
HSV-Frauen
08.08.26
2:1 – HSV-Frauen mit Testspielerfolg gegen Mainz 05
Zum Abschluss des sechstägigen Trainingslagers trafen die Rothosen am Sonnabend im Testspiel in Kaiserau auf Bundesliga-Aufsteiger 1. FSV Mainz 05. Nach 120 intensiven Minuten setzte sich der HSV mit 2:1 durch. Neuzugang Leila Peneau und Viktoria Schwalm erzielten die Treffer für die Rothosen.
Die Hamburgerinnen erwischten einen etwas unruhigen Start. Nach einer kurzen Phase des gegenseitigen Abtastens waren es nach rund zehn Minuten die Mainzerinnen, die die erste Torchance verbuchen konnten. Der Abschluss aus der zweiten Reihe flog jedoch über das Tor und stellte HSV-Keeperin Kinga Szemik nicht vor ernsthafte Probleme.
Die Cardoso-Elf tat sich zunächst schwer, in die Abläufe zu finden, kam mit zunehmender Spieldauer aber besser ins Spiel – auch dank einiger gefährlicher Standardsituationen. Nach 20 Minuten fiel dann die Führung für die Rothosen: Svea Stoldt brachte eine Ecke in die Mitte, wo die Mainzer Defensive zunächst per Kopf klären konnte. Im Rückraum lauerte jedoch Leila Peneau, die den Ball direkt nahm. Ihr Abschluss wurde noch leicht abgefälscht und dadurch unhaltbar für die Mainzer Torhüterin Matsumoto. 1:0 für den HSV.
Kurz darauf sorgte erneut Stoldt für Gefahr. Ihr Freistoß aus rund 25 Metern war gut getreten, doch Matsumoto war auf dem Posten und entschärfte den Versuch der Hamburgerin.
Zum Ende des ersten Durchgangs übernahmen die Rothosen zunehmend die Kontrolle über das Spiel und drängten auf den zweiten Treffer. Kurz vor dem Seitenwechsel kam allerdings auch Mainz noch einmal gefährlich vor das HSV-Tor. Szemik war jedoch zur Stelle und parierte den Abschluss am kurzen Pfosten stark. So ging es mit der 1:0-Führung für den HSV in die Kabinen.
Unter den Augen von Bremens Cheftrainerin Friederike Kromp, die dem Testspiel als interessierte Zuschauerin beiwohnte, ging es in den zweiten Durchgang.
Auch nach dem Seitenwechsel gehörte die erste Chance den Gästen aus Mainz. Ein Abschluss aus dem Rückraum klatschte an den Pfosten – Glück für die Hamburgerinnen.
In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit nur wenigen Strafraumszenen. Über weite Strecken spielte sich das Geschehen im Mittelfeld ab. In der 75. Minute setzte sich Camilla Linberg mit einem Tempovorstoß auf der rechten Seite durch und legte den Ball auf Paulina Bartz ab. Die gebürtige Hamburgerin konnte die Chance jedoch nicht verwerten.
Kurz darauf fiel der Ausgleich: Nach einem Mainzer Angriff über den Flügel bekamen die Rothosen im Zentrum keinen Zugriff. Leonie Stöhr nutzte den Freiraum und köpfte zum 1:1 ein.
Damit ging es nach 90 Minuten in die vereinbarte 30-minütige Verlängerung. Dort erwischten die Mainzerinnen zunächst den besseren Start, doch Nachwuchs-Keeperin Clementine Engel bewahrte den HSV mit einer starken Doppelparade vor dem Rückstand und rettete gleich zweimal in höchster Not.
Wenig später folgte die schönste Szene des Spiels – und die erneute Führung für die Rothosen. Jonna Wrede setzte sich auf dem Flügel stark gegen mehrere Gegenspielerinnen durch und legte den Ball auf die eingewechselte Victoria Schwalm zurück. Die Offensivspielerin nahm Maß und schlenzte das Leder präzise in den Winkel zum 2:1 für den HSV.
In der Folge kamen die Rothosen wieder häufiger vor das Mainzer Tor. Zunächst verpasste Linberg nach einem Steckpass von Nikola Karczewska die Entscheidung. Kurz darauf hatte Melina Krüger gleich zweimal das 3:1 auf dem Fuß: Erst zog die 19-Jährige aus spitzem Winkel ab und setzte den Ball knapp über das Tor, wenig später jagte sie das Leder aus kurzer Distanz ebenfalls über den Kasten.
In der Schlussphase legten die Hamburgerinnen noch einmal nach und drängten auf die Entscheidung. Die eingewechselte Pauline Machtens scheiterte mit einem Distanzschuss an der Latte. Nur wenige Minuten später rettete erneut das Aluminium für Mainz, als Nina Räcke einen Kopfball an die Latte setzte.
Auch die Mainzerinnen blieben gefährlich. Nach einem Ballverlust von Wrede schalteten die Gäste schnell um und kamen zum Konter. Lena Martens war jedoch aufmerksam, setzte zur Grätsche an und klärte den Ball in höchster Not von der Linie.
Damit blieb es nach 120 Minuten beim 2:1-Erfolg für die Rothosen, die ihr Trainingslager mit einem Erfolgserlebnis abschließen.
