)
27.10.2026
1:3 – HSV scheidet unglücklich gegen Frankfurt im DFB-Pokal aus
Trotz eines engagierten Auftritts mit zahlreichen guten Gelegenheiten verlassen die Rothosen den Platz im Volksparkstadion als Verlierer. Moffi konnte in der 79. Minute nur noch verkürzen, nachdem zuvor Koch (56.), Burkardt (71.) und Ebnoutalib (75.) für die Gäste trafen.
Der Hamburger SV ist am Dienstagabend (27. Oktober) gegen Eintracht Frankfurt in der 2. Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion verloren die Rothosen unglücklich mit 1:3. Der HSV konnte sich vor allem zum Ende der ersten Hälfte ein Chancenplus erarbeiten, sich aber nicht für die Bemühungen in der Offensive belohnen. Stattdessen schlugen die Gäste nach dem Seitenwechsel bis zur 75. Minute gleich dreimal zu: Koch (56.), Burkardt (71.) und der eingewechselte Ebnoutalib (75.) trafen für die Adlerträger. Die Rothosen verkürzten durch Moffi (79.) noch auf 1:3 und hatten bis zum Anpfiff noch mehrere Hochkaräter, die jedoch nicht den Weg ins Tor fanden.
)
Im Vergleich zur 0:1-Niederlage in Paderborn setzte Chefcoach Polzin auf vier Wechsel: Für die verletzten Nadir, Vieira und Poulsen rückten Sambi Lokonga, Grönbaek und Moffi in die Startelf. Zudem stand Tangvik anstelle von Heuer Fernandes zwischen den Pfosten. Der HSV ließ Frankfurt zu Beginn gewähren, weshalb die Gäste zunächst deutlich mehr vom Ball hatten, ohne jedoch in die gefährlichen Zonen vorzudringen. Dafür gehörte den Rothosen die erste Chance: Im Anschluss an eine Ecke flankte Grönbaek von links auf den zweiten Pfosten, wo Nandja zum Kopfball hochstieg und das Ziel knapp verfehlte (6.). Kurz darauf verzichtete Muheim halblinks vor der Strafraumlinie auf einen eigenen Abschluss und flankte stattdessen weiter auf Adeline, der das Spielgerät allerdings im Sechzehner nicht unter Kontrolle bekam (7.).
In der Folge standen beide Teams stabil und ließen kaum Chancen zu. In der 22. Minute steckte Omari zentral durch auf Moffi, der im Eins-gegen-eins mit Maluze halbrechts im Strafraum das Nachsehen hatte und deshalb nicht zum Abschluss kam. Zwei Zeigerumdrehungen später wurde es laut im Volkspark, als El Ouahdi am Sechzehner von Grönbaek angespielt wurde und prompt abzog. Der wuchtige Schuss des Marokkaners flog über das Tor von Atubolu. In der 29. Minute waren die Hamburger nah dran an der Führung: Sambi Lokonga spielte im Strafraum weiter auf Grönbaek, der am Fünfer den Ball am gegnerischer Keeper vorbeispitzeln wollte und dabei knapp rechts neben das Tor zielte. Im Gegenzug klärte Bornauw in höchster Not mit einer Grätsche gegen Burkardt, der sonst frei vor Tangvik zum Schuss gekommen wäre (31.).
In der Schlussphase der ersten Hälften machte der HSV Druck auf das 1:0. Zunächst drang El Ouahdi umringt von mehreren Frankfurtern in den Strafraum und ging nach Bodycheck von Koch zu Boden, was Schiedsrichter Stieler aber nicht als Foul wertete (35.). Dann fand Eigengewächs Nandja mit einer Flanke von der rechten Seite Bornauw im Zentrum, dessen Kopfball aus kürzester Distanz über den Querbalken segelte (42.). Kurz darauf stürmte erneut El Ouahdi auf das gegnerische Tor zu und überlegte zu lange, ob er selbst abschließen oder passen soll. Der Marokkaner rutschte weg und die Chance war dahin (45.). Dann ging es mit dem torlosen Unentschieden in die Pause.
)
Zum Start in den zweiten Durchgang feierte das 18-jährige Eigengewächs Jason Bissi Mouelle sein Pflichtspieldebüt für den HSV. Der Verteidiger ersetzte den angeschlagenen Bornauw. Kurz darauf hatte die SGE Glück, dass der bereits verwarnte für ein hartes Einsteigen gegen Möller Wolfe im gegnerischen Strafraum nicht die Ampelkarte sah (48.). Zu allem Überfluss gingen die Frankfurter wenig spät mit 1:0 in Führung: Die Gästen spielten sich am Strafraum der Rothosen fest, dann brachte Uzun eine Flanke auf den zweiten Pfosten, von wo aus Burkardt ins Zentrum auf Koch köpfte, der nur noch den Kopf hinhalten musste (56.). Der HSV zeigte prompt eine Reaktion: Erst zog Muheim aus der Distanz mit links ab, Atubolu fing den Ball erst im Nachfassen (59.). Dann verpasste Moffi nach einer Ecke aus kürzester Distanz mit einem Kopfball den Ausgleichstreffer (63.).
Im Anschluss erlebten die Rothosen bittere Minuten, weil Frankfurt gleich doppelt zuschlug. In der 71. Minute fand Götze mit einer Flanke vom rechten Strafraumeck Burkardt am Fünfer, der sich gegen Nandja durchsetzte und aus kurzer Distanz auf 2:0 stellte. Nur vier Minuten später erhöhte der frisch eingewechselte Ebnoutalib auf 3:0. Am Ende einer Kombination im Strafraum legte Chaibi quer auf den Stürmer, sich zentral im Strafraum den Ball zurechtlegte und die Führung weiter ausbaute.
Trotz des klaren Zwischenstandes waren die Hamburger bemüht, noch am Ergebnis zu schrauben – mit Erfolg: Moffi verkürzte in der 79. Minute auf 1:3 aus Sicht des HSV. Die Nummer 9 stand zum Nachschuss bereit, nachdem zuvor Daka aufs Tor geschossen hatte und Atubolu nur abprallen ließ. Kurz darauf setzte Uzun nach einem Querpass von Chaibi den Ball aus der Distanz an die Latte (84.). In der Nachspielzeit kam der HSV in Person von Daka noch einmal zur nächsten Riesenchance: Nach herrlicher Flanke von El Ouahdi setzte der Angreifer zum Flugkopfball an, bei dem sich Atubolu unten rechts lang machen musste, um ihn zu entschärfen (90.+1). Wenig später war Schluss im Volkspark und der HSV aus der 2. Runde des DFB-Pokals ausgeschieden.
Das Spiel im Stenogramm:
Hamburger SV: Tangvik – El Ouahdi, Nandja, Bornauw (46. Bissi Mouelle), Omari, Möller Wolfe – Adeline, Sambi Lokonga (73. Amoako), Muheim (73. Daka) – Moffi (82. Rössing-Lelesiit), Grönbaek (73. Stange)
Eintracht Frankfurt: Atubolu – Collins (49. Kosugi), Koch, Maluze, Baum – Onyedika, Götze (73. Aseko) – Doan (90.+1 Arrhov), Uzun, Chaibi, Burkardt (73. Ebnoutalib)
Tore: 0:1 Koch (56.), 0:2 Burkardt (71.), 0:3 Ebnoutalib (75.), 1:3 Moffi (79.)
Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Tobias Stieler
Gelb Karten: / Collins, Götze, Maluze, Onyedika
Anzeige
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)