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07.11.2026
0:2 – HSV-Frauen unterliegen in Leverkusen
Trotz einer engagierten Leistung beim Top-Club aus Leverkusen mussten die HSV-Frauen am Sonnabend eine 0:2-Niederlage einstecken. Kramer und Loonen sorgten in der zweiten Halbzeit für die Entscheidung.
Nach dem leidenschaftlichen Pokal-Fight gegen Union Berlin (3:4 n. V.) veränderte Cheftrainer Rodolfo Cardoso seine Startformation nur auf einer Position. Kinga Szemik rückte für das Liga-Duell gegen Bayer 04 Leverkusen zurück ins Tor der Rothosen und ersetzte die verletzte Jule Baum zwischen den Pfosten. Zudem kehrte Lena Martens nach ihrem Einsatz bei der U17-Weltmeisterschaft in Marokko zurück in den Kader.
Bayer erwischte einen druckvollen Start und kam bereits nach drei Minuten zur ersten Torgelegenheit. Szemik war jedoch aufmerksam und fing den Kopfball der Leverkusenerinnen sicher ab. Auf der Gegenseite war es wenig später Eggert, die Borggräfe mit ihrem Abschluss von der Strafraumkante erstmals prüfte.
In der Anfangsphase bestimmten die Gastgeberinnen das Spielgeschehen, konnten sich zunächst aber keine zwingenden Chancen erspielen. Die Rothosen konzentrierten sich auf eine kompakte Defensive und lieferten einen leidenschaftlichen Kampf. Gleichzeitig bemühte sich die Cardoso-Elf auch offensiv um Entlastung: In der 19. Spielminute brachte Linberg den Ball diagonal auf Eggert, die das Leder in den Strafraum flankte. Die eingelaufene Linberg konnte den Ball jedoch nicht kontrollieren, sodass ihr Abschluss über dem Kasten landete.
Kurz darauf setzte sich Doucoure mit einer guten Einzelaktion im gegnerischen Sechzehner durch, doch die Rothosen kamen nicht zum Abschluss. Stattdessen schalteten die Leverkusenerinnen schnell um. Den Abschluss von Kramer aus kurzer Distanz konnte Szemik im Nachfassen entschärfen.
In der Folge entwickelte sich eine offenere Partie, ohne dass auf beiden Seiten die ganz große Torgefahr entstand.
Nach rund einer halben Stunde sorgte schließlich ein Standard für Gefahr: Ostermeier brachte Brunnthaler kurz vor der Strafraumkante zu Fall, Schiedsrichterin Lara Wolf entschied auf Freistoß für die Rothosen. Linberg übernahm und versuchte es direkt aus 18 Metern, doch ihr Schuss landete in den Armen von Borggräfe.
Nur zwei Zeigerumdrehungen später hatten die Hamburgerinnen Glück: Ex-HSVerin Carolin Simon brachte den Ball aus spitzem Winkel gefährlich vor das Tor, fand jedoch um Haaresbreite keine Abnehmerin im Zentrum.
Kurz vor der Halbzeit folgte dann die bis dahin größte Chance der Partie: Nach Vorarbeit von Machtens war Brunnthaler frei durch und lief mit dem Ball am Fuß auf Borggräfe zu. Die Torhüterin der Leverkusenerinnen bekam in letzter Sekunde noch die Faust nach oben und verhinderte so die HSV-Führung. Damit ging es torlos in die Kabinen.
Auch nach dem Seitenwechsel gehörte die erste Gelegenheit den Rothosen: Stoldt brachte einen Freistoß von der linken Seite in die Mitte, wo Bartz am höchsten stieg und den Ball per Kopf in Richtung Tor beförderte. Der Versuch ging jedoch deutlich über den Kasten.
Auf der Gegenseite sorgte ebenfalls ein Kopfball für die erste Chance des zweiten Durchgangs: Nach einer Hereingabe von der linken Seite setzte Zdebel das Leder knapp neben das Tor.
Im weiteren Verlauf erhöhten die Gastgeberinnen den Druck und drängten die Rothosen zunehmend tief in die eigene Hälfte. In der 58. Spielminute war es schließlich Cornelia Kramer, die die Werkself mit 1:0 in Führung brachte.
Doch auch nach dem Rückstand blieben die Rothosen um Entlastung bemüht. In der 66. Minute schickte Eggert die eingewechselte Karczewska mit einem guten Ball in die Tiefe. Die Ex-Leverkusenerin setzte sich stark durch, rutschte beim Abschluss jedoch weg, sodass der Ball letztlich nur noch in die Arme der Torhüterin trudelte.
In der Schlussphase drängten die HSVerinnen weiter auf den Ausgleich. Die ebenfalls eingewechselte Wrede setzte sich gegen mehrere Gegenspielerinnen durch und spitzelte den Ball zu Stoldt. Im Gewusel konnte Borggräfe das Leder nicht festhalten, doch eine Leverkusenerin klärte in höchster Not auf der Linie – Glück für die Gastgeberinnen. Auch Linberg (80.), Karczewska (87.) und Stoldt (90.+1) verpassten in den Schlussminuten den möglichen Ausgleich.
Stattdessen sorgten die Gastgeberinnen in der Nachspielzeit für die endgültige Entscheidung: Nach einem schnell ausgespielten Konter lief Luca Loonen allein auf Szemik zu, umkurvte die Schlussfrau der Rothosen und schob zum 2:0-Endstand ein.
Bayer 04 Leverkusen: Borggräfe, Ostermeier, Wenger, Kramer, Merino Gonzales, Zdebel (56. Bender), Mädl (56. Kehrer), Sternard (90+2 Brandau), Turanyi, Müller, Simon
HSV-Frauen: Szemik – Doucoure (84. Martens), Mirzaliyeva, Böhler (84. Matysik), Eggert (68. J. Wrede) – Bartz, Machtens (68. Peneau), Stoldt – Morich, Linberg – Brunnthaler (58. Karczewska)
Tore: 1:0 Kramer (58.), 2:0 Loonen (90+5)
Gelbe Karten: Ostermeier (31.)/
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