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05.10.2026
Kämpferische Leistung und Debütantin im Tor: So verlief das Nordduell
Gut gekämpft, am Ende aber leider nicht belohnt: So lässt sich die gestrige Partie der Rothosen kurz zusammenfassen. Trotz der knappen 1:2-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg überwog bei den HSVerinnen neben der Enttäuschung über das Ergebnis aber auch der Stolz auf eine kämpferisch starke Leistung.
Aus dem Auftritt gegen den Champions-League-Aspiranten können die Hamburgerinnen zahlreiche positive Erkenntnisse für die kommenden Aufgaben mitnehmen.
49 Prozent gewonnene Zweikämpfe unterstreichen, wie leidenschaftlich die Rothosen gegen die Wölfinnen dagegenhielten. Eine der prägenden Akteurinnen war dabei Bundesliga-Debütantin Jule Baum. Die 26-Jährige feierte ihren ersten Einsatz in der Google Pixel Frauen-Bundesliga und wusste dabei direkt zu überzeugen: Mit sieben Paraden hielt sie ihre Mannschaft bis in die Schlussphase im Spiel.
„Ich bin natürlich noch ein bisschen enttäuscht über das Ergebnis, aber gleichzeitig brutal stolz auf die Mannschaft. Was sie heute alles reingeworfen hat, war unglaublich“, resümierte Baum nach ihrem Premieren-Einsatz.
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Dass Baum überhaupt zu ihrem Bundesliga-Debüt kam, entschied sich erst kurz vor Anpfiff. Torhüterin Kinga Szemik musste aufgrund muskulärer Probleme bereits im Warm-up passen, sodass Baum kurzfristig in die Startelf rückte. „Ich bin ins kalte Wasser geworfen worden, aber es war ein mega cooler Moment für mich. Es war ein sehr gutes Spiel und hat Spaß gemacht mit den Mädels zusammen auf dem Platz zu stehen.“
Rund um die Halbzeitpause erlebte Baum turbulente Minuten. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte gingen die Wölfinnen durch einen umstrittenen Treffer von Ella Peddemors in Führung. Die Antwort der Rothosen ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff erzielte Camilla Linberg den Ausgleich.
In der Folge verteidigten die Hamburgerinnen ihr Tor mit viel Leidenschaft und hielten den VfL lange in Schach. Drei verletzungsbedingte Wechsel in der zweiten Halbzeit sorgten jedoch zusätzlich für Belastungen. Am Ende fehlte den Rothosen das nötige Quäntchen Spielglück: Einen ihrer zahlreichen Tempo-Vorstöße nutzten die Wölfinnen über Bussy und Kerim-Lindland in der 80. Spielminute zur erneuten Führung – und damit zum entscheidenden Treffer des Tages.
Trotz der Niederlage applaudierten die rund 300 mitgereisten HSV-Fans nach Schlusspfiff und honorierten die kämpferische Leistung ihres Teams. Für die Cardoso-Elf geht es nun in die Länderspielpause, ehe die Rothosen am 17. Oktober erneut auswärts gefordert sind. Dann geht es gegen den 1. FC Köln.
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