
12.03.2023
"Heute hat einfach zu viel gefehlt"
Trotz des 0:3-Halbzeitrückstands schnupperte der HSV in Karlsruhe am Auswärtspunkt, verlor nach hitziger Schlussphase aber mit 2:4. Die Stimmen zum Spiel.
Wie schon das ganze Spiel war auch die Schlusssphase im Wildpark äußerst turbulent: Nach einer Gelb-Roten Karte für Javi Montero machte KSC-Stürmer Fabian Schleusener mit dem 4:2 endgültig den Deckel drauf, anschließend zeigte Schiedsrichter Sascha Stegemann Rothosen-Cheftrainer Tim Walter auch noch die Rote Karte - und rundete damit einen mehr als gebrauchten HSV-Tag ab. Die aufgewühlten Stimmen zum Spiel.
Jonas Meffert: "Heute hat einfach zu viel gefehlt, diesen deutlichen Rückstand darf man sich nicht erlauben. Zumal der KSC sogar mit vier oder fünf Toren Vorsprung hätten führen können. Und auch wenn ich in der zweiten Halbzeit schon das Gefühl hatte, dass wir die ganze Zeit am Drücker waren, hat heute einfach zu wenig zusammengepasst. Nach dem vierten Gegentor war die Messe dann sowieso gelesen."
Daniel Heuer Fernandes: "In der 1. Halbzeit haben wir alles vermissen lassen, was uns auszeichnet. Wir wussten, was der Gegner vorhat und haben es trotzdem schlecht verteidigt. Das müssen wir uns ankreiden. Im zweiten Durchgang haben wir dann alles probiert und zu den richtigen Zeitpunkten die Tore gemacht. Unterm Strich hat es aber verdientermaßen nicht gereicht. Heute lag es nur an uns, wir waren über weite Strecken einfach zu schlecht."
“Heute lag es nur an uns, wir waren über weite Strecken einfach zu schlecht.”
Tim Walter: "Wir waren in der 1. Halbzeit nicht anwesend, haben sehr schlecht gespielt. Der zweite Durchgang war dann in Ordnung, wir haben viel Druck gemacht und nur noch eine echte Torchance zugelassen. Wir können einen Drei-Tore-Rückstand aber eben nicht immer aufholen. Insgesamt geht der KSC-Sieg in Ordnung, weil unsere Leistung einfach nicht gut genug war."
Zu seiner Roten Karte sagt der HSV-Cheftrainer: „Es gab eine Auseinandersetzung zwischen beiden Bänken, alles nicht so dramatisch. Ich habe mich bei meiner Mannschaft entschuldigt, da ich ihr in dem Moment keinen Gefallen getan habe. Da muss ich mich besser kontrollieren."
Christian Eichner: "Meine Jungs haben zunächst alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir wussten, dass wir viele Umschaltchancen bekommen werden. Entscheidend ist dann, dass du dich belohnst. Das ist uns im Hinspiel nicht gelungen, heute umso mehr. Wir hätten schon zur Halbzeit 4:0 oder 5:0 führen können oder müssen. In der zweiten Hälfte kam eins zum anderen, vor allem nach dem 2:3 mussten wir nochmal zittern. Das Momentum war aber unabhängig vom vierten Tor auf unserer Seite."
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