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19.09.2026
„Ein Stadionerlebnis, weil die Energie von den Rängen brutal war“
Mit viel Herz und Kampf holt der HSV im Heimspiel gegen Köln den ersten Saisonsieg. Entsprechend glücklich fielen die Stimmen zum 2:1-Erfolg aus.
Yussuf Poulsen: Nach drei Spielen ohne Sieg und Tor ist das heute natürlich ein schönes Gefühl. Wir haben bis zum Ende gekämpft, das Stadion immer mitgenommen. Beim Ball auf Grönbaek in die Tiefe habe ich direkt gewusst, dass ich durchlaufen muss und der Ball auf mich kommen wird. Das sind genau unsere Abläufe. Wir waren insgesamt sehr klar in dem, was wir nach der Halbzeit machen wollen. Das Trainerteam hat uns gute Anpassungen mit auf den Weg gegeben. Wir waren in der ersten Hälfte stabil, haben wenige Großchancen zugelassen. Es war wichtig, erstmal defensiv stabil zu stehen. Das war in der Vorsaison eine unserer größten Stärken. Wir wollten eine bessere Defensivstruktur als in den letzten Wochen. Wir hatten vor einem Jahr genau die gleichen Gespräche, Diskussionen und Themen wie jetzt nach drei Spieltagen. Auch damals habe ich gesagt, dass es einfach Zeit braucht, wenn du so viele neue Spieler hast. Wir sind ruhig geblieben und wir bleiben auch dieses Mal ruhig. Wir haben volles Vertrauen in den Trainer und das Trainerteam. Und wir wissen: Je länger wir zusammenspielen, desto besser werden wir, weil allen die Abläufe klarer werden. Es war heute ein sehr großer Schritt in die richtige Richtung, auch wenn natürlich nicht alles schön war.
Daniel Heuer Fernandes: Heute ging es darum, strukturiert zu sein und klar zu bleiben. Das ist uns gelungen. Vor allem in der ersten Halbzeit waren wir stabil. Uns war bewusst, dass wir kompakt stehen müssen und der Gegner dadurch mehr vom Spiel haben könnte. In den richtigen Momenten wollten wir gefährlich werden. Wir haben gemacht, was das Spiel von uns verlangt hat. Dadurch ist es uns egal, dass wir nur 30 Prozent Ballbesitz hatten. Wir sind froh, dass wir durch einen Standard den Dosenöffner gefunden haben, weil wir im Vorwege viel darüber geredet haben. Danach war zu sehen, was ein nächster Treffer bewirken kann. Heute war es eine Mannschaftsleistung. Die Leistung hat gestimmt. Das gibt uns Vertrauen in das, was wir tagtäglich tun. Den Schwung von heute wollen wir mitnehmen. Zudem war es ein Stadionerlebnis, weil die Energie von den Rängen brutal war. Die Stimmung war über 90 Minuten geil. Wir wollten alles dafür tun, dass die Jungs und Mädchen auf den Tribünen mit drei Punkten nach Hause gehen. Es ist schön, dass wir den Fans etwas zurückgeben konnten.
“Dieser Sieg ist für sie!”
Nicolai Remberg: Wir haben uns das Leipzig-Spiel noch einmal genau angeschaut. Uns war klar, dass wir nach zweimal 0:5 nicht sagen können, dass alles super war. Aber wir haben auch festgestellt, dass wir es über weite Strecken wirklich nicht schlecht gemacht haben. Dieses Gefühl haben wir irgendwie versucht, mit in die Woche zu nehmen. Wir standen geschlossen da, auch mit der Verlängerung des Trainerteams. Dieser Sieg ist für sie. Denn in den ersten drei Spielen haben wir es auf dem Platz verkackt, ihr Plan war gut. Sie machen eine überragende Arbeit. So auch heute: Es war unser Plan, dass wir nicht zu weit vorne draufpressen und ihnen damit automatisch mehr Ballbesitz geben. Es war unsere Stärke in der vergangenen Saison, dass wir hinten im Block gut stehen und dann sehen, was von dort aus passiert. Heute gab es dann die Ecke, die zum Tor führte. Du brauchst auch das Momentum. Da ist es auch egal, ob Köln 40 Minuten besser war, denn im Endeffekt ist es Bundesliga und du kannst nie alles verteidigen und brauchst wie heute mit „Ferro“ auch mal einen überragenden Torhüter. Wir haben das Spiel nach hinten raus dann verdient gezogen. Ich bin heute einfach stolz auf die Mannschaft, wie sie es gemacht hat.
Albert Grönbaek: Wir sind das Spiel mit einer ganz anderen Energie angegangen. Es gab keinerlei Zweifel, dass wir bereit waren. Jeder ist für jeden gelaufen und jeder hat für jeden gekämpft. Es war gut für uns, dass wir mit der 1:0-Führung in die Halbzeit gegangen sind. Das hat uns viel Energie für die zweite Hälfte gegeben. Es ist sehr schön, dass wir drei Punkte geholt haben. Das ist eine Erleichterung. Außerdem haben wir gezeigt, dass wir ein Team sind. Nur wenn man zusammensteht, kann man auch wieder zurückkommen.
“Es war brutal, wie wir heute wieder alle gemeinsam in eine Richtung gegangen sind.”
Zakaria El Ouahdi: Heute ging es nur um Mentalität. Nach drei verlorenen Spielen haben wir den Trend gedreht. Wir haben es heute gut gemacht und verdienen diese drei Punkte. Wir haben uns für die zweite Hälfte vorgenommen, noch eine Schippe draufzulegen und kompakter zu stehen. Es war schön, den ersten Sieg zu feiern. Dass es zu Hause war, ist noch besser. Je lauter unsere Fans wurden, desto mehr wollten wir das Ergebnis halten.
Merlin Polzin: Man hat gesehen, dass die Mannschaft nach den vielen Gegentoren in den vergangenen beiden Spielen den Plan hatte, Sicherheit reinzubekommen. Das schafft man über Kompaktheit und enge Abstände, wodurch du spürst, dass du füreinander da bist und in den Duellen füreinander einstehst. Das haben die Jungs gut umgesetzt. Ich hätte mir noch mehr Auslöser gewünscht, um zu höheren Ballgewinnen zu kommen. Das haben wir nicht geschafft, aber wir haben es geschafft, unser Tor mit allem zu verteidigen. Das war heute die Basis für unser Spiel. Das Standardtor war ein Dosenöffner. Das war toll gespielt von den Jungs und in der Analyse und im Training von Richi (Co-Trainer Krohn, d. Red.) gut vorbereitet. Dann bist du im Spiel, glaubst wieder mehr an dich. Die Jungs sind super aus der Halbzeit gekommen. Es war eine überragende Vorarbeit von Albert für Yussi. Und dann ist dieses Stadion einfach für die Mannschaft da. Es entsteht eine Magie, die nicht zuerst auf dem Rasen oder auf den Rängen ist, sondern sie entsteht irgendwo dazwischen. Es war brutal, wie wir heute wieder alle gemeinsam in eine Richtung gegangen sind. Umso schöner ist es, dass wir den Dreier hier behalten konnten.
Rene Wagner: Glückwunsch an den HSV zum Sieg. Es tut brutal weh. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, hatten unsere Möglichkeiten, um es zu gewinnen. Wir haben das Spiel gegen eine sehr effektive Hamburger Mannschaft verloren. Die Jungs haben Gas gegeben, und das bis zum Schluss. Wir haben uns zu spät mit dem 1:2 belohnt. Wenn das Tor früher fällt, dann hätte das Spiel noch einmal anders verlaufen können.
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