
28.05.2025
Nach 13 Jahren HSV-Futsal: Labiadh beendet aktive Karriere
Seit 2012 lief Mohamed „Mo“ Labiadh für die HSV-Futsaler auf und lenkt bereits seit 2020 als Sportlicher Leiter die Geschicke. Nun beendet der 35-Jährige seine aktive Karriere und konzentriert sich fortan auf seine Tätigkeit als Funktionär. Ein Rückblick auf eine beeindruckende Karriere.
Mohamed Labiadh begann seine Fußballkarriere in der Regionalliga beim VfB Lübeck und der zweiten Mannschaft des VfL Bochum. In der Saison 2011/12 zog es den gebürtigen Hamburger mit tunesischen Wurzeln für ein Jahr in die erste Liga Tunesiens zum AS Gabès, ehe es zurück nach Deutschland ging. Neben dem Fußball entdeckte Labiadh damals die Leidenschaft für den Futsal und schloss sich 2012 den Hamburg Panthers, dem Vorgänger des HSV-Futsal, an.
Drei Meisterschaften und ein internationaler Rekord
Schnell entwickelte sich der Offensivspieler zu einem festen Bestandteil des Teams und konnte direkt erste Erfolge feiern: 2013, 2015 und 2016 gewann er insgesamt drei Deutsche Meisterschaften und nahm am internationalen Wettbewerb teil. In vier Saisons lief Labiadh 24-mal für die Panthers in der Futsal Champions League auf und erzielte dabei 21 Treffer – mehr als jeder andere deutsche Spieler zuvor in diesem Wettbewerb.
In der Saison 2016/17 schaffte es das Team unter die 16 besten Teams Europas, ein ganz besonderes Karrierehighlight für den Deutsch-Tunesier: „Das war sportlich gesehen das beste Erlebnis und unser größter Erfolg. Dort haben wir gegen amtierende Weltmeister gespielt – das war eine ganz besondere Erfahrung.“ Auch auf dem internationalen Parkett konnte er Erfahrungen sammeln: Fünf Futsal-Länderspiele und eine Teilnahme am Afrika-Cup für Tunesien stehen in seiner Vita.
Fokus auf die Aufgaben des Sportlichen Leiters
Abseits des Platzes entwickelte der Spieler mit der Rückennummer fünf immer mehr Interessen an den Strukturen und Abwicklungen des Vereins, sodass er 2020 die Aufgaben des Sportlichen Leiters beim HSV-Futsal übernahm. „Ich habe mich schon früh für die Abläufe hinter den Kulissen interessiert und konnte so beides perfekt kombinieren: Auf hohem Niveau Futsal spielen und die Entwicklung des Vereins lenken“, so Labiadh.
Zum Ende dieser Saison hat der 35-Jährige nach mehr als 270 Spielen und 170 Toren für den HSV nun seine aktive Karriere beendet. „Die Saison war mit dem Erreichen des Halbfinals nochmal richtig gut, aber nach 13 Jahren kommt jetzt auch mal ein Ende. Ich möchte Platz für jüngere Spieler schaffen, denn in meinem Alter muss man schon sehr hart arbeiten, um dieses Niveau in der Futsal-Bundesliga halten zu können.“
Labiadh wird dem HSV aber weiterhin als Sportlicher Leiter erhalten bleiben. „Ich wollte auch die Abgrenzung vom Sportlichen Leiter zum Spieler haben, um hier noch professionellere Strukturen aufbauen zu können. Da kann ich jetzt noch mehr Zeit reininvestieren und freue mich schon sehr, das Ganze anzugehen!“
Der Hamburger Sport Verein bedankt sich bei Mohamed Labiadh für seinen unermüdlichen Einsatz, seine Tore und seine Leidenschaft als Spieler. In seiner Funktion als Sportlicher Leiter wird der Verein auch weiterhin von seiner Erfahrung sowie seinem Engagement profitieren. Wir wünschen alles Gute für die Zukunft und sagen noch einmal: Danke, Mo!