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23.07.26

#KickHate: Gemeinsam gegen Hass im Netz

Der Hamburger SV startet zusammen mit KickIn!, Arminia Bielefeld und Schalke 04 ein bundesweit einzigartiges Modellprojekt für mehr digitale Zivilcourage im Fußball: #KickHate.  

Fußball, Vereinsleben und Fankultur finden längst nicht mehr nur rund um das Stadion herum statt: Im digitalen Raum - vor allem in den sozialen Medien - wird von Fußballbegeisterten aus allen Teilen der Gesellschaft mitgefiebert und leidenschaftlich diskutiert. Allein die Vereine der Bundesliga kommen zusammen auf über 227 Millionen Follower in sozialen Netzwerken. 

Doch diese Reichweite hat eine Kehrseite: Auch im Fußball-Netz wird Hass und Diskriminierung zu einem immer größeren Problem. Allein in der Gruppenphase der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 wurden laut FIFA-eigenem Monitoring bereits 181.000 Hass-Kommentare identifiziert und gelöscht. Die Tendenz ist seit Jahren steigend. Und damit auch die Dringlichkeit zu handeln. 

„Die gesellschaftliche Kraft des Fußballs endet nicht am Stadiontor. Millionen Menschen erleben Fußball auch digital und genau dort wollen wir Verantwortung übernehmen. Mit #KickHate setzen wir uns gemeinsam für einen respektvollen Umgang und gegen Hass im Netz ein“, betont Cornelius Göbel, Direktor Fans, Kultur und Nachhaltigkeit beim HSV. 

Leuchtturmprojekt mit starken Partnern 

KickIn! ist eine deutschlandweit einmalige Beratungsstelle für Inklusion und Vielfalt im Fußball. Gemeinsam mit der Organisation, Arminia Bielefeld und Schalke 04, den Mitgliedern und Fans der Clubs sowie einem breiten Netzwerk aus Fußball- und Fachexperten, entwickelt der Hamburger SV einen ganzheitlichen Ansatz gegen Hass und Diskriminierung im Netz. Das Projektvorhaben wird von der Bundeszentrale für politische Bildung und der Deutschen Postcode Lotterie gefördert und von der Bundesliga unterstützt.

Dafür setzt #KickHate auf drei zentrale Säulen: 

1. Bestärkung & Aktivierung

Zusammen mit Lernort Stadion sensibilisiert das Projekt für Hass und Diskriminierung im Netz und befähigt Menschen, aktiv Haltung zu zeigen – für andere und für sich selbst. Ziel ist ein digitaler (Fußball-)Raum, in dem alle sicher teilhaben können. 

2. Community Management stärken

Als wichtige soziale Ankerpunkte werden gemeinsam mit KickIn! Wege zum souveränen Umgang mit Hass und Diskriminierung auf den digitalen Kanälen entwickelt. Ziel ist es, auch Betroffene in der „digitalen Kurve” zu schützen und auch dort klare Werte und Grenzen zu etablieren und durchzusetzen.

3. Aufklärung betreiben

Hass und Diskriminierung im Netz müssen Folgen haben. Gemeinsam mit STOP HATE werden Gesprächsangebote für Menschen geschaffen, die Hass verbreiten, und eröffnen Räume für Reflexion, Veränderung und Ausstiegswege aus Online-Radikalisierung. 

Digitale Innovation trifft Zivilcourage 

#KickHate setzt auch auf innovative Werkzeuge für den praktischen Umgang mit Ausgrenzung im Netz. Mithilfe des Kooperationspartners PENEMUE wurden im Rahmen von #KickHate digitale Werkzeuge für mehr Handlungsfähigkeit im Umgang mit Hass im Netz entwickelt. Herzstück ist ein kostenfrei nutzbares, KI-gestütztes Tool, das Hasskommentare im Fußball und Sport und darüber hinaus erkennt und unmittelbar konkrete Handlungsempfehlungen für den Umgang damit gibt. Ergänzt wird es durch eine interaktive digitale Lernplattform, die Fans, Vereinen und weiteren Akteuren im Fußball praxisnahes Wissen, Orientierung und niedrigschwellige Unterstützungsangebote vermittelt. #KickHate stärkt digitale Zivilcourage, indem es Menschen dabei unterstützt, aktiv für eine respektvolle und teilhabeorientierte Fankultur einzustehen.