timm gab es also etwas gutzumachen.
Nach dem zuletzt spielfreien Wochenende merkte man den Rothosen während der 90 Minuten etwas den fehlenden Rhythmus an. Dies zeigte sich jedoch nicht an der eigenen Torausbeute und der HSV ging in der 19. Minute durch einen Elfmeter in Führung. Zuvor war Emilia Hirche nach einem Pass von Sophie Nachtigall im Delmenhorster Strafraum gefoult worden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Nachtigall sicher in die linke obere Torecke.
Nur zwei Minuten später erhöhte die 18-Jährige nach einem Chip-Pass von Larissa Mühlhaus auf 2:0. Den Gegentreffer zum 2:1 durch Olivia Kulla aus leicht abseitsverdächtiger Position (34.) konterte der HSV erneut nur zwei Zeigerumdrehungen danach. Anne van Bonn fing einen gegnerischen Abstoß per Kopf ab und legte den Ball direkt in den Lauf von Mühlhaus, die frei vor der Torhüterin links unten verwandelte. Das nächste Tor fiel nach Vorlage von Svea Stoldt nach einem ähnlichen Muster und erneut zeigte sich Mühlhaus für den Treffer verantwortlich.
Auch in der zweiten Halbzeit baute zunächst die HSV-Stürmerin die Führung aus: Dieses Mal schüttelte die 18-Jährige nach einem Solo ihre Gegenspielerinnen ab und traf zu ihrem 15. Saisontor. Und im Anschluss sollte es noch weitere Tore hageln: Markella Koskeridou erzielte das 6:1 per Direktabnahme eines Delmenhorster Abstoßes, das 7:1 war erneut ein Elfmeter und wiederum war es Nachtigall, die souverän verwandelte – auch für die Mittelfeldspielerin war es der 15. Saisontreffer.
Danach verlor der HSV allerdings seine Ordnung und bekam zwei Gegentore. Die folgende hektische Spielphase beendete die eingewechselte Vicky Schulz per Doppelpack (83., 90.+2) und sorgte so für das Endergebnis eines torreichen Nachmittags. Im Verlauf der zweiten Hälfte feierte zudem Sarah Stöckmann nach ihrer Verletzung im Testspiel gegen Werder Bremen II ihr Comeback.
Während die Gäste aus Niedersachen weiter um den Klassenerhalt kämpfen, könnten die HSV-Frauen am kommenden Spieltag im Heimspiel mit einem Sieg über die TuS Büppel die Meisterschaft sichern (30. April, 14 Uhr).
„Wir haben heute eine Partie ohne Spielrhythmus, aber mit vielen Toren gesehen“, konstatierte HSV-Trainer Timm nach Spielende. „Trotz der Spielpause haben wir mit neun Treffern ein gutes Zeichen gesetzt, auch wenn wir allgemein etwas lethargisch agiert und zu leichte Gegentore bekommen haben. Unser Fokus liegt jetzt auf den kommenden Spielen.“
HSV-Frauen: Naward – Deyß, Fischer, Hennings, Albrecht – Stoldt, Hirche, van Bonn, Nachtigall, Koskeridou - Mühlhaus
Tore: 1:0 Nachtigall (19.), 2:0 Nachtigall (21.), 2:1 Kulla (34.), 3:1 Mühlhaus (36.), 4:1 Mühlhaus (42.), 5:1 Mühlhaus (48.), 6:1 Koskeridou (50.), 7:1 Nachtigall (53.), 7:2 Hechtenberg (56.), 7:3 Herzberg (63.), 8:3 Schulz (86.), 9:3 Schulz (90.+2)
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Foto: Felix Schlikis