
16.02.2023
Medaillen-Hoffnungen in Dortmund
Am Sonnabend und Sonntag (17./18. Februar) ist es so weit: Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathletik in Dortmund sind insgesamt 18 Athlet:innen am Start – ein HSV-Quartett darf sich Hoffnungen auf einen Podiumsplatz machen.
Im vergangenen Jahr rundete Owen Ansah ein beinahe perfektes Wochenende bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig mit einer Gold-Medaille ab: Nachdem er bereits zuvor 6,61 Sekunden über 60 Meter zu Bronze gesprintet war, sicherte er sich einen Tag später mit neuer persönlicher Bestzeit von 20,55 Sekunden Platz eins über die 200 Meter. “Die Vorbereitung auf die Saison verlief sehr gut. Ich konnte mich verletzungsfrei auf die Saison einstellen”, sagt Ansah mit Blick auf die nun anstehenden Wettkämpfe in Dortmund. Beim ISTAF Indoor in Berlin am vergangenen Wochenende zeigte der 22-Jährige, der sich auch bei den Deutschen Freiluft-Meisterschaften bereits zum nationalen Meister über die 100 und 200 Meter krönen konnte, bereits eine gute Form: In 6,64 Sekunden stellte er über die 60 Meter eine neue Saisonbestmarke auf und will dieses Selbstvertrauen mit nach Dortmund nehmen.

Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften 2022 holten Owen Ansah (l.) und Lucas Ansah-Peprah jeweils Gold und Bronze - in Dortmund gehören sie erneut zum Favoritenfeld. Foto: Theo Kiefner
Sein Teamkollege Lucas Ansah-Peprah durfte sich vor einem Jahr in Leipzig über eine ähnlich erfolgreiche Bilanz freuen: Neben der Bronze-Medaille in 21,11 Sekunden über die 200 Meter triumphierte der Hamburger über 60 Meter und holte sich in 6,58 Sekunden mit neuem Hamburger Rekord Gold. Nach einer harten Vorbereitung und ersten Wettkämpfen geht es nun wieder zu den Deutschen Hallenmeisterschaften. Und für Ansah-Peprah, der wie Ansah über die 60 Meter sowie in der 4x200-Meter-Staffel antritt, ist bezogen auf seinen Einzelstart klar: „Das Finale ist auf jeden Fall mein Ziel. Mein Anspruch ist es zudem, eine neue persönliche Bestleistung zu laufen.“
Ebenfalls in der 4x200-Meter-Staffel dabei ist Manuel Mordi, der zudem über die 60 Meter Hürden antritt – und in dieser Disziplin in der deutschen Rangliste auf Platz eins geführt wird. Der 19-Jährige, der zum ersten Mal bei Deutschen Meisterschaften der Aktiven antritt, brennt auf seinen Auftritt: „Ich fühle mich fit und will zeigen, was ich kann.“ Mordi weiß allerdings auch, dass die fünf besten Sprinter über seine Paradedisziplin nur fünf Hundertstelsekunden auseinanderliegen, und gibt die Marschroute vor: „Ich möchte Spaß haben, aber auch bei meiner ersten Meisterschaft auf dieser Ebene meine Konkurrenten ärgern.“
Louise Wieland kennt die Erfahrung der Deutschen Meisterschaften derweil bereits und tritt sogar in drei Disziplinen an: Neben der 4x200-Meter-Staffel geht die 23-Jährige auch über die 60 Meter sowie die 200 Meter an den Start – über die letztgenannte Distanz rangiert sie in Deutschland momentan auf Platz drei. „Die Vorbereitung lief gut, die Grundlagen sind gelegt“, sagt Wieland, die über die 200 Meter im vergangenen Jahr Bronze bei der Deutschen U23-Meisterschaft holen konnte. Ihre Ziele: „Über die 60 Meter ist die Konkurrenz sehr dicht, die Chance auf das Finale ist auf jeden Fall da. Und über die 200 Meter muss ich schauen, wie stark meine Konkurrenz sein wird.“
Foto v.l.n.r.: Louise Wieland, Lucas Ansah-Peprah, Owen Ansah, Manuel Mordi
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