
05.09.2026
„Es war ein Spiel mit großem Kampf auf beiden Seiten“
Im Zuge des 3. Spieltages der Google Pixel Frauen-Bundesliga trennten sich die HSV-Frauen mit 1:1 von RB Leipzig und fuhren einen Punkt auf dem Konto ein. Die Stimmen zum Spiel.
Kapitänin Pauline Machtens: Wir hätten uns gewünscht, besser ins Spiel zu kommen. Gegen das Pressing von Leipzig haben wir allerdings zu wenige Lösungen gefunden. Wir müssen unsere Laufwege besser abstimmen. Bei der Situation, die zum Elfmeter geführt hat, hat man gesehen, dass es für den Gegner dann schwierig wird. Wir haben noch viel Verbesserungspotenzial, das wir in dieser Woche angehen werden, um am Freitag ein besseres Spiel abzuliefern. Ganz zufrieden sind wir natürlich nicht, aber wir nehmen den Punkt mit.
Kinga Szemik: Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Trotzdem sind wir als Team etwas frustriert, weil wir das Spiel gewinnen wollten. Wir müssen im Ballbesitz besser werden und häufiger die Seiten wechseln, um uns mehr Chancen zu erarbeiten. Am Ende müssen wir den einen Punkt respektieren, aber ich weiß, dass wir noch besser spielen können.
Svea Stoldt: Wir wussten, dass Leipzig unbedingt mindestens einen Punkt mitnehmen wollte, und das hat man auch gemerkt. Sie haben von Anfang an Druck gemacht und uns alles abverlangt. Wir haben gut dagegengehalten und am Ende ein 1:1 erkämpft. Gerade in der ersten Halbzeit war es für uns etwas schwierig, ins Spiel zu kommen. Mit zunehmender Spieldauer wurden wir aber besser. Und dann kam uns das Hamburger Wetter mit dem Regen vielleicht auch ein bisschen zugute – wir sind dadurch noch einmal richtig aufgewacht. Natürlich hätten wir uns den ersten Heimsieg gewünscht, aber man merkt eben auch, wie schwierig das ist. Leipzig hat richtig gute Spielerinnen und hat uns gerade mit den Läufen in die Tiefe vor große Aufgaben gestellt. Deshalb können wir mit dem Punkt gut leben und nehmen ihn mit in die nächste Woche.
Celainy Obispo: Wir sind heute schwer ins Spiel gekommen, hatten aber gute Möglichkeiten. Das müssen wir jetzt analysieren. Wir müssen dominanter am Ball werden, mehr pressen und weiter kämpfen. Wir wollten natürlich gewinnen, aber für mich ist es trotzdem etwas Besonderes, weil es mein Debüt für den HSV war. Ich habe es sehr genossen. Nächste Woche geht es nach Bremen, und im Nordderby gelten andere Regeln, da ist wieder alles offen.
Cheftrainer Rodolfo Cardoso: Es war ein Spiel mit großem Kampf auf beiden Seiten. Wir haben mitgehalten, auch wenn Leipzig viel Druck gemacht hat. Nach einer Niederlage ist so ein Punkt immer wichtig, deshalb nehmen wir ihn gerne mit. Wir wissen in Hamburg ja, dass es gerne mal regnet, aber so wie heute habe ich das selten erlebt. Dennoch haben wir das Beste daraus gemacht. Defensiv standen wir besser als zuletzt, haben viele Zweikämpfe gewonnen und Wille gezeigt. Vorne hat uns dagegen die Durchschlagskraft gefehlt. Gerade wenn du viel nach hinten arbeiten musst, fehlt manchmal die Kraft für das Spiel nach vorne. Alles in allem geht das Unentschieden heute in Ordnung.
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