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25.10.2026
4:4 – HSV-Frauen mit torreichem Remis im Volkspark
In einem ereignisreichen Spiel trennten sich die Rothosen am Sonntagabend mit 4:4 von Union Berlin. Svea Stoldt traf dreifach für die HSVerinnern.
Im Vergleich zur 1:3-Niederlage gegen den 1. FC Köln nahm HSV-Trainer Cardoso zwei Veränderungen in der Startelf vor. Für die gesperrte Doucoure rückte Mirzaliyeva in die Anfangsformation, zudem begann Eggert anstelle von Jonna Wrede.
Auch auf der Bank gab es zwei neue Gesichter: Matysik stand nach langer Verletzungspause erstmals wieder im Spieltagskader der Rothosen. Zudem feierte die 16-jährige Inga Klinck aus dem U21-Team des HSV ihre erste Nominierung für das Bundesliga-Team - und sammelte in der Nachspielzeit der Partie sogar ihre ersten Bundesliga-Minuten.
Die Unionerinnen reisten mit ordentlich Rückenwind in den Volkspark. Nach vier Niederlagen zum Saisonstart hatten die Berlinerinnen zuletzt vier Siege in Folge eingefahren. Doch auch die Rothosen konnten selbstbewusst in die Partie gehen: In ihren bisherigen drei Heimspielen waren die Hamburgerinnen in dieser Saison ungeschlagen geblieben.
Früher Doppelschlag für die Rothosen
Und der HSV knüpfte direkt an die starke Heimbilanz an. Nach nur zehn Minuten durften die fast 4.000 Fans im Volksparkstadion erstmals jubeln. Brunnthaler und Stoldt eroberten den Ball an der Mittellinie, anschließend schaltete Bartz schnell um und trieb das Spielgerät mit Tempo nach vorne. Kurz vor der Strafraumkante legte sie auf Stoldt ab, die nicht lange zögerte und direkt abzog. Unions Kapitänin Steuerwald bekam zwar noch die Hacke an den Ball, fälschte den Schuss dadurch aber unhaltbar für Keeperin Böhi ins eigene Tor ab – 1:0 für die Rothosen.
Die Berlinerinnen ließen sich vom frühen Rückstand allerdings nicht aus dem Konzept bringen und prüften nur drei Minuten später HSV-Torhüterin Szemik. Bauereisen kam frei zum Abschluss, doch Szemik machte sich groß und verhinderte mit einer starken Parade den schnellen Ausgleich.
Auf der anderen Seite schlug der HSV nur wenige Minuten später erneut zu. Nach einem Foul im Halbfeld entschied Schiedsrichterin Angelika Söder auf Freistoß für die Hamburgerinnen. Linberg übernahm die Verantwortung, legte sich den Ball auf der zurecht und setzte ihn aus rund 18 Metern sehenswert über die Mauer direkt ins Tor.
Offener Schlagabtausch vor der Pause
Nach dem frühen Doppelschlag entwickelte sich im Volkspark eine intensive und temporeiche Partie. Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne, sodass es auf beiden Seiten zu gefährlichen Abschlüssen kam. Die größte Gelegenheit für die Gäste hatte Jill Janssens in der 35. Minute. Nach einem langen Ball kam die 23-Jährige in eine aussichtsreiche Position, wurde im letzten Moment jedoch von Dönges abgedrängt. Ihr Abschluss landete schließlich am Außennetz.
Auch die Rothosen blieben offensiv gefährlich. Morich erkannte wenig später, dass Unions Torhüterin weit vor ihrem Kasten stand, und versuchte es aus mehr als 30 Metern. Der mutige Versuch verfehlte das Tor jedoch. Kurz darauf wurde Morich erneut in Szene gesetzt, diesmal von Brunnthaler. Aus spitzem Winkel traf die Offensivspielerin allerdings nur das Außennetz.
Als vieles bereits auf eine Zwei-Tore-Führung zur Halbzeit hindeutete, schlugen die Berlinerinnen noch einmal zu: Lia Kamber kam im Rückraum frei zum Abschluss und verkürzte kurz vor dem Pausenpfiff auf 1:2.
Turbulenter Start in die zweite Halbzeit
Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit hatte es direkt in sich: Nach einem Foul von Reissner an Linberg zeigte Schiedsrichterin Angelika Söder auf den Punkt. Stoldt übernahm die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß sicher zum 3:1. Doch die Berlinerinnen hatten prompt eine Antwort parat und verkürzten nur eine Minute später erneut. Judit Pujols brachte den Ball von der linken Seite in die Mitte des Strafraums, wo Bauereisen zu viel Platz hatte und zum 2:3 einköpfte.
Die Rothosen ließen sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen und suchten ihrerseits den Weg nach vorne. Linberg bot sich die Chance, den alten Abstand wiederherzustellen. Ihren Freistoß von der Strafraumkante aus spitzem Winkel setzte die Norwegerin direkt aufs Tor, doch Unions Keeperin Böhi war zur Stelle und faustete den Ball aus der Gefahrenzone.
In einer temporeichen Partie waren es in der 67. Minute dann erneut die Gäste, die jubeln durften. Nach Vorarbeit von Bauereisen kam Janssens aus dem Rückraum zum Abschluss und traf zum 3:3-Ausgleich.
Doch die Hamburgerinnen bewiesen erneut Moral und schlugen nur fünf Minuten später zurück. Nach einem Foul an Linberg entschied Söder erneut auf Strafstoß. Wieder trat Stoldt an – und wieder blieb die gebürtige Hamburgerin eiskalt. Mit ihrem dritten Treffer des Tages brachte sie die Rothosen zum dritten Mal in Führung und stellte auf 4:3.
In der Schlussphase warfen die Unionerinnen noch einmal alles nach vorne und drängten auf den Ausgleich. In der 83. Minute überstand der HSV zwar noch eine gefährliche Dreifachchance der Berlinerinnen, zwei Minuten später war der Ausgleich jedoch nicht mehr zu verhindern: Die eingewechselte Dina Orschmann traf in der 85. Minute zum 4:4.
Damit endete eine packende und torreiche Partie mit einer Punkteteilung. Lange auf die nächste Begegnung mit den Berlinerinnen warten die HSV-Fans nicht: Bereits am kommenden Sonnabend gastiert Union erneut im Volkspark. Im Achtelfinale des DFB-Pokals geht es dann um den Einzug in die nächste Runde.
HSV-Frauen: Szemik – Eggert, Böhler, Dönges (J. Wrede), Mirzaliyeva – Bartz (84. Räcke), Machtens, Stoldt, Morich, Linberg (90+3 Klinck) – Brunnthaler
1. FC Union Berlin: Böhi - Schneider (73. Veit), Pujols, Weidauer (73. Orschmann), Steuerwald, Bauereisen, Tysiak, Hausicke, Kamber (60. Gräwe), Reissner (60. Egli), Janssens
Tore: 1:0 Stoldt (10.), 2:0 Linberg (15.), 2:1 Kamber (45+2), 3:1 Stoldt (49., FE), 3:2 Bauereisen (50.), Janssens 3:3 (67.), 4:3 Stoldt (72.), 4:4 Orschmann (85.)
Gelbe Karten: Linberg (21.), Morich (38.), Machtens (90+4) / Hausicke (18.), Kamber (43.), Böhi (50.), Janssens (90+3)
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