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Verein

25.03.26

Davidstern und Raute: Im Dialog gegen Antisemitismus

Im Austausch mit Stefan Hensel, ehemaliger Antisemitismusbeauftragter der Stadt Hamburg, spricht der HSV über die Aktualität von Antisemitismus in der heutigen Gesellschaft.

Der Hamburger SV lädt mit der nächsten Podiumsdiskussion unter dem Titel „Davidstern & Raute“ am 13. April zu einem besonderen Abend ein, der nicht nur informiert, sondern zum Nachdenken anregen soll – über den Zustand unserer Gesellschaft und über die Menschen, die sich tagtäglich für Demokratie und Menschenwürde einsetzen.

Antisemitismus in Deutschland wird häufig abstrakt diskutiert. Als historisches Phänomen, als Gegenstand wissenschaftlicher Analysen oder als politisches Problem. Doch Antisemitismus ist keine Theorie. Er betrifft konkret Menschen. Er betrifft jüdisches Leben hier und heute.  

Die Veranstaltung rückt diese Erfahrungen in den Mittelpunkt und schafft Raum für Austausch. Zu Gast ist Stefan Hensel, um über die Herausforderungen seiner Arbeit, über zunehmende gesellschaftliche Polarisierung, über Hass und Drohungen, über persönliche Angriffe – und darüber, wie sehr diese Erfahrungen auch sein Privatleben beeinflusst haben, zu sprechen. 

Im Zentrum des Abends stehen unter anderem folgende Fragen:

  • Welche Verantwortung trägt Politik, Zivilgesellschaft und Kultur?
  • Welche Bedeutung haben Sportvereine dabei im Allgemeinen und ein großer Traditionsverein wie der HSV im Besonderen?
  • Was bedeutet Antisemitismus für Jüdinnen und Juden im Alltag?
  • Was bedeutet der demographische Wandel in Deutschland für Jüdinnen und Juden und für die gesellschaftliche Solidarität mit dem jüdischen Staat
  • Strukturelle Probleme im Umgang mit Antisemitismus in Politik und Gesellschaft, und die Frage, was sich ändern muss, damit Engagement gegen Judenhass nicht zur persönlichen Belastungsprobe wird.

Der HSV versteht sich dabei als Plattform für Zusammenhalt, Respekt und Vielfalt. Im Dialog spricht Stefan Hensel aus der Perspektive gelebter Realität jüdischen Lebens in Deutschland. Er macht deutlich, dass Antisemitismus nur vor dem Hintergrund der konkreten Lebenssituation von Jüdinnen und Juden verstanden werden kann. Die Interaktion steht im Mittelpunkt, sodass gemeinsam ein stärkeres Bewusstsein geschaffen und ein Zeichen für ein respektvolles Miteinander gesetzt werden soll.

Bei Interesse zur Teilnahme an der Veranstaltung, bitte unter diesem Link anmelden.


Über Stefan Hensel

Stefan Hensel war von 2021 bis 2025 Antisemitismusbeauftragter der Freien und Hansestadt Hamburg. Zuvor war er viele Jahre Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hamburg und ist Mitglied der Jüdischen Gemeinde Hamburg.

In seinen Vorträgen spricht er über Antisemitismus und seine aktuellen Erscheinungsformen, jüdisches Leben in Deutschland, zivilgesellschaftliches Engagement sowie rechtliche Grundlagen wirksamer Prävention. Die Auseinandersetzung ist klar, persönlich und dialogorientiert.