
Historie
17.07.26
Jürgen Groh: „The normal one“ wird 70!
Er war nie der Lauteste, aber einer der Verlässlichsten: Der HSV gratuliert seinem ehemaligen Mittelfeldmotor Jürgen „Joschi“ Groh zum 70. Geburtstag.
Wenn es um die großen Momente der HSV-Geschichte geht, rückte sich Jürgen „Joschi“ Groh nie selbst ins Rampenlicht. Dass er es war, der im Europapokalfinale 1983 den Pass auf Felix Magath spielte, der anschließend den bedeutendsten Treffer der HSV-Historie erzielte, erwähnte er nie von sich aus. Es hätte auch nicht zu ihm gepasst.
Der Mittelfeldspieler war von 1980 bis 1985 einer der großen Arbeiter im Team der Rothosen. In 207 Pflichtspielen, nahezu alle über die volle Distanz, erzielte er zwar nur fünf Tore – doch seine eigentliche Stärke lag darin, unermüdlich für die Mannschaft zu arbeiten. Mit tief heruntergerollten Stutzen, meist ohne Schienbeinschoner und mit vollem Einsatz schloss er Lücken, gewann Zweikämpfe und stellte sich 90 Minuten lang kompromisslos in den Dienst des Teams.

Als zweifacher Deutscher Meister (1982 und 1983) und Gewinner des Europapokals der Landesmeister (1983) gehörte Groh zu den wichtigen, wenn auch weniger öffentlich wahrgenommenen Gesichtern einer der erfolgreichsten HSV-Mannschaften der Vereinsgeschichte. Dennoch war es selbstredend, dass der gebürtige Heppenheimer im Jahr 2018 als eine von mittlerweile 55 HSV-Legenden auf dem „Walk of Fame“ am Uwe-Seeler-Fuß aufgenommen wurde.
Auch nach seiner Karriere blieb er seinem Naturell treu. Dem Fußball war er lediglich als Freund seines Heimatvereins in Rheinland-Pfalz verbunden, beruflich kehrte er zu seinen Wurzeln zurück und arbeitete wieder bei der Deutschen Post – so wie schon vor seiner Profikarriere. Ehrlich, fleißig, bescheiden und immer ganz der Arbeiter: Jürgen „Joschi“ Groh ist bis heute „The normal one“ geblieben.
Der HSV gratuliert Jürgen Groh herzlich zum 70. Geburtstag und wünscht ihm für das neue Lebensjahr Gesundheit, Glück und alles Gute.
