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11.09.2026
0:1 – HSV-Frauen mit bitterer Niederlage im Nordderby
Bittere Niederlage im Nordderby: Im Zuge des 4. Spieltages mussten sich die HSV-Frauen mit einer 0:1-Niederlage gegen den SV Werder Bremen geschlagen geben. Nach ausgeglichener erster Hälfte erwischten die Bremerinnen den besseren Start nach der Pause und erzielten durch Isabella Jaron den Siegtreffer (49.).
Im Rahmen des 4. Spieltages mussten sich die HSV-Frauen am Freitagabend (11. September) trotz einer kämpferisch starken Leistung vor großer Kulisse von 26.814 Stadionbesuchern mit 0:1 geschlagen geben. In einem umkämpften und über weite Strecken ausgeglichenen Nordderby auf Augenhöhe erzielte Isabella Jaron kurz nach der Pause den entscheidenden Siegtreffer für die Bremerinnen.
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Ausgeglichener Auftritt ...
Nach der Punkteteilung gegen RB Leipzig nahm Cheftrainer Rodolfo Cardoso eine Veränderung in der Startelf vor. Carla Morich rückte für Melanie Brunnthaler in die Anfangsformation und feierte ihr Startelf Debüt in der Bundesliga. Und auch der Blick auf die Bank bereitete Freude: Vicky Schulz und Lotta Wrede kehrten im Nordderby zurück in den Hamburger Kader.
Vor 26.814 Zuschauern startete die Partie mit viel Tempo auf beiden Seiten und die Hamburgerinnen zeigten sich direkt präsent: Bereits in der 4. Minute kamen die HSV-Frauen erstmals gefährlich vor das Bremer Tor. Linberg setzte sich auf der rechten Seite durch und bediente Karczewska, deren Abschluss von der Bremer Keeperin pariert wurde. Der Ball landete zur Ecke. Diese konnten die Bremerinnen zunächst abwehren, auch der zweite Ball von Peneau brachte keine Gefahr. Wenig später zeigte sich auch Werder erstmals offensiv. Nach einem Konter wurde Shimada auf der rechten Seite bedient. Die Japanerin nahm den Ball halbrechts an der Strafraumkante an und zog direkt ab. Ihr Schuss strich jedoch knapp am linken Pfosten vorbei. Nach rund 15 Minuten waren die HSV-Frauen mit 58 Prozent Ballbesitz und 52 Prozent gewonnenen Zweikämpfen das spielbestimmendere Team. Gegen die favorisierten Bremerinnen trat der HSV selbstbewusst auf, blieb im letzten Drittel aber noch ohne die nötige Durchschlagskraft. Ab der 25. Minute erhöhte Werder den Druck und kam immer wieder in Richtung Hamburger Strafraum. Die HSV-Defensive blieb jedoch aufmerksam und verteidigte die Bremer Vorstöße souverän. Vor allem Stoldt und Böhler standen sicher und ließen kaum gefährliche Abschlüsse zu. Dann setzte sich Morich auf der linken Außenbahn durch und spielte zu Wrede. Aus der Distanz versuchte sie es mit einem Schuss in Richtung Tor. Karczewska verpasste den Ball nur knapp mit dem Kopf, der Abschluss von Wrede hatte anschließend jedoch nicht genügend Druck und landete sicher in den Armen von Werder-Torhüterin El Sherif (28.).
Nach rund einer halben Stunde blieb die Partie ausgeglichen. Beide Mannschaften agierten engagiert und suchten den Weg nach vorne. Die Hamburgerinnen hielten gegen die auf dem Papier favorisierten Bremerinnen gut dagegen, doch im letzten Drittel fehlte es beiden Teams an der entscheidenden Präzision. So ging es nach einer ausgeglichenen und umkämpften ersten Hälfte torlos in die Halbzeitpause.
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... und dann eiskalt erwischt
Ohne Wechsel auf beiden Seiten ging es in die zweite Hälfte. Diesmal waren es die Gastgeberinnen, die den ersten Vorstoß wagten. Jaron setzte sich auf der rechten Seite stark durch, marschierte bis zur Torauslinie und brachte den Ball flach an den kurzen Pfosten. Dort zog Dhont aus kurzer Distanz direkt ab, doch Szemik war zur Stelle und parierte den Abschluss (47.). Nur wenige Augenblicke später ging es ganz schnell: Eine Ecke von Vanzeir fand Jaron, die den Ball fünf Meter halbrechts vor dem Tor per Kopf nahm und ihn unhaltbar in der rechten Ecke versenkte – die 1:0-Führung für die Bremerinnen.
Die Hamburgerinnen schüttelten sich nach dem Rückstand nur kurz und machten anschließend weiter Druck. Immer wieder suchte der HSV den Weg nach vorne, doch im letzten Moment fehlte noch der entscheidende Schritt in Richtung Tor. In der 69. Minute wurde es dann richtig gefährlich: Linberg brachte eine Ecke präzise auf den Kopf von Böhler. Ihr Abschluss schien bereits in Richtung Ecke zu fliegen, doch die Bremer Keeperin machte sich lang und kratzte den Ball noch aus dem Eck. Wenig später wurde es laut im Hamburger Fanblock: Lotta Wrede feierte ihr Comeback auf dem Platz. Nach einem halben Jahr Verletzungspause kehrte die Offensivspielerin zurück und sorgte damit für einen ganz besonderen Moment im Nordderby. Gemeinsam mit Morich sorgte Wrede in der Folge immer wieder für Unruhe im Bremer Strafraum. Die Hamburgerinnen erhöhten den Druck und suchten den Ausgleich, doch trotz aller Bemühungen wollte das Leder einfach nicht über die Linie. Auch in der siebenminütigen Nachspielzeit warfen die HSV-Frauen noch einmal alles nach vorne. Der Ausgleich wollte jedoch nicht mehr fallen. So mussten sich die Hamburgerinnen trotz eines kämpferisch starken Auftritts mit 0:1 geschlagen geben. Über weite Strecken präsentierte sich der HSV als die aktivere und spielbestimmende Mannschaft, doch am Ende fehlte das nötige Quäntchen Glück im Abschluss.
Das Spiel im Stenogramm:
HSV-Frauen: Szemik - Doucouré, Stoldt (83. Brunnthaler), Böhler, J. Wrede (63. Dönges) - Linberg, Machtens (83. Mirzaliyeva), Peneau, Bartz (63. Martens) – Karczewska (71. Wrede), Morich
Werder Bremen: El Sherif - Weiß, Ulbrich, Magerl, Zieniewicz - Gmeineder, Wirtz, Dhont (85. Sträßer), Vanzeir, Jaron (77. Purtscheller) – Shimada (86. Desic)
Tore: 1:0 Jaron (49.)
Schiedsrichterin: Davina Lutz (Poppenhausen)
Zuschauer: 26.814
Gelbe Karten: / Stoldt, Cardoso, Böhler, Nabaoui
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