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14.09.2026
Mit Vuskovic-Comeback: So startet der HSV in die Köln-Woche
Aufarbeiten, zusammenstehen, weitermachen: Vor dem Heimspiel gegen Köln beginnt für die Rothosen eine wichtige Trainingswoche. Dabei wartet am Dienstag mit Mario Vuskovics Rückkehr ins Mannschaftstraining ein besonderer Moment. Aus organisatorischen Gründen findet die öffentliche Einheit im Volksparkstadion statt.
Der Hamburger SV wurde am gestrigen Sonntag (13. September) zum zweiten Mal in Folge unsanft auf die Bretter geschickt – nach dem 0:5 gegen Mainz stand auch ein 0:5 beim Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig. „Das ist ein Statement“, musste Sportdirektor Claus Costa im Anschluss an die Partie einräumen und ordnete zugleich sachlich ein: „Es klingt absurd, wenn du zweimal in Folge mit 0:5 verlierst, aber von den Abläufen und der Herangehensweise war das heute ein anderes Spiel.“ In der Tat hatte sich der HSV anders als gegen Mainz über relativ weite Teile des Spiels auf Augenhöhe bewegt und klar verbessert gezeigt. Doch nicht nur in der ersten Hälfte, als Leipzig seine beiden Großchancen effizient nutzte, sondern auch im zweiten Durchgang, als der Vorjahresdritte binnen Minuten gleich dreimal zuschlug, verloren die Rothosen den Faden. „In den entscheidenden Momenten war es viel zu einfach, gegen uns Tore zu schießen“, erklärte Costa und machte hierfür neben individuellen Fehlern vor allem gruppen- und mannschaftstaktische Themen verantwortlich. „Wir müssen wieder mehr in die Basics und in die Prinzipien kommen, um wieder eine defensive Stabilität herzustellen“, so der Ex-Profi, der volles Vertrauen ins Trainerteam zeigt: „Ich nehme das Trainerteam sehr fokussiert, analytisch und rational wahr. Sie sind im Inhalt und das wird in der nächsten Woche wieder im Vordergrund stehen. Wir stehen in den vergangenen anderthalb Jahren in dieser Konstellation nicht für Aktionismus, Kurzschluss und Alibiaktionen. Niemand muss denken, dass wir in dieser Woche etwas Außergewöhnliches machen. Die Dinge werden klar und schonungslos angesprochen, denn wir müssen Schritte machen. Es hilft vor allem viel Detailarbeit.“
Cheftrainer Merlin Polzin schlug nach der Partie in seiner Analyse auf dem Pressekonferenzpodium ähnliche Töne an: „Es ist wichtig, dass wir die Art und Weise, wie wir das Spiel aufarbeiten wollen, herausstellen. Entweder siehst du das Endergebnis und sagst, dass es ähnlich beschissen war wie letzte Woche. Auf der anderen Seite steht, dass ich heute eine Mannschaft gesehen habe, die von Anfang an versucht hat, Dinge deutlich besser zu machen als letzte Woche.“ Der gebürtige Hamburger, der in seiner anderthalbjährigen Amtszeit als Cheftrainer in angespannten Situationen mit seinem Trainerteam immer wieder die richtigen Antworten fand, betont: „Die inhaltliche Betrachtungsweise ist das Einzige, was unserem Prozess helfen wird. Du kommst aus diesen Phasen nur heraus, wenn du zusammenstehst und Verantwortung übernimmst und nicht versuchst, die Schuld beim Nebenmann zu suchen.“
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Nach vier Jahren: Vuskovic kehrt zurück
Zusammenstehen – das hat den HSV in seiner jüngsten Vergangenheit ausgezeichnet. Und dieses Zusammenstehen steht am morgigen Dienstag zum Start in die Trainingswoche vor dem Heimspiel am Sonnabend gegen den 1. FC Köln gleich doppelt im Fokus. Nach seiner vierjährigen Dopingsperre steht Teil 1 des langersehnten Comebacks von Publikumsliebling Mario Vuskovic an: Der Innenverteidiger darf erstmals wieder am Mannschaftstraining teilnehmen. Der Club rechnet aufgrund dessen mit einem erhöhten Besucherinteresse und hat die auf 15 Uhr angesetzte öffentliche Trainingseinheit aus organisatorischen Gründen ins Volksparkstadion gelegt. Die Nordtribüne wird für Fans geöffnet sein, ab 14.30 Uhr beginnt der Einlass. Die Parkplätze Weiß und Rot stehen zur Verfügung. „Wir versuchen, Mario am Dienstag einen wertschätzenden Moment zu geben“, erklärte Polzin in der Vorwoche mit Blick auf die Trainingsrückkehr des 24-jährigen Kroaten, der ab dem 15. November wieder spielberechtigt ist – sowohl für Pflicht- als auch für Testspiele. „Gleichzeitig geht es auch darum, das alles nicht zu sehr in den Mittelpunkt zu stellen – denn so ist Mario auch als Typ nicht. Er freut sich einfach extrem darauf, wenn er wieder in der Kabine sein darf und dort sowie auf dem Platz im Kreis der Mannschaft wieder Spaß hat.“
Seinen Spind in jener Mannschaftskabine wird Vuskovic dort bekommen, wo in der Vorsaison sein um fünf Jahre jüngerer Bruder Luka Platz nahm. Jener begeisterte in der Bundesliga-Saison 2025/26 als Leihspieler in den Reihen der Rothosen und verabschiedete sich mit den Worten, dass in der nächsten Saison ein anderer Vuskovic zurückkehre. Auf diese Rückkehr fiebern nicht nur die HSV-Fans und seine Mitspieler, sondern auch die Familie Vuskovic selbst hin, deren engster Kreis am Dienstag vor Ort sein wird. „Vom Mentalen her ist das, was er und die ganze Familie Vuskovic erlebt haben, etwas, was man keinem wünscht und selbst nicht erleben will. Es spricht für die HSV-Familie, wie hier in den vergangenen Jahren zusammengehalten wurde. Das war herausragend“, betont Polzin, der es innerhalb der Mannschaft als seine Aufgabe sieht, den Spielern, die noch nicht mit Mario zusammengespielt haben, das ganze Thema greifbar zu machen. Es kann ein Baustein sein, um sich neben der fußballerischen Detailarbeit zwischen den Partien in Leipzig und Köln neue Energie zu holen. Und Vuskovic selbst? Der wird nach vier langen Jahren vor einem surrealen Moment stehen. „Er macht einen guten Eindruck, kann es kaum erwarten. Er wird schon brennen, wir müssen ihn wahrscheinlich eher etwas bremsen“, sagt Polzin. Und auch das wird man zusammen hinbekommen – NUR DER HSV!
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