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02.08.26
Patson Daka löste Welle aus: HSV versendet ab sofort nach Sambia
Der Neuzugang wird von einer großen Anhängerschaft aus seiner Heimat begleitet. Nun hat das Merchandising des HSV Sambia in den Online-Fanshop aufgenommen – als erstes afrikanisches Land.
Mit seinem Wechsel zum Hamburger SV hat Patson Daka einen regelrechten Hype entfacht, dessen Auswirkung von Sambia bis in die Merchandise-Abteilung des Clubs reichte. Doch was war passiert? Den Anfang machte die Vorstellung von Daka als Neuzugang am 22. Juli.
Es liegt in der Natur der Sache, dass das Interesse an einem neuen Spieler groß ist – doch in diesem Fall erreichte es ein gewaltiges Ausmaß. Besonders auffällig war dies auf Facebook, das zumindest im deutschsprachigen Raum gegenüber anderen Social-Media-Plattformen in den vergangenen Jahren eher an Relevanz verloren hat. Ausgerechnet dort häuften sich plötzlich die Kommentare und die Zahl der Follower stieg deutlich an. Zum Vergleich: Die Bekanntgabe von Daka als neuer HSV-Spieler erreichte eine höhere Reichweite (knapp 30.000 Reaktionen) als die Verkündung des Bundesliga-Aufstiegs im vergangenen Jahr (knapp 14.000 Reaktionen). Das muss was heißen!
Wer einen Blick in die Kommentarspalte warf, dem fiel auf, dass hinter dem 27-Jährigen eine große Anhängerschaft aus seiner Heimat Sambia steht. In einem Kommentar hieß es: „You sign him, you sign us too.“ Auf Deutsch: Wenn du ihn verpflichtest, verpflichtest du auch uns. In einem anderen Kommentar ist von „Zambia Ku Chalo“ die Rede, was so viel bedeutet wie „Sambia in die Welt“. Daka wird in seiner Heimat gefeiert. Dort ist er seit über zehn Jahren als Nationalspieler bekannt, mit 16 gab er sein Debüt. Zudem engagiert er sich in Sambia als Botschafter der Organisation „World Food Programme“ für Kinder, die von Hunger betroffen sind.
Daka hat sonst immer ein Lächeln aufgesetzt, doch wenn er über die Unterstützung seiner Landsleute spricht, blickt er ernst. „Ich weiß, dass die Sambier mich begleiten, egal wohin ich gehe. Ich werde das niemals als selbstverständlich sehen und stets in Ehren tragen. Die Leute nehmen sich ihre wertvolle Zeit, um mich zu unterstützen. Das ist ein Privileg und eine Ehre. Es rührt mich“, sagt der Rechtsfuß, der die größte Social-Media-Reichweite im Kader der Rothosen hat. „Die Leute sind sehr leidenschaftlich und loyal. Ich trage die sambische Flagge in mir und repräsentiere diese Leute. Das motiviert mich.“
Schnell kamen in der Kommentarspalte Fragen der leidenschaftlichen Anhänger auf, wann der HSV nach Sambia versenden würde. Das rief die Merchandise-Abteilung auf den Plan, die prompt reagierte – und Sambia als erstes afrikanisches Land in die Länderauswahl im Online-Fanshop aufnahm. Mit Israel, Südkorea, Japan und Australien gibt es noch weitere Ziele außerhalb Europas. Insgesamt versendet der HSV nun in 33 Länder.
HSV Ku Chalo.
