
Trainingslager
19.07.26
Angekommen im Ötztal: HSV startet Österreich-Camp
Mit einem 30-Mann-Kader steigt der HSV in die nächste Phase der Vorbereitung ein. Im Trainingslager in Oberlängenfeld warten fünf intensive Trainingstage sowie ein Testspiel auf die Rothosen.
Der „AQUA DOME – Tirol Therme Längenfeld“ liegt inmitten der Ötztaler Natur und bietet ein malerisches Bergpanorama. Der Hotel- & Wellness-Komplex, in dem die Rothosen erstmals seit 2017 wieder Quartier beziehen und bis Sonnabend untergebracht sind, verfügt unter anderem über zehn Becken und zwölf Saunen. Viel Zeit, solche Annehmlichkeiten zu genießen, bleibt den HSV-Profis allerdings nicht. Ihr Fokus liegt auf dem fußläufig entfernten Trainingsplatz, der optimale Bedingungen für die anstehenden Einheiten bietet.

Reise und Regeneration am Sonntag
Und eben genau dort wird es ab Montagvormittag für die Hamburger wieder richtig intensiv (hier geht's zum Trainingsplan). Nachdem die Rothosen am gestrigen Sonnabend ihr erstes Testspiel der Vorbereitung beim SK Rapid (2:3) absolviert hatten, stand der heutige Tag ganz im Zeichen der Regeneration und der Anreise. Von Wien ging es über Innsbruck weiter nach Oberlängenfeld.
Während der Reise arbeitete das Trainerteam unter anderem den Testspielauftritt gegen Rapid analytisch auf. „Ich freue mich jetzt schon auf die Videoanalyse mit den Jungs, weil dort genau die Dinge aufgezeigt werden, an denen wir weiter arbeiten müssen, um einen noch intensiveren Fußball spielen zu können“, hatte HSV-Cheftrainer Merlin Polzin am Vorabend in der Pressekonferenz nach dem Spiel erklärt. Damit unterstrich der gebürtige Hambrger einmal mehr den Schwerpunkt der Vorbereitung: die Intensität im Trainingsbetrieb und im eigenen Spiel noch weiter zu erhöhen, um insbesondere in den unkontrollierten Phasen einer Partie die Oberhand zu behalten.
Im Vergleich zum Auftakt-Trainingslager in Dänemark hat der 35-Jährige drei weitere Akteure in den 30-Mann-Kader für Österreich berufen: Neuzugang Martin Adeline, der gegen Rapid sein Debüt im HSV-Dress feierte, ist ebenso neu dabei wie die HSV-Nachwuchsspieler Henri Schümann und Kelvin Ojo, die nach ihrem Einsatz für die U21 gemeinsam mit Colin Poppelbaum individuell anreisten.

Youngster sammeln weiter wertvolle Spielpraxis
Apropos Nachwuchsspieler: Seit Beginn der Vorbereitung sind zahlreiche Akteure aus dem HSV-Campus mit von der Partie. Mit Louis Lemke (Foto), Shafiq Nandja, Elias Lathi, Jason Bissi-Mouelle, Thierry Sedlatschek und Jannes von Diczelski kamen in Wien-Hütteldorf gleich sechs von ihnen zum Einsatz. „Diese Testspiele unter Top-Bedingungen sind für die Jungs extrem wichtig, um zu wachsen. Es gibt viele Momente, in denen sie merken, was ihnen noch fehlt, und wir sehen, wie weit sie schon sind. Die Jungs haben sich reingehauen, und das ist das A und O. Loic ist der größte Verfechter unseres Nachwuchsleistungszentrums. Er weiß, dass dort gute Arbeit geleistet wird, und hat zu Recht im Sommer gesagt, dass das erst der Anfang ist“, sagt Polzin über die wichtige Verzahnung zwischen Nachwuchs und Profis.
Gegen Rapid machte insbesondere Außenverteidiger Louis Lemke auf sich aufmerksam. Der 16-Jährige, der im Endspurt der Vorsaison zum jüngsten HSV-Profi aller Zeiten avancierte, schaltete sich immer wieder mutig in die Offensive ein und verteidigte gegen Rapids quirligen Flügelspieler Yusuf Demir aufmerksam und engagiert. „Louis hat etwas mehr gespielt, das hat er sich verdient. Es ist aber auch für ihn erst der Anfang. Wir werden ihn genau wie die weiteren Youngster behutsam aufbauen.“
Weiter geht es in diesem Entwicklungsprozess am Montagvormittag im Ötztal. Zuvor lassen Profis und Youngster den Anreisetag am Sonntagabend beim gemeinsamen Schauen des WM-Finales zwischen Spanien und Argentinien ausklingen. Fußball auf höchstem Niveau – und sicherlich auch die eine oder andere Inspiration für die bevorstehenden Trainingstage.
Der Trainingslagerkader im Überblick:
Tor: Daniel Heuer Fernandes, Fernando Dickes, Colin Poppelbaum, Elias Lahti, Bennet Schmidt
Abwehr: Daniel Elfadli, Warmed Omari, Jordan Torunarigha, Nicolas Capaldo, Joel Agyekum, Shafiq Nandja, Louis Lemke, Jason Bissi-Mouelle, Henri Schümann
Mittelfeld: Martin Adeline, Albert Sambi Lokonga, Immanuel Pherai, Albert Grönbaek, Nicolai Remberg, Kofi Amoako, Thierry Sedlatschek, Jannes von Diczelski
Angriff: Jean-Luc Dompe, Rayan Philippe, Yussuf Poulsen, Bakery Jatta, Emir Sahiti, Alexander Rössing-Lelesiit, Fabio Balde, Kelvin Ojo
