
24.08.2026
3:0 in Verl – HSV zieht souverän in die zweite Pokalrunde ein
Beim Drittligisten aus Ostwestfalen brachte Grönbaek die Rothosen mit einem Doppelpack auf die Siegerstraße, ehe Lemke zum jüngsten Torschützen der Vereinsgeschichte avancierte.
Der Hamburger SV hat am Montagabend (24. August) sein erstes Pflichtspiel in der neuen Saison 2026/27 gewonnen. In der 1. Runde des DFB-Pokals setzten sich die Rothosen beim SC Verl mit 3:0 (1:0) durch. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase sorgte Grönbaek mit einem Doppelpack in der 41. 46. Minute für die Hamburger Führung, ehe Lemke (50.) den dritten Treffer nachlegte und zum jüngsten Torschützen der Vereinsgeschichte avancierte.

Erst ein später Führungstreffer ...
Mit dem Erstrundenspiel im DFB-Pokal beim SC Verl startete der Hamburger SV offiziell in die neue Saison 2026/27. Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase übernahmen die Hausherren zunehmend die Initiative und sorgten erstmals für Gefahr vor dem Hamburger Tor. Waidner setzte sich auf der rechten Seite durch und legte den Ball in die Mitte, wo die HSV-Defensive zunächst klären konnte. Clausen nahm die abgewehrte Kugel an der Strafraumkante direkt und verfehlte den rechten Pfosten nur knapp (13.).
Kurz darauf war HSV-Torhüter Tangvik erstmals gefordert. Nach einem weiten Einwurf von Kijewski stieg Heike zum Kopfball hoch, konnte diesem jedoch nicht genügend Druck verleihen und Tangvik nahm den Ball sicher auf. Wenig später musste der Hamburger Schlussmann erneut eingreifen: Leipold setzte sich zentral durch und zog aus rund 20 Metern ab, der Norweger tauchte ab und parierte sicher (15.).
Auch in der Folge blieb Verl die aktivere Mannschaft und setzte den HSV immer wieder unter Druck. Die erste gefährliche Aktion der Rothosen ließ bis zur 39. Minute auf sich warten. Grönbaek dribbelte in den Strafraum und steckte den Ball auf Adeline durch, der aus kurzer Distanz an Verls Keeper Schlieck scheiterte. Nun nahm der HSV zunehmend Fahrt auf – und schlug wenig später eiskalt zu. Vogler legte sich den Ball im Aufbauspiel zu weit vor, Grönbaek war zur Stelle, eroberte das runde Leder und tauchte nach Kombination mit Daka frei vor Schlieck auf, den er aus kürzester Distanz souverän überwand – 1:0 für die Rothosen. Mit der Führung im Rücken ging es wenig später für sie in die Halbzeitpause.

... und dann ein souveräner Sieg
Ohne personelle Veränderungen gingen beide Teams in die zweite Hälfte – und der HSV erwischte einen Traumstart. Grönbaek nahm auf der linken Seite Fahrt auf, ließ Eze mit einem Tunnler stehen und zog anschließend ab. Die Kugel schlug unhaltbar unten links zum 2:0 ein (46.).
Nur wenige Minuten später legte der HSV noch einmal nach. Remberg setzte im Gegenpressing energisch nach, eroberte den Ball und steckte ihn auf Höhe des Sechzehners auf Lemke durch. Der Youngster blieb vor dem Tor cool und schloss ins lange Eck ab. Schlieck war zwar noch mit den Fingerspitzen an der Kugel, konnte den dritten Hamburger Treffer aber nicht verhindern (50.). Mit gerade einmal 16 Jahren, zehn Monaten und 17 Tagen avancierte Lemke damit zum jüngsten Torschützen in der HSV-Geschichte.
Nach den beiden Treffern wurde es auf dem Platz ruhiger. Der HSV zog sich zunehmend zurück und agierte kompakt und abwartend, während Verl den Ball laufen ließ und nach einer Lücke in der Hamburger Defensive suchte. Doch gegen die mittlerweile gut gestaffelte Abwehr der Rothosen fand der Gastgeber kaum ein Durchkommen mehr.
In der Schlussphase kamen die Rothosen noch einmal gefährlich vor das Verler Tor: In der 82. Minute war es Philippe, der sich auf halblinker Position durchsetzte und zum Abschluss kam, jedoch erfolglos blieb. Wenig später versuchte auch Stange sein Glück: Nachdem ihn Adeline auf der linken Seite gut in Szene setzte, scheiterte er aus spitzem Winkel an Schlieck (88.). Dann feierte der 18-jährige Bissi-Mouelle sein Pflichtspieldebüt für den HSV, als er für Adeline eingewechselt wurde.
In der Nachspielzeit wurde es noch einmal vor dem HS-Tor gefährlich, weil Farouk einen Freistoß aus halblinker Position und knapp am linken Eck vorbeisetzte. Wenig später musste Tangvik noch einmal sein Können zeigen: Clausen zog aus der Distanz ab und visierte das linke Eck an, doch der Norweger machte sich lang und lenkte den Ball sicher ab.
Kurz darauf war Schluss. Mit einem souveränen 3:0-Sieg beim SC Verl zogen die Rothosen in die zweite Runde des DFB-Pokals ein, die am 5. September ausgelost wird. Für den HSV geht es als Nächstes am kommenden Sonnabend (29. August) um 18.30 Uhr in der Bundesliga mit dem Gastspiel bei Borussia Dortmund los.
Das Spiel im Stenogramm:
SC Verl: Schlieck – Berner (62. Lehmann), Vogler, Seidel (69. Araoye), Kijewski – Waidner, Eze (62. Otto), Yalcinkaya (62. Foti), Clausen, Leipold – Heike (32. Farouk)
Hamburger SV: Tangvik – Capaldo (75. Philippe), Bornauw, Nandja – Jatta, Sambi Lokonga (60. Nadir), Remberg, Lemke (75. Poulsen), Adeline (88. Bissi-Mouelle), Grönbaek (60. Stange) – Daka
Tore: 0:1 Grönbaek (41.), 0:2 Grönbaek (46.), 0:3 Lemke (50.)
Schiedsrichter: Lars Ebert (Gerlingen)
Gelbe Karten: Clausen / Grönbaek
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