Ankerplatz
Digitaler Ankerplatz
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Lasst uns nicht wegschauen, sondern das Flutlicht anmachen.
Als HSV stehen wir für Teamgeist, Respekt und ein wertschätzendes Miteinander – auf und neben dem Platz. Wir schaffen Räume, in denen unterschiedlichste Menschen zusammenkommen und Gemeinschaft erleben können. Ob am Spieltag in unserem Wohnzimmer, bei Veranstaltungen außerhalb des Volksparkstadions oder im Trainingsbetrieb auf einer der vielen Sportstätten unseres Vereins - der HSV ist ein Ort der Begegnung, an dem Menschen miteinander verbunden werden.
Jede dieser Personen hat individuelle Grenzen, die es zu achten und schützen gilt. Auch deshalb betonen wir als Club immer wieder die Bedeutung von Diversität und Vielfalt. Nur gemeinsam können wir ein Umfeld schaffen, in dem sich alle wohl und sicher fühlen.
Ankerplatz im Volksparkstadion:
Im Jahr 2019 wurde auf Initiative der aktiven Fanszene, des Netzwerks Erinnerungsarbeit, des Netzwerks gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt sowie des Bereichs Fankultur ein Antidiskriminierungsparagraf in die Stadionordnung (hier) aufgenommen. Auf dieser Grundlage schuf der HSV zur Rückrunde der Saison 2019/20 mit dem Ankerplatz eine feste Anlauf- und Schutzstelle im Volksparkstadion.
Der Ankerplatz richtet sich an Stadionbesuchende, die am Spieltag grenzüberschreitendes oder diskriminierendes Verhalten (mit-)erlebt haben, und bietet zugleich einen geschützten Anlaufpunkt für Menschen mit nicht-sichtbaren Behinderungen, beispielsweise Autismus oder Epilepsie. Er befindet sich im Stadionumlauf hinter Block 22/23A und ist bei jedem Heimspiel ab Stadionöffnung bis eine Stunde nach Abpfiff geöffnet.
Digitaler Ankerplatz:
Seit der Saison 2026/27 ergänzt der HSV die bestehende Anlauf- und Schutzstelle um einen digitalen Ankerplatz. Wer am Spieltag oder außerhalb von Spieltagen grenzüberschreitendes oder diskriminierendes Verhalten (mit-)erlebt hat, kann ebenfalls die digitalen Melde- und Beschwerdestrukturen des digitalen Ankerplatzes – auch vollständig anonym – nutzen.
Was ist der Unterschied zwischen dem Ankerplatz im Volksparkstadion und dem digitalen Ankerplatz?
Der Ankerplatz im Volksparkstadion richtet sich an Stadionbesuchende, die am Spieltag grenzüberschreitendes oder diskriminierendes Verhalten (mit-)erlebt haben, und bietet zugleich einen geschützten Anlaufpunkt für Menschen mit nicht-sichtbaren Behinderungen, beispielsweise Autismus oder Epilepsie.
Der digitale Ankerplatz ergänzt die bestehenden Awarenessstrukturen des HSV. Er ermöglicht Meldungen mit Bezug zum HSV auch außerhalb von HSV-Spieltagen und erweitert damit den räumlichen, zeitlichen und thematischen Anwendungsbereich des Ankerplatzes.
Wer kann den Ankerplatz nutzen?
Der Ankerplatz steht allen Menschen zur Verfügung, die mit dem HSV in Berührung kommen. Der Ankerplatz im Volksparkstadion richtet sich an Stadionbesuchende.
Der digitale Ankerplatz schließt weitere Personengruppen mit ein. Dazu gehören insbesondere weitere Fans und Mitglieder, Besuchende von Veranstaltungen außerhalb von Spieltagen, Sporttreibende im Hamburger Sport-Verein e.V. sowie Dienstleistende in der Liefer- und Wertschöpfungskette mit ein.
Wann kann der Ankerplatz genutzt werden?
Der Ankerplatz im Volksparkstadion ist bei jedem Heimspiel ab Stadionöffnung bis eine Stunde nach Abpfiff geöffnet. Sofern du außerhalb dieses Zeitfensters grenzüberschreitendes oder diskriminierendes Verhalten (am Spieltag) melden möchtest, kannst du dies über den digitalen Ankerplatz tun.
Die Abgabe eines Hinweises im digitalen Ankerplatz ist rund um die Uhr möglich.
Welche Vorfälle können beim Ankerplatz gemeldet werden?
An den Ankerplatz im Volksparkstadion kannst du dich wenden, wenn du grenzüberschreitendes Verhalten (mit-)erlebt hast. Dazu zählen beispielsweise rassistische, antisemitische, sexistische, homofeindliche oder andere diskriminierende Äußerungen und Handlungen sowie sexualisierte Belästigung, Bedrohungen oder körperliche Übergriffe.
Über den digitalen Ankerplatz können solche Grenzüberschreitungen ebenfalls gemeldet werden. Darüber hinaus können dort beispielsweise Gesetzes-, Compliance- und Richtlinienverstöße sowie Verletzungen von Menschenrechten und damit verbundenen Sorgfaltspflichten gemeldet werden.
Bei allgemeinen Serviceanliegen, beispielsweise zu Wartezeiten an Verpflegungsständen oder fehlenden Mülleimern auf Sportanlagen, ist der Ankerplatz hingegen nicht die richtige Anlaufstelle. Hier kannst du dich gerne an service@hsv.de wenden.
Muss ich selbst betroffen sein, um mich zu melden?
Nein. Du kannst dich ebenfalls melden, wenn du grenzüberschreitendes Verhalten miterlebt oder davon erfahren hast.
Kann ich den digitalen Ankerplatz anonym nutzen?
Ja. In diesem Fall wird dein Hinweis ohne Informationen gespeichert, durch die du persönlich identifiziert werden kannst. Sofern du eine anonyme Meldung machst, werden keine Maßnahmen ergriffen, um deine Identität zu ermitteln. Hiervon kann nur abgewichen werden, wenn zwingende rechtliche Gründe dies erforderlich machen.
Werden meine Daten im digitalen Ankerplatz vertraulich behandelt?
Ja. Dein Hinweis wird sorgfältig und unter Wahrung der Vertraulichkeit entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen des Hinweisgeberschutzes (HinSchG) geprüft und bearbeitet.
Was passiert nach der Abgabe meines Hinweises im digitalen Ankerplatz?
Du erhältst innerhalb der im Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) vorgesehenen Frist eine Rückmeldung zu deinem Hinweis. Die Bearbeitung erfolgt betroffenenzentriert, sodass du auch nach der Abgabe des Hinweises die größtmögliche Kontrolle über den weiteren Verlauf der Hinweisbearbeitung behältst.
Sollte ich mich im akuten Notfall an den Ankerplatz wenden?
Der Ankerplatz ersetzt weder die Polizei noch Rettungsdienste oder die medizinische Notfallversorgung. Er kann Betroffene jedoch auch im akuten Notfall unterstützen und dabei helfen, schnell die richtigen Ansprechpersonen und Hilfsangebote einzubinden. Der Ankerplatz im Volksparkstadion arbeitet hierfür beispielsweise eng mit den zuständigen Stellen vor Ort zusammen.
Digitaler Ankerplatz