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04.10.2026
1:2 – HSV-Frauen verlieren beim VfL Wolfsburg
Die Hamburgerinnen müssen sich am 7. Spieltag der Frauen-Bundesliga den Wölfinnen geschlagen geben. Für den HSV traf Camilla Linberg in der 47. Minute. Ella Peddemors und Anny Kerim-Lindland waren die VfL-Torschützinnen.
Nach dem DFB-Pokal-Wochenende, an dem sich die Rothosen mit einem 2:1-Sieg gegen Zweitligist SV Meppen den Einzug ins Achtelfinale gesichert hatten, ging es für das Team von Trainer Rodolfo Cardoso am 7. Spieltag der Frauen-Bundesliga zum Topclub nach Wolfsburg. Im Vergleich zum 5:1-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg veränderte Cardoso seine Startformation auf zwei Positionen: Jaqueline Dönges rückte nach ihrer starken Leistung im Pokal für Jonna Wrede in die erste Elf. Zudem startete Jule Baum anstelle von Kinga Szemik, die kurzfristig aufgrund muskulärer Probleme ausfiel.
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In den Anfangsminuten bot sich den rund 300 mitgereisten HSV-Fans das erwartete Bild: Die Wolfsburgerinnen dominierten das Spielgeschehen, doch die Rothosen agierten defensiv konzentriert und ließen die Gastgeberinnen nur selten zu Abschlüssen kommen. Erste Annäherungen von Cora Zicai und Katharina Piljic konnte Baum im Hamburger Tor entschärfen. Die Rothosen bemühten sich derweil, spielerische Lösungen im Spiel nach vorn zu finden, konnten in der Anfangsviertelstunde jedoch noch keine klare Torchance herausspielen. Die Wölfinnen versuchten es indes durch Camilla Küver aus der Distanz, ihr Schuss ging jedoch knapp am Hamburger Tor vorbei.
In der 24. Minute wurde es dann erstmals auch im Strafraum von VfL-Keeperin Stine Johannes gefährlich: Kapitänin Pauline Machtens setzte sich gegen gleich mehrere Wolfsburger Verteidigerinnen durch und brachte den Ball scharf in den Fünfmeterraum. Ihre Hereingabe fand jedoch keine Abnehmerin. Auf der Gegenseite war es erneut Küver, die Baum bei ihrem Bundesliga-Debüt auf die Probe stellte. Der Kopfball der 1,84 Meter großen Verteidigerin war allerdings nicht platziert genug, sodass Baum den Ball sicher abfangen konnte. Nur wenige Minuten später hatten die Rothosen Glück: Nach einem Gewusel im Strafraum kam Janina Minge aus der zweiten Reihe zum Abschluss. Ihr Schuss klatschte jedoch an den Außenpfosten. Auch die HSVerinnen kamen vor der Pause zu einer guten Gelegenheit. Nach einem Freistoß von Camilla Küver flog die Hereingabe gefährlich an den zweiten Pfosten, Schiedsrichterin Nadine Westerhoff pfiff die Situation jedoch zurück.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff ging dann noch einmal ein Raunen durch das AOK Stadion: Zicais Abschluss wurde von der Hamburger Defensive abgefälscht und prallte anschließend an den Pfosten. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte fiel dann aber doch noch die Führung für die Wolfsburgerinnen: Erneut war es Zicai, die den Ball in die Mitte des Strafraums flankte. Dort köpfte Magou Doucoure den Ball weiter zu Ella Peddemors, die die Kugel entgegen der Laufrichtung von Jule Baum ins Tor beförderte. Die HSVerinnen reklamierten auf Handspiel, doch Schiedsrichterin Westerhoff entschied auf Tor für die Wölfinnen. So ging es für die Rothosen mit einem knappen Rückstand in die Kabine.
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Und die HSVerinnen starteten hellwach in den zweiten Durchgang: Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff war es Linberg, die sich auf dem Flügel durchsetzte und in den Strafraum hineinzog. Ihr Abschluss aus spitzem Winkel ging durch die Beine von Johannes – das schnelle 1:1! Und die Wölfinnen waren sichtlich überrascht vom Ausgleich. Nur wenige Minuten später erneut Unruhe im Strafraum des VfL: Paulina Bartz eroberte den Ball von Lieske Carleer und lupfte ihn über die Torhüterin hinweg in Richtung Tor. Küver kann gerade noch auf der Linie klären – Glück für die Wolfsburgerinnen, auch weil Bartz beim Abschluss noch entscheidend von Carleer gehalten wird. Kurz darauf trat Bartz auch in der Defensive in Erscheinung: Nach einer Ecke des VfL kam Carleer zum Kopfball, doch Bartz konnte ebenfalls auf der Linie klären.
Es folgten bitterere Moment für die Rothosen: Nach einem Zusammenprall an der Grundlinie musste zunächst die eingewechselte Lotta Wrede nach 13 Minuten den Platz verletzungsbedingt in der 71. Minute wieder verlassen. Für sie kam Jonna Wrede in die Partie. Dann gingen die Wolfsburgerinnen in der Schlussphase wieder in Führung. Bussy zog links in den Strafraum und legte quer auf Kerim-Lindland quer, die aus kurzer Distanz zum 1:2 aus HSV-Sicht traf. Beinahe hätten die HSV-Frauen kurz vor noch den Ausgleich erzielt. Nach einem Freistoß von Stoldt in der zweiten Minute der Nachspielzeit kam Mirzaliyeva im Strafraum zum Kopfball, der in den Armen von Johannes landete. So endete das Auswärtsspiel in Wolfsburg mit einer Niederlage für den HSV.
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