
17.08.2022
Timm: „Wir haben eine sehr gute Mischung"
An diesem Sonnabend (20. August, 13 Uhr) geht es wieder los: Die HSV-Frauen absolvieren ihr erstes Pflichtspiel der Saison 2022/23 und gastieren in der ersten Runde des DFB-Pokals beim ATS Buntentor. Vor dem Duell in Bremen schaut HSV-Trainer Lewe Timm auf die Sommervorbereitung zurück und gibt eine Einschätzung über den aktuellen Zustand seines Teams ab.
Lewe, seit gut einem Monat läuft die Vorbereitung auf die neue Saison, nun steht das erste Pflichtspiel an. Wie liefen die vergangenen Wochen?
In der Vorbereitung ging es für uns darum, die Inhalte aus der vergangenen Saison aufzufrischen und weiterzuentwickeln. Dazu war es wichtig, die neuen Spielerinnen zu integrieren. Beide Aspekte sind uns aus meiner Sicht sehr gut gelungen. Auch wenn die Ergebnisse in unseren Testspielen nicht so ausgefallen sind, wie wir uns es erhofft hatten, blicke ich optimistisch auf die neue Saison.
Du sprichst es an: Ihr habt alle eurer vier Testspiele verloren – allerdings auch gegen starke Gegner. Welche Erkenntnisse konntet ihr daraus ziehen?
Insgesamt ist unsere Idee total aufgegangen: Wir haben uns bewusst stärkere Gegner ausgesucht, weil wir insbesondere defensiv gefordert werden wollten. Gegen den Bundesligisten SV Meppen haben wir 1:2 verloren, in diesem Spiel wäre deutlich mehr drin gewesen. Auch gegen Werder Bremen, die ebenfalls in der Bundesliga spielen, haben wir insbesondere in den ersten 15 Minuten eine sehr gute Leistung gezeigt und permanent den Ball gehabt. Am Ende haben wir es versäumt, unsere Chancen zu nutzen, und Bremen hat sich eiskalt gezeigt – so ist das Spiel 0:5 ausgegangen. Dazu haben wir gegen zwei Junioren-Teams getestet, um körperlich noch mehr gefordert zu werden. Auch diese Spiele haben wir jeweils nur knapp verloren. Auch wenn uns in diesen vier Spielen nur ein Tor gelungen ist, mache ich mir keine Sorgen. Dass wir Tore schießen können, haben wir in der vergangenen Saison gezeigt.
Wie bereits in der vergangenen Saison ist der Kader extrem jung – mit Lisa Baum, Melina Bünning, Amira Dahl, Nele Karowski und Irma Schittek hatten zudem fünf Spielerinnen aus dem Nachwuchs die Chance, sich in der Vorbereitung zu zeigen. Wie hast du dieses Quintett gesehen?
Sie waren sehr lebhaft, engagiert und auf eine positive Art auch frech. Alle von ihnen haben großes Talent, aber klar ist auch: Sie müssen gewisse Erfahrungen machen. Dazu gehört auch, dass mal Fehler passieren. Wir werden unseren Nachwuchsspielerinnen Einsätze geben, das wird ihnen weiterhelfen, um an ihrer jeweiligen Entwicklung anzuknüpfen.
Dazu wurden mit Nina Brüggemann oder Alina Witt auch erfahrenere Spielerinnen verpflichtet, die bereits auf höherem Niveau Einsätze hatten. Wie siehst du insgesamt den Mix im Kader?
Aus meiner Sicht haben wir eine sehr gute Mischung aus erfahrenen sowie jungen und talentierten Spielerinnen. Auch wenn Nina und Alina bislang noch nicht für uns auflaufen konnten, ist klar, dass sie einen gigantischen Impuls liefern können. Dazu kommt: Auch junge Spielerinnen wie Marlene Deyß, Hannah Günther, Emilia Hirche, Larissa Mühlhaus und Svea Stoldt haben in der vergangenen Saison schon einiges erlebt und sich enorm weiterentwickelt.
Mit dem Spiel beim ATS Buntentor steht nun endlich das erste Pflichtspiel der neuen Saison an. Wie blickst du auf diese Partie voraus?
Wir freuen uns natürlich alle, dass es wieder losgeht. Wir haben teilweise andere Spielerinnen zur Verfügung als in der vergangenen Saison - von daher freue ich mich darauf, zu sehen, wie weit wir in unserer Entwicklung als Team sind. Klar ist: Buntentor ist ein gutes Team, das man nicht mal eben im Vorbeigehen schlägt.