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26.10.2026
Heimspiel-Dreierpack: So läuft die Organisation hinter den Kulissen
Im Volksparkstadion ist in dieser Woche mit gleich drei Partien einiges los. Jan Groninger, Leiter Stadion und Service, gibt Einblicke in die Organisation hinter den Kulissen, besondere Herausforderungen und Synergien dieser außergewöhnlichen und intensiven Heimspielwoche.
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Im Volksparkstadion reiht sich in dieser Woche ein Heimspiel ans nächste. Nachdem die HSV-Frauen am gestrigen Sonntag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga den 1. FC Union Berlin empfangen haben (4:4), steht für die Männer am Dienstag die 2. Runde des DFB-Pokals gegen Eintracht Frankfurt an (27. Oktober, 18 Uhr). Am Sonnabend kommt es schließlich zum Wiedersehen mit Union Berlin, wenn die HSV-Frauen im Achtelfinale des DFB-Pokals erneut auf die Hauptstädterinnen treffen (31. Oktober, 13 Uhr, Tickets sichern). Die enge Taktung stellt nicht nur die Mannschaften, sondern auch die Verantwortlichen hinter den Kulissen vor besondere Herausforderungen. Wie wird das Volksparkstadion zwischen den Partien für die unterschiedlichen Wettbewerbe vorbereitet? Welche Abläufe müssen ineinandergreifen und wo lassen sich Synergien nutzen? Die hsv.de-Redaktion hat bei Jan Groninger, Leiter Stadion und Service, nachgefragt und einen Blick hinter die Kulissen geworfen.
„Drei Heimspiele innerhalb von sieben Tagen sind auch für unsere Geschäftsstelle etwas Besonderes“, erklärt Groninger. „Viele Aufgaben, die bei der Spieltagsorganisation normalerweise nacheinander erledigt werden, laufen in dieser Woche parallel. Die größte Herausforderung ist die kurze Taktung: Während ein Spiel noch läuft oder nachbereitet wird, sind wir organisatorisch bereits beim nächsten.“
Unmittelbar nach dem Abpfiff beginnen also bereits die Vorbereitungen für die nächste Partie. Das Stadion muss gereinigt, die Technik überprüft und einzelne Bereiche, darunter die VIP-Bereiche, umgebaut werden. Dafür sind nahezu alle Abteilungen und Gewerke gefragt – von Grafik und Stadionmanagement über Ticketing, technisches Gebäudemanagement und Greenkeeping bis hin zu Catering, Hospitality und Vermarktung. Auch zahlreiche externe Dienstleister sind in dieser intensiven Woche im Einsatz, darunter der Ordnungs- und Sanitätsdienst, der Reinigungsdienstleister, Caterer Aramark und der Parkplatzbewirtschafter. Umso wichtiger ist die enge Abstimmung zwischen den internen Fachabteilungen sowie den externen Dienstleistern und Partnern, zu denen auch die Hochbahn und die S-Bahn gehören. Mithilfe verschiedener gemeinsamer Abstimmungsformate koordiniert der HSV alle Beteiligten und schafft die Voraussetzungen für einen reibungslosen Ablauf. Wie groß der personelle Aufwand hinter den Kulissen ist, zeigt die Gesamtzahl der Einsatzkräfte: „Insgesamt sprechen wir in dieser Woche von mehr als 2.000 Personen, die für alle drei Spiele im Volksparkstadion im Einsatz sein werden“, erklärt Groninger.
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Besonders anspruchsvoll ist die Organisation aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen der Wettbewerbe. Bei den beiden DFB-Pokalpartien greift die Zentralvermarktung: Die Partner des DFB müssen sichtbar sein, während die HSV-Partner entsprechend überdeckt werden. Dafür müssen mobile Werbeträger entfernt und Bereiche wie die Mixed Zone, der Innenraum und der Pressekonferenzraum neutralisiert werden. Hinzu kommen das DFB-Pokal-Branding auf den LED-Banden sowie spezifische Vorgaben der TV-Produktion, insbesondere für die Übertragung des Männer-Pokalspiels im Free-TV. „Die grundsätzlichen Abläufe eines Heimspiels ähneln sich, im Detail gibt es jedoch zahlreiche Unterschiede“, sagt Groninger.
Auch mit Blick auf den Stadionrasen bedeuten die drei Heimspiele und das zusätzliche Abschlusstraining der Polzin-Elf innerhalb einer Woche eine besondere Herausforderung, insbesondere zu dieser herbstlichen Jahreszeit.
Durch die Stitching-Hybridtechnologie verfügt der Platz zwar über eine erhöhte Scherfestigkeit und eine stabile Rasennarbe, dennoch ist die natürliche Regenerationsfähigkeit der Gräser in den Herbstmonaten eingeschränkt. Umso wichtiger ist die unmittelbare Nachbereitung nach jeder Nutzung. Dazu zählen die Beseitigung von Trittschäden sowie gezielte Mäh- und Pflegemaßnahmen. „Darüber hinaus unterstützen wir die Regeneration durch den intensiven Einsatz unserer LED-Rasenbelichtungssysteme und eine bedarfsgerechte Steuerung von Bewässerung, Nährstoffversorgung und Belüftung“, erklärt Christoph Strachwitz, Leiter Greenkeeping. „Unser Ziel ist es, trotz der hohen Belastung eine möglichst stabile, gleichmäßige und qualitativ hochwertige Spielfläche zu gewährleisten.“
Die enge Taktung bringt zugleich aber auch die Chance mit sich, Synergien zu nutzen: „Das Branding für das Männer-Spiel am Dienstag kann größtenteils bestehen bleiben und auch für das DFB-Pokalspiel der HSV-Frauen am Sonnabend genutzt werden.“ Auch die beiden Begegnungen mit Union Berlin erleichtern die Organisation: „Da unsere Ansprechpartner dieselben bleiben, können wir viele Abstimmungen schneller durchführen.“
Mit dem Abpfiff des dritten Heimspiels ist die außergewöhnliche Woche allerdings noch nicht beendet. Erst wenn auch die letzte Partie vollständig nachbereitet, das Stadion gereinigt und der Übergang in den regulären Betrieb abgeschlossen ist, können die Verantwortlichen einen Schlussstrich ziehen. Bis dahin bleibt die Organisation hinter den Kulissen ein Zusammenspiel aus präziser Planung, enger Abstimmung und dem Einsatz zahlreicher Menschen, damit die Rothosen und ihre Fans bei jedem Heimspiel beste Bedingungen im Volksparkstadion vorfinden.
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