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17.09.2026
Polzin: „Diese Verbundenheit ist ein gutes Zeichen“
In der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln sprach HSV-Cheftrainer Merlin Polzin über den Umgang mit dem Saisonstart, das Gefühl innerhalb der Mannschaft und die Rückkehr von Mario Vuskovic.
Den Hamburger SV erwartet am 4. Bundesliga-Spieltag ein Heimspiel gegen den 1. FC Köln. Die Rothosen treffen am Sonnabend (ab 15.15 Uhr live im HSVnetradio) auf die Domstädter, die mit vier Punkten in die Saison gestartet sind, während bei den Hamburger noch die Null steht. Am Donnerstagnachmittag blickte HSV-Cheftrainer Merlin Polzin in der Pressekonferenz auf die Partie gegen den FC voraus und sprach dabei im Detail über ...
… das Personal: Die Liste an Jungs, die uns nicht zur Verfügung stehen, ist überschaubar. Sebastiaan Bornauw wird es nicht schaffen. Seine muskulären Probleme sind im Laufe der Woche besser geworden, weshalb er sich bald wieder im Mannschaftstraining befinden wird. Für das Spiel am Wochenende wird es aber nicht funktionieren. Dazu ist Alexander Rössing-Lelesiit im Aufbautraining, er konnte aber wieder Teile des Mannschaftstrainings mitmachen, was nach seiner langen Ausfallzeit erfreulich ist.
… die Einordnung der Niederlage in Leipzig: Wir sind komplett unzufrieden mit der Höhe der Niederlage. Dass wir in sechs Minuten drei Gegentore bekommen, darf einfach nicht vorkommen. Das steht auf der einen Seite. Auf der anderen steht: Wenn du über 70 Minuten in Leipzig so ein Spiel hinlegst und gut in die Spielphasen kommst, war ein deutlich anderes Gesicht zu sehen als in der Vorwoche. Das Mainz-Spiel war desaströs. Aber ich werde nicht zulassen, dass wir die vergangene Woche in Grund und Boden reden. Wir haben viele Dinge gut umgesetzt, die wir uns vorgenommen haben. Wir wollen einen Zahn zulegen. Das wollen wir am Samstag zeigen.
… den kommenden Gegner: Sie haben sich im Sommer noch einmal toll verstärkt. Köln ist eine Mannschaft, die sich über viel Intensität auszeichnet. Wenn der Ball auf die Zielspieler geschlagen wird, gehen sie brutal nach. Es kann unangenehm werden. Wir erwarten viele Bälle, die in die Box fliegen. Gleichzeitig verteidigen sie hinten mutig heraus. Es ist eine passende Aufgabe für uns, weil wir uns wehren müssen. Man würde sofort spüren, wenn man nicht wach oder aktiv ist. Das wird ein Teil unserer Message für Samstag sein.
“Es hat gezeigt, welche Geschlossenheit der HSV hat und welches Bild wir nach außen zeigen wollen.”
… den Umgang mit dem Saisonstart: Wir sind maximal unzufrieden mit den Ergebnissen und welche Leistungen wir teilweise gezeigt haben. Aber es versteckt sich keiner und sucht Ausreden. Wir stehen dafür gerade und stellen uns der Kritik, solange sie sachlich ist. Wir wollen unsere Dinge besser umsetzen. Nach dem Spielschluss in Leipzig und zu Wochenbeginn haben wir im Kreise der Mannschaft sehr wertvolle Gespräche geführt. Es ist Fakt, dass wir eine Mannschaft haben, die in eine Richtung geht und sich keiner herausnimmt. Alle spüren die Verantwortung und haben die Reaktion von den HSV-Fans in Leipzig registriert. Die Spieler sagten sich: Wir haben nicht nur für uns verloren, sondern für alle, die uns unterstützen. Diese Verbundenheit zu spüren, ist für mich als Trainer ein gutes Zeichen. Ich habe die volle Überzeugung, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die nächsten Schritte gehen werden. Es ist meine Aufgabe, den Prozess und nicht das Ergebnis zu sehen.
… das Gefühl innerhalb der Mannschaft: Die Jungs wollen immer ihr Bestes geben. Die Verbundenheit in unserem Verein und innerhalb der Mannschaft ist außergewöhnlich. Jeder fühlt sich schlecht, weil es ihnen nicht egal ist und es für sie kein normaler Job ist. Das ist der Grund, wieso ich mich immer vor sie stellen und die Verantwortung übernehmen werde. Fehler gehören dazu. Es geht darum, was danach passiert. Wenn man sieht, wie die Jungs zusammenkommen und wie ihre Reaktion ist, spürt man, dass die Mannschaft voll da ist. Es geht darum, die Jungs zu unterstützen, sie besser zu machen und immer zusammenzustehen. Wir kommen aus der Situation nur zusammen heraus. Dafür brauchen wir jeden. Es braucht viele Gespräche, Analysen, Spiele und Trainings, um ein blindes Verständnis füreinander zu gewinnen. Das braucht noch Zeit, weswegen es Momente gab, bei denen die Statik in unserem Spiel nicht ganz passend war.
… die Rückkehr von Mario Vuskovic: Für mich war es – wie für alle anderen HSVer auch – ein besonderer Moment. Es war sehr emotional, das sowohl auf dem Platz als auch in der Kabine mitzuerleben. Es hat gezeigt, welche Geschlossenheit der HSV hat und welches Bild wir nach außen zeigen wollen. Mario ist topfit, hat viel gearbeitet und macht einen guten sowie griffigen Eindruck. Natürlich fehlen ihm die Einheiten mit der Mannschaft – im Wettkampf oder in Spielformen. Es wäre zu verfrüht, ein Fazit zu ziehen, aber der erste Eindruck ist positiv. Er ist ein Junge, der schon vor seiner Sperre unfassbar viel Talent hatte. Jetzt ist er in seiner Persönlichkeit noch einmal deutlich reifer geworden. Man merkt, was für ein guter Spieler er ist und welche Persönlichkeit er mitbringt, um die Jungs um sich herum besser zu machen, anzustacheln und zu fordern. Es ist sehr angenehm, ihn wieder bei uns in der Kabine zu haben. Rein sportlich geht es für uns darum, nach und nach die Belastung zu steigern.
Die Pressekonferenz mit Merlin Polzin gibt es in voller Länge hier im Video.
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