
02.09.2026
Neue Qualität, gleicher Weg
Nach dem abgeschlossenen Transferfenster unterstreicht HSV-Cheftrainer Merlin Polzin den eingeschlagenen Weg der Rothosen und macht deutlich, dass trotz namhafter Verstärkungen weiterhin Demut, harte Arbeit und gemeinschaftliches Denken im Mittelpunkt stehen.
Gleich drei Zugänge durfte HSV-Cheftrainer Merlin Polzin am gestrigen Deadline Day (1. September) im Volkspark begrüßen. Mit Rückkehrer Fabio Vieira und Rechtsverteidiger Zakaria El Ouahdi standen zwei von ihnen zum Start in die Trainingswoche vor dem ersten Heimspiel der Bundesliga-Saison gegen Mainz 05 (Sonntag, ab 15.15 Uhr live im HSVnetradio) bereits auf dem Trainingsplatz. Am heutigen Mittwochvormittag (2. September) folgte mit David Möller Wolfe der dritte Neue auf dem Grün. Insgesamt hat der HSV sein Team um zehn Spieler verstärkt, die festen Verpflichtungen von Albert Grönbaek und Vieira, die bereits in der Vorsaison die Raute auf der Brust getragen haben, inbegriffen. Polzin zieht entsprechend ein positives Fazit zum Transferfenster, richtet lobende Worte an Sportdirektor Claus Costa: „Er und sein Team haben einen fantastischen Job gemacht. Claus bringt nicht nur viel Qualität ein, sondern agiert mit einer besonderen Weitsicht und Beharrlichkeit. Er ist immer wieder drangeblieben und ihm ist es immer wieder gelungen, die Spieler für den HSV zu begeistern und den Kader so weiterzuentwickeln. Das war wirklich herausragend. Dass wir im zweiten Bundesliga-Jahr überhaupt über solche Spieler sprechen, daran hat er gemeinsam mit Eric und Kathleen sowie allen Jungs und Mädels auf der Geschäftsstelle einen unfassbaren Anteil.“

Polzin: „Das ist kein Freifahrtsschein“
Headcoach Polzin steht nun vor der Aufgabe, die späten Neuzugänge best- und schnellstmöglich im Spielbetrieb zu integrieren. Der gebürtige Hamburger und sein Trainerteam meisterten diese Challenge bereits in der Vorsaison mit Bravour, als in Luka Vuskovic, Albert Sambi Lokonga und Fabio Vieira drei Leistungsträger spät zur Mannschaft stießen. „Wir sind wieder eine Art neue Mannschaft. Es wird wieder Zeit benötigen, eine Verbindung zueinander aufzubauen und ein gemeinschaftliches Denken zu entwickeln“, betont Polzin. „Wir sind voll im Prozess. Es ist unsere Aufgabe, mit Abschluss des Transferfensters dafür zu sorgen, dass das schnellstmöglich gelingt und wir die Jungs, die zweifellos eine sehr hohe Qualität haben in ein Teamgefüge zu bringen.“
Welche Prinzipien und Leitlinien in diesem Team bestehen, das haben die Trainer der Rothosen gemeinsam mit der Mannschaft bereits in der mehr als sechswöchigen Vorbereitung erarbeitet und festgezurrt, vor allem die Intensität über 90 Spielminuten und in sämtlichen Spielphasen stand dabei im Fokus. Sind die Hamburger in der 1. Runde des DFB-Pokals mit einem 3:0-Erfolg beim SC Verl souverän in die Saison gestartet, zeigte das Team beim Bundesliga-Auftakt in Dortmund ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Hälften und Gesichtern. Nun folgt das erste Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05, der seines Zeichens mit einem 0:0 gegen Paderborn in die neue Bundesliga-Saison gestartet ist.
Eines ist trotz der jüngsten Verstärkungen auf der Zugangsseite mit dem teaminternen Topscorer der Vorsaison und zwei Nationalspielern aus Polzins Perspektive sicher: „Das ist kein Freifahrtsschein für die Bundesliga. Wir werden absolut nicht von unserem Weg abkommen. Wir haben mit dem Aufstieg davon gesprochen, dass wir demütig sein und einen anderen HSV repräsentieren wollen. Was wir auf keinen Fall machen werden, ist, davon zu sprechen, dass sich unsere Ziele verändern und wir leichtgläubig durch die Bundesliga marschieren. Die anderen Teams haben sich auch verstärkt. Wenn wir jetzt am Wochenende auf Mainz treffen, dann stehen auf der anderen Seite auch unglaublich gute Spieler, mit denen wir uns messen.“
Um hierbei die nötigen Punkte zu sammeln und im Idealfall am Sonntag mit den neuen Gesichtern den ersten Saisonsieg zu feiern, bedarf es einer guten Trainingswoche, wie Polzin klarstellt: „Es ist jetzt für die Jungs, uns Trainer und den gesamten Verein nicht der Moment, zu sagen: super, jetzt lehnen wir uns zurück und schauen, wie die Jungs Fußball spielen. Wir sind weiter demütig und haben jetzt den Antrieb, gut zu arbeiten und gute Leistungen zu zeigen.“
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