
29.12.2021
Jahresrückblick 2021 - Teil 2
Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende entgegen: Trotz der herausfordernden Zeiten kann der Verein auf zahlreiche Highlights zurückblicken. Im zweiten Teil gibt es einen Überblick über die Höhepunkte der Monate Juli und August.
Juli
Die große Bühne für vier HSVer:innen: Das Beachvolleyball-Duo Laura Ludwig und Maggie Kozuch sowie die beiden Leichtathleten Owen Ansah und Lucas Ansah-Peprah reisen mit dem deutschen Team zu den Olympischen Spielen nach Tokio. Ludwig wird dabei sogar eine ganz besondere Ehre zuteil: Gemeinsam mit Wasserspringer Patrick Hausding darf sie bei der Eröffnungsfeier die deutsche Fahne tragen. Auch sportlich läuft es: Nach der Auftaktniederlage gegen die Schweizerinnen Betschart/Hüberli lösen Ludwig und Kozuch mit dem Sieg gegen das japanische Duo Ishii/Murakami bereits vorzeitig das Ticket für das Achtelfinale. Dort geht es für Ludwig/Kozuch gegen die Weltranglisten-Ersten Agatha/Duda aus Brasilien. Ein fulminantes Spiel endet mit einem 2:1-Sieg (21:19, 19:21, 16:14), somit stehen die Hamburgerinnen in der Runde der besten acht Teams. Die beiden Leichtathleten Ansah und Ansah-Peprah starten im August mit ihrer Disziplin in den Wettkampf.
Großer Erfolg für Nachwuchssprinterin Lysann Helms: Die HSV-Athletin gewinnt bei der U20-EM in Tallinn mit der deutschen 4x400-Meter-Staffel die Goldmedaille. Im Vorlauf beginnt Helms als Startläuferin und läuft zusammen mit Anna Hense, Lena Leege und Maja Schorr mit einer Zeit von 3:38,55 Minuten souverän ins Finale. Im Finallauf wird Helms, die gesundheitlich etwas angeschlagen ist, dann geschont. Mit einer U20-Weltjahresbestzeit von 3:35,38 Minuten siegt das deutsche Quartett trotzdem.
Eine schwere Flutkatastrophe trifft derweil insbesondere die Region Trier und das Ahrtal in der Eiffel. Der HSV ruft zusammen mit dem HSV Supporters Club, dem HSV-Fanprojekt sowie dem Förderkreis Nordtribüne e.V. zur Hilfe auf – zahlreiche aus HSV-Kreisen initiierte Unterstützungsmöglichkeiten für Flutopfer entstehen.
August
Im Viertelfinale endet der Olympische Traum von Laura Ludwig und Maggie Kozuch: Gegen die späteren Olympia-Siegerinnen Alix Klinemann und April Ross aus den USA verlieren sie mit 0:2 (19:21/19:21). Am Ende steht ein starker fünfter Platz. Die deutsche 4x100-Meter-Staffel schafft in Tokio derweil den Sprung ins olympische Finale und landet dort mit Schlussläufer Ansah-Peprah auf einem herausragenden sechsten Platz.
Im selben Monat knackt Ansah-Peprah eine magische Marke: Beim Leichtathletik-Meeting in La Chaux-de-Fonds läuft der 21-Jährige so schnell wie kein Deutscher zuvor und kommt nach 100 Metern in 9,98 Sekunden ins Ziel. Seine Spitzenzeit wird aufgrund des starken Rückenwinds von 2,5 m/s jedoch nicht in die offiziellen Ranglisten aufgenommen, erlaubt sind maximal 2,0 m/s.
Nachdem die Olympischen Spiele beendet sind, beginnen in Tokio die Paralympics. HSV-Spielerin Mareike Miller repräsentiert zusammen mit dem Paracyclisten Michael Teuber das deutsche Team als Fahnenträgerin. Zusammen mit Maya Lindholm und Anne Patzwald von den BG Baskets Hamburg erreichen Miller und das deutsche Team das Halbfinale im Damen-Rollstuhlbasketball. HSV-Topscorer Mojtaba Kamali scheidet mit dem iranischen Herren-Team bereits nach der Gruppenphase aus.
Im selben Monat wird auf der Mitgliederversammlung des HSV ein neues Präsidium gewählt: Marcell Jansen (Präsident), Bernd Wehmeyer (Vizepräsident) und Michael Papenfuß (Vizepräsident und Schatzmeister) bilden künftig das höchste Gremium des HSV e.V.
Derweil feiert ein neues inklusives Sportangebot im HSV seine Premiere: Seit diesem Jahr bietet der Verein Amputiertenfußball an. Der HSV tritt in der neu gegründeten Bundesliga zusammen mit Tennis Borussia Berlin und den Sportfreunden Braunschweig als Spielgemeinschaft Nord-Ost an – im August werden die ersten beiden Spieltage absolviert. Einen Monat später fährt HSV-Spieler Simon Dornblüth mit der deutschen Nationalmannschaft zur Europameisterschaft nach Krakau (Polen) und landet dort auf dem neunten Platz.
Auch die Oberliga-Fußballer des HSV III bestreiten ihren Saison-Auftakt: Zunächst gibt es ein 2:2 beim Niendorfer TSV, bevor sich das Team vom Trainer-Duo Marcus Rabenhorst/Christian Rahn 1:1 vom SV Rubenbergen trennt.
Die HSV-Fußballerinnen starten indes in die neue Regionalliga-Saison und legen direkt gut los: Beim SV Werder Bremen II gewinnt das Team des neuen HSV-Trainers Lewe Timm mit 2:0. Auch die U17-Juniorinnen absolvieren ihre ersten Saison-Spiele: Nach dem 2:2 zum Auftakt gegen Union Berlin gewinnen die Rothosen mit 4:0 bei Turbine Potsdam, bevor sie ein 3:0 gegen den FC Carl Zeiss Jena nachlegen.
Der Rollstuhlbasketball wird derweil weiter gefördert: In Zusammenarbeit mit dem Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Hamburg e.V. (BRSH) gründet der Hamburger SV mit dem Nachwuchsleistungszentrum Rollstuhlbasketball eine lokal ausgerichtete Förderinstanz für junge und talentierte Rollstuhlbasketballer:innen aus der Region. Stützpunkt ist die barrierefreie Dreifeld-Sporthalle der Stadtteilschule Horn, die Mitte Juni 2019 fertiggestellt und durch Mittel des Masterplans „Active City“ finanziert wurde.
HSV-Beachvolleyballer Lars Flüggen gibt sein Karriere-Ende bekannt: Nach vier Jahren im HSV hört der 31-Jährige auf. Besonders in Erinnerung bleiben seine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 und die zweimalige Auszeichnung als Deutschlands Beachvolleyballer des Jahres 2016 und 2017.