
Nach 54 Startelf-Einsätzen in Folge war es im DFB-Pokal soweit: Top-Torjäger Robert Glatzel fehlte dem HSV aufgrund von Rückenproblemen erstmals seit seiner Verpflichtung im Sommer 2021. "Es ging schon direkt nach dem Spiel gegen Kaiserslautern los", erinnerte sich Glatzel, der gegen den FCK noch getroffen hatte, am Mittwoch (26. Oktober) im Zuge einer Medienrunde. "Und dann wurde es immer schlechter, am Ende war der Rücken komplett zu, komplett verspannt, es ging eigentlich nichts mehr, auch nicht mit Tabletten und Spritzen." Und so fiel der 28-Jährige nach seinem Auftritt unter Schmerzen und Einschränkungen im Stadtderby folglich im DFB-Pokal bei RB Leipzig erstmals in seiner HSV-Zeit aus.

Gegen den 1. FC Magdeburg aber stand er zumindest wieder im Kader, wurde nach rund einer Stunde eingewechselt und ist nun wieder bereit für das volle Programm. "Mein Rücken ist seit drei, vier Tagen deutlich besser, ich fühle mich gut, ich bin bei nahezu100 Prozent", sagt Glatzel, der mit seiner Präsenz nach seiner Einwechslung gegen Magdeburg noch einmal sehr deutlich machte, wie wichtig er mit seiner Mentalität und seiner Qualität für die Mannschaft ist.
Zumal die nach zuletzt vier sieglosen Pflichtspielen in Folge dringend mal wieder dreifach punkten will, denn: "Unsere aktuelle Phase ist nicht erfreulich, das ist klar, das haben wir uns anders vorgestellt." Wobei der erfolgreichste Hamburger Torschütze es sich in der Bewertung der vergangenen Auftritte und Ergebnisse auch nicht zu einfach machen möchte. "Man muss das schon differenziert betrachten", sagt er, "im Heimspiel gegen Kaiserslautern lief es für uns maximal unglücklich, im Derby waren wir eine Stunde lang in Unterzahl und Leipzig hat gerade den Champions-League-Sieger Real Madrid geschlagen." Nachvollziehbare Einschätzungen.
"Wir können dafür sorgen, dass es in die andere Richtung geht"
Den jüngsten Auftritt gegen den 1. FC Magdeburg, die letzte der vier sieglosen Partien, nimmt Glatzel aus dieser Wertung aber explizit raus: "Aus diesem Spiel müssen wir uns sehr viel ankreiden lassen, das ist klar und angebracht." Als umso wichtiger erachtet er es jetzt, bei seinem endgültigen Comeback-Spiel gegen den SC Paderborn den Turnaround zu schaffen. "Wir können mit einem Erfolg in Paderborn ganz schnell dafür sorgen, dass es wieder in die andere Richtung geht, dann sieht es schon wieder ganz anders aus. Und das ist natürlich das Ziel" - zu dem er endlich wieder seinen Teil beitragen kann. Wie unglaublich wichtig diese Tatsache für den HSV ist, belegen auch die Statistiken. Die weisen für Robert Glatzel in bis dato 55 HSV-Pflichtspielen 40 Torbeteiligungen (34 Tore, 6 Assists) aus.
Anzeige
















