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13.09.2026
0:5 – HSV verliert klar bei RB Leipzig
Die Hamburger müssen am 3. Bundesliga-Spieltag eine deutliche Niederlage in der Messestadt hinnehmen. Gomis, Nusa, Orban, Nkunku und Romulo zeichnen für die Tore verantwortlich.
Der Hamburger SV hat am Sonntagnachmittag (13. September) im Zuge des 3. Bundesliga-Spieltags sein Auswärtsspiel bei RB Leipzig mit 0:5 (0:2) verloren. Vor 47.800 Zuschauern in der ausverkauften Red Bull Arena gingen die Hausherren in der 17. Minute durch Gomis in Führung und erhöhten rund zehn Minuten später durch Nusa auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel bäumten sich die Hamburger zunächst auf, erarbeiteten sich ein Chancenplus, verpassten aber den Anschlusstreffer. Stattdessen schlugen die Roten Bullen noch dreifach zu und stellten durch Treffer von Orban (72.), Nkunku (74.) und Romulo (77.) binnen weniger Minuten auf 5:0 – zugleich der Endstand.
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Erst Doppelschlag …
Im Vergleich zur klaren 0:5-Niederlage gegen Mainz 05 nahm Chefcoach Polzin vier Änderungen in der Startelf vor: Anstelle von Bornauw (muskuläre Probleme), Nadir, Adeline und Moffi (alle zunächst auf der Bank) waren Nandja, Sambi Lokonga, Daka und Poulsen mit dabei. Letztgenannter kam an alter Wirkungsstätte zu seinem 250. Bundesliga-Einsatz und stand direkt im Fokus: Als erster Anläufer gab er den Ton der Hamburger vor, die hoch draufgingen und sehr präsent in den Zweikämpfen agierten. In dieser Gemengelage sah Capaldo nach einer Grätsche gegen Gruda früh die Gelbe Karte (6.). Wenig später wurde Poulsens erster Torschuss aus guter Position von Orban geblockt. Nach rund zwölf Minuten kamen dann die Roten Bullen erstmals vors Tor: Henrichs zog wuchtig aus der zweiten Reihe ab, Torunarigha – in seinem 100. Bundesliga-Spiel ebenfalls Jubilar – fälschte entscheidend ab, sodass der Ball knapp rechts neben das Tor ging. Der nächste Angriff der Hausherren saß dann umso genauer: Eine Banzuzi-Hereingabe drückte Gomis aus sieben Metern Torentfernung per Flachschuss ins kurze rechte Eck zum 1:0 (17.).
Der Treffer zeigte bei beiden Teams Wirkung: Während der HSV passiver wurde, kehrte bei den zuletzt in der Liga (1:3 in Bremen) und Champions League (1:4 bei Como) sieglosen Leipzigern das Selbstverständnis zurück. Zunächst ließen Gruda und Henrichs mit sehenswerten Einzelaktionen ihre Gegenspieler aussteigen, die Flanke von Letztgenanntem faustete Heuer Fernandes aus der Gefahrenzone. Kaum zwei Zeigerumdrehungen nach diesen Kabinettstücken half der HSV dann unfreiwillig mit: Nandja verlor den Ball im Spielaufbau, Nusa schaltete blitzschnell um und bezwang Heuer Fernandes im Eins-gegen-eins zum 2:0 (28.). Doppelt bitter: Den Abschluss fälschte der per Grätsche nachsetzende Nandja noch unglücklich ab. In der Folge scheiterte Daka aus halbrechter Strafraumposition per Flachschuss am Außennetz (41.) und Remberg per Distanzschuss an RBL-Keeper Vandevoordt (43.), sodass es mit dem 0:2 aus Sicht der Hamburger in die Pause ging.
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... und dann trotz Aufbäumens dreifach bestraft
Zum zweiten Durchgang nahm Polzin einen geplanten Wechsel vor: Moffi ersetzte Poulsen im Sturmzentrum. Der eingewechselte Sommer-Zugang legte direkt per Doppelpass gut auf Möller Wolfe ab, der aus spitzem Winkel vom linken Fünfmeterraumeck seinen Meister in Vandevoordt fand. Der RBL-Keeper hatte das kurze Eck zugemacht (49.). Nachdem Raum einen Freistoß aus aussichtsreicher Position in die HSV-Mauer gedroschen hatte (53.), kamen die Hamburger zum nächsten Vorstoß, dieses Mal über den rechten Schienenspieler El Ouahdi, der mit einem halbhohen Abschluss aufs rechte Eck Vandevoordt zur nächsten Parade zwang (53.). Mitten in dieses HSV-Powerplay hinein vergab RB Leipzig eine Vier-gegen-eins-Kontermöglichkeit fahrlässig (55.), ehe Nkunku den nächsten Gegenangriff per Seitfallzieher hauchdünn neben den rechten Pfosten setzte (60.).
Nach dem Stundenschlag versuchte RB Leipzig, mit verstärktem Ballbesitz wieder mehr Kontrolle über das Spiel zu gewinnen, doch der HSV blieb das gefährlichere Team und kam durch El Ouahdi und Daka zu weiteren nennenswerten Torschüssen, bei denen aber das letzte Quäntchen Abschlussglück fehlte. Auf der Gegenseite zeichnete sich Heuer Fernandes mit einem starken Reflex gegen Nkunku aus, der aus kurzer Distanz das lange Eck anvisierte (70.). Wenig später war der HSV-Schlussmann dann ein drittes Mal überwunden und absolut chancenlos: Eine kurz ausgeführte Freistoßvariante durch Nusa drückte Orban aus wenigen Metern per Kopf zum 3:0 in die Maschen. Und damit aus HSV-Sicht leider noch nicht genug: Nur Minuten später schraubten Nkunku (74.) – erneut nach Nusa-Vorlage – sowie der kurz zuvor eingewechselte Romulo (76.), der einen individuellen Fehler der Hamburger im Aufbau ausnutzte, die Führung der Gastgeber auf 5:0. Anschließend nahmen die Roten Bullen den Fuß vom Gaspedal, während der HSV in der Nachspielzeit durch Grönbaek vermeintlich zum Ehrentreffer gelangte. Beim Flachschuss des Dänen ins lange Eck lag zuvor jedoch eine Abseitsstellung vor.
So musste der HSV zum zweiten Mal in Folge eine 0:5-Niederlage hinnehmen, wenngleich er sich im Vergleich zur Vorwoche lange Zeit deutlich verbessert zeigte.
Das Spiel im Stenogramm
RB Leipzig: Vandevoordt – Henrichs (73. Baku), Orban, Lukeba (73. Esteve), Raum – Banzuzi – El Aynaoui, Ouedraogo (35. Nkunku) – Gruda, Gomis (73. Romulo), Nusa (78. Finkgräfe)
Hamburger SV: Heuer Fernandes – Nandja (73. Omari) , Torunarigha, Capaldo – El Ouahdi, Sambi Lokonga (78. Stange), Remberg, Möller Wolfe – Daka (73. Vieira), Grönbaek – Poulsen (46. Moffi)
Tore: 1:0 Gomis (17.), 2:0 Nusa (28.), 3:0 Orban (72.), 4:0 Nkunku (74.), 5:0 Romulo (77.)
Zuschauer: 47.800 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Florian Badstübner (Nürnberg)
Gelbe Karten: Lukeba / Capaldo, Nandja
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