
Trainingslager
04.08.26
„Ich habe hart gearbeitet, um noch einmal zurückzukommen“
Miro Muheim nahm mit der Schweiz an der WM teil und trotzte dort einigen Widrigkeiten. Bei seiner Rückkehr zum HSV spricht er über diese Erfahrung und die neue Saison.
Genau 80 Tage liegen zwischen Miro Muheims letztem HSV-Arbeitstag vor dem Beginn der Sommerpause und dem ersten nach seiner Rückkehr. Nach dem 1:1-Unentschieden in Leverkusen zum Saisonabschluss reiste der Linksverteidiger mit der Schweizer Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft und schaffte mit dem Einzug ins Viertelfinale Historisches – nie erzielten die Eidgenossen ein besseres Ergebnis bei einer WM.
Der 28-jährige Muheim kam in drei WM-Spielen zum Einsatz, erzielte im Auftaktspiel allerdings ein Eigentor und fiel aufgrund einer Wadenverletzung zwischenzeitlich aus. Seit Montag (3. August) ist der gebürtige Zürcher zurück beim HSV und hat nach seiner ersten Trainingseinheit im Trainingslager in Herzogenaurach zu den Medien gesprochen. Im Detail sprach er über …
… seine WM-Teilnahme: Es war ein Riesenerlebnis. Es ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Das ganze Drum und Dran sowie das Trainingsgelände waren sehr beeindruckend. Es war eine coole Zeit – auch mit der ganzen Mannschaft. Es war ein Mega-Moment, die Emotionen nach dem Elfmeterschießen gegen Kolumbien zu spüren, und zu wissen, dass wir mit dem Einzug ins Viertelfinale Historisches für die Schweiz geschafft haben. Danach war auch das Spiel gegen Argentinien emotional. Bis zur Roten Karte waren wir die überlegene Mannschaft. Am Ende waren wir sehr gebrochen, weil wir das Gefühl hatten, dass mehr drin gewesen wäre. Trotzdem war es eine schöne Reise.
… den Empfang in der Schweiz: Als wir zurückgekommen sind, hat man gemerkt, wie stolz die Leute auf uns sind. Der Empfang war richtig schön. Es waren unglaublich viele Leute, die uns herzlich empfangen haben.
… den Umgang mit seinem Eigentor im Auftaktspiel: Ich habe in meiner Karriere schon ein paar Rückschläge erlebt, von denen ich immer wieder zurückgekommen bin. Diese Erfahrung hat mir geholfen. Außerdem haben mir Leute von der Mannschaft, aus meiner Familie und aus meinem Freundeskreis Mut zugesprochen. Mein Vater war vor Ort. Ich habe versucht, positiv zu bleiben, obwohl es nach dem Spiel schwer war. Dazu kam noch die Verletzung. Ich habe wirklich hart gearbeitet, um noch einmal zurückzukommen. Es wäre das Härteste gewesen, wenn ich nicht noch einmal hätte spielen können. Deshalb war es ein guter Abschluss, dass ich noch einmal Minuten bekommen habe und es für mich selbst wiedergutmachen konnte.
… seine Rückkehr zur HSV-Mannschaft: Ich freue mich sehr auf die neue Saison! Ich versuche, die Energie von der WM mitzunehmen. Noch hatte ich nicht allzu viel Zeit, die Neuen kennenzulernen, aber ich werde in den nächsten Tagen sicherlich Zeit haben, mit ihnen zu sprechen. Sie wirken offen und sind bestimmt gute Jungs.
… Louis Lemke: Ich habe gehört, dass es Louis in der Vorbereitung bislang sehr gut macht. Das freut mich sehr für ihn. Als er in der letzten Saison bei uns bei den Profis war, habe ich mit ihm geredet und versucht, ihm zu helfen. Er ist immer offen für Tipps und kann gut zuhören. Er lernt sehr viel und sehr schnell. Er ist ein guter, lieber Junge. Ich werde weiter versuchen, ihm zu helfen.
