
08.04.2023
"Heute haben wir uns belohnt!"
Nach dem 6:1-Kantersieg gegen Hannover 96 zeigten sich die Rothosen in den Katakomben des Volksparkstadions überglücklich. Die Stimmen zum Spiel.
6:1 - der Hamburger SV hat am Sonnabend im Heimspiel gegen Hannover 96 passend zum Osterfest ein wahres Fußballfest gefeiert: Sonny Kittel eröffnete nach einem verhaltenen Beginn in der 34. Minute den Torreigen, zu dem Laszlo Benes per Doppelpack sowie Robert Glatzel, Ransford Königsdörffer und Ludovit Reis die weiteren Treffer beitrugen. Mit "Oh, wie ist das schön"-Gesängen stimmten die 57.000 Zuschauer im ausverkauften Volksparkstadion nach dem Schlusspfiff ein und feierten lautstark den höchsten HSV-Sieg der laufenden Saison. Dementsprechend glücklich zeigten sich auch die Rothosen nach dem Abpfiff in der Mixed-Zone des Stadions, wo sie glücklich Rede und Antwort standen und bei aller Euphorie auch die nötige Demut zeigten. Die Stimmen zum Spiel.
Sebastian Schonlau: Wir genießen es sehr heute. So deutlich spielen wir nicht oft. Der Trainer sagt immer: Wir müssen uns belohnen. Das haben wir heute geschafft und unter diesem Motto steht das Spiel auch. Wir sind nicht so gut ins Spiel reingekommen, sind aber geduldig geblieben. Hannover hatte aber auch keine Riesenchancen in meinen Augen. Das 1:0 hat uns Sicherheit gegeben und das 2:0 vor der Halbzeit tat auch gut. Ich freue mich, dass ich der Mannschaft auf dem Platz wieder helfen konnte. Es ist ein richttig schöner Moment. Das macht einfach Spaß, egal, was für Spiele jetzt kommen. Alle haben ein richtig gutes Spiel gemacht, auch diejenigen, die reingekommen sind.
Laszlo Benes: Dass wir so hoch gewonnen haben, tut uns sehr gut. Ich freue mich natürlich auch über meine Tore, weil es meine ersten Heimtore waren und ich sie hier in unserem Stadion feiern konnte. Beim Elfmeter habe ich nicht viel überlegt, sondern die Ecke ausgesucht und reingeschossen. Wir sind nicht so gut ins Spiel reingekommen, aber wir haben weiter gemacht und eine Reaktion gezeigt. Wir haben unser Pressing durchgezogen. Das hat uns sehr viel Kraft und gute Möglichkeiten gegeben. Alle die reingekommen sind, waren auch alle sofort da. Das zeichnet uns aus.
Robert Glatzel: Es war ein super Sieg und Ergebnis. Das gibt uns ein gutes Gefühl. Wir dürfen es aber nicht überbewerten und müssen jetzt weitermachen. Das 3:1 durch „Laci“ war total wichtig. Danach war es ein anderes Spiel. Ich freue mich riesig für Sonny Kittel. Er ist ein so guter Fußballer, der in dieser Saison viel Pech hatte. Es ist überragend, dass er gerade jetzt wieder da ist, wo es darauf ankommt. Er ist ein unersetzlicher Spieler, ein einzigartiger Spieler für diese Liga.
Noah Katterbach: Wir haben uns als Mannschaft gegenseitig unterstützt und so ist jeder irgendwann ins Spiel gekommen. Jeder war für jeden da. Die erste halbe Stunde haben wir gebraucht, um reinzukommen. Doch davon haben wir uns nicht verunsichern lassen. Das 1:0 war der Dosenöffner für uns. Wir haben nie aufgehört, Fußball zu spielen und immer auf das nächste Tor zu gehen. Die ganze Mannschaft war heute da. Genau diese Einheit brauchen wir auf dem Platz.
Jonas David: Anfangs war es etwas zu wild, wir hatten uns sehr viel vorgenommen. Nach einer halben Stunde war es viel besser und der Gegner konnte uns nicht mehr aufhalten. Für uns zählte heute nur ein Sieg. Es freut mich, dass sich einige Spieler mit ihren Toren Selbstbewusstsein holen konnte. Es ist wichtig, dass unsere Offensive so gut drauf ist.
Tim Walter: Mit dem HSV muss man immer rechnen. Bei der Pressingsituation vor dem 1:0 haben wir uns endlich mal belohnt. Das war der Dosenöffner. Das zweite Tor legen wir aus einer ähnlichen Situation nach. Nach dem Anschlusstreffer haben wir uns kurz geschüttelt, spätestens nach dem 3:1 aber gelöst und mit Mut nach vorn gespielt. Das haben die Jungs sehr gut gemacht, daher bin ich stolz auf die Leistung. Heute haben wir uns und die Fans belohnt.
Stefan Leitl: Wenn du 1:6 verlierst, steht das Ergebnis für sich. Die Jungs haben sehr displiniert begonnen, vor allem gegen den Ball. Aus der eigenen Spieleröffnung kassieren wir dann zwei Gegentore. Das müssen wir besser lösen. In der 2. Halbzeit kommen wir gut raus, nach dem Anschlusstreffer haben wir sogar die große Möglichkeit zum Ausgleich. Innerhalb von vier Minuten haben wir das Spiel dann aber komplett aus der Hand gegeben. Wir haben eine Reise bekommen, was sehr bitter ist. Jetzt müssen wir unsere Schlüsse daraus ziehen und im Heidenheim besser performen.
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