
04.09.2023
U23-Fußballerinnen mit Last-Minute-Ausgleich gegen Hannover 96
Was für ein Spiel der Rothosen am gestrigen Sonntag: Nach 1:3-Rückstand erkämpfte sich das Team von Trainer Dominik Jordan noch einen Punkt.
Mit rund 20 Minuten Verspätung ging die Partie der U23-Fußballerinnen des HSV gegen Hannover 96 auf der heimischen Paul Hauenschild Sportanlage los – doch nachdem der Anpfiff ertönte, wurde den anwesenden Fans einiges geboten. Die Hamburgerinnen kamen gut in die Partie und übernahmen direkt die Spielkontrolle, folgerichtig fiel in der 15. Minute das 1:0: Laura Henke setzte sich auf der linken Seite gegen zwei Gegenspielerinnen durch und legte quer auf Melissa Winter, die mühelos zur Führung für die Gastgeberinnen einschieben konnte.
In der Folge kamen jedoch die Hannoveranerinnen stärker auf, die nun höher anliefen und früher in das Pressing gingen. Es war dann nur zwei Minuten nach dem 1:0 ein individueller Fehler der Rothosen, der Bente Bode in Schussposition brachte – die 96-Spielerin traf sehenswert aus 20 Metern in den Winkel zum 1:1. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause, aus der erneut die Hamburgerinnen als stärkeres Team kamen.
In der 53. Minute folgte dann jedoch der nächste individuelle Fehler der HSV-Fußballerinnen – die Gäste zeigten sich erneut eiskalt und kamen durch Julia Dose zum 1:2. Das Team aus Niedersachsen übernahm mit der Führung im Rücken die Spielkontrolle und schnürte die Rothosen in der eigenen Hälfte ein, das 1:3 durch Anna-Lena Füllkrug war nur die logische Konsequenz.
Die Hamburgerinnen wechselten daraufhin offensiv und legten alles in die Waagschale, belohnt wurde dies in der 81. Minute: Die eingewechselte Lina Clausen steckte auf der linken Seite durch auf Marina Ptytsyna, die zur Pause neu ins Spiel gekommen war – und nicht lange zögerte: Ihr Schuss landete unter der Latte und eröffnete mit dem Treffer zum 2:3 eine spannende Schlussphase.
In dieser vergab zunächst Henke die große Chance auf den Ausgleich (87.), nur wenige Minuten später wurde sie im Strafraum gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Finnja Lesny souverän zum 3:3-Endstand (90.+2).
„Wir haben gegen eines der Spitzenteams der Liga in einigen Phasen des Spiels einen überzeugenden und dominanten Auftritt hingelegt“, resümierte HSV-Trainer Dominik Jordan. „Unser Anspruch ist es, diese Phasen zu verlängern. Klar ist: Mit dieser Willensleistung nach einem 1:3 noch einen Punkt zu holen, macht uns sehr stolz.“ Sein Team steht nun mit vier Punkten aus drei Partien auf Rang sieben der Regionalliga Nord.