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19.09.2026
2:1 – Rothosen erringen Heimsieg gegen den 1. FC Köln
Am 4. Bundesliga-Spieltag besiegt der Hamburger SV den 1. FC Köln. Capaldo (44.) und Poulsen (50.) trafen für die Rothosen. Ache (90.) verkürzte spät.
Der Hamburger SV hat sein Heimspiel gegen den 1. FC Köln am Sonnabend (19. September) mit 2:1 (1:0) gewonnen. Vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion erzielten Capaldo (44.) und der eingewechselte Poulsen (50.) die Treffer für die Rothosen, denen damit am 4. Spieltag nach dem missglückten Start in die neue Bundesliga-Saison mit drei Niederlagen das erste Erfolgserlebnis gelang. Ache (90.) erzielte den späten Anschlusstreffer.
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Capaldo mit dem ersten Saisontor ...
Im Vergleich zur 0:5-Niederlage bei RB Leipzig veränderte Cheftrainer Polzin die Anfangsformation auf drei Positionen: Für Nandja, Daka und Poulsen starteten Omari, Vieira und Moffi. In einer Anfangsphase, die gemächlich begann, hatten die Kölner in der 6. Minute die erste Chance: Maina steckte aus dem rechten Halbraum auf Dallinga durch, der aus spitzem Winkel und wenigen Metern ans rechte Außennetz schoss. In der Folge übernahmen die Gäste gegen bewusst tiefstehende Hamburger mit knapp 65 Prozent Ballbesitz die Spielkontrolle. Lochoshvili stieg nach einer Ecke von Maina im Strafraum hoch, doch Torunarigha klärte den Ball ins Toraus (20.). Nur wenige Zeigerumdrehungen später folgte die nächste gefährliche Aktion der Domstädter: Moore brachte sich links vor dem Hamburger Strafraum in Position und schlenzte den Ball in Richtung rechtes Toreck, Heuer Fernandes reagierte schnell und lenkte das Leder am Pfosten vorbei (26.).
Anschließend brachte ein Freistoß nach einem Foul von Krauß an Grönbaek den ersten Torschuss für die Rothosen: Aus mehr als 25 Metern hielt Vieira direkt drauf, doch Keeper Schwäbe war unten links zur Stelle (33.). Drei Minuten später war es erneut Vieira, dem diesmal in der zweiten Reihe der Ball vor die Füße fiel. Der Portugiese schloss mit links ab, doch das Spielgerät wurde abgefälscht und war erneut leichte Beute für Schwäbe. Die Partie nahm nun an Fahrt auf und auf der Gegenseite rückte Heuer Fernandes in den Fokus. In der 37. Minute parierte die Nummer 1 der Rothosen zunächst einen Distanzschuss von El Mala, der vor dem Strafraum von links nach innen zog und aus rund 19 Metern per Schlenzer aufs Tor schoss. Wenig später rettete Heuer Fernandes dann mit einem Mega-Reflex, als Dallinga nach einer Flanke von Mensah aus nicht einmal fünf Metern zum Kopfball kam. Der rechte Arm von „Ferro“ schnellte nach oben, Einschlag verhindert (38.). Unmittelbar vor dem Pausenpfiff holten die Rothosen durch Möller Wolfe eine Ecke heraus. Zuvor hatte Sambi Lokonga einen herrlichen Steckpass auf den Norweger gespielt. Grönbaek brachte den ruhenden Ball von der linken Seite in den Strafraum, wo Capaldo ungedeckt zum Kopfball kam und souverän einnickte – die viel umjubelte 1:0-Führung für die Rothosen (44.). Danach ging es in die Halbzeit.
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... und Joker Poulsen als X-Faktor
Die Hamburger starteten die zweite Hälfte mit einer Änderung: Poulsen kam für Moffi, und der Däne war direkt zur Stelle. Im Zuge eines Konters bediente Grönbaek in der 50. Minute seinen Landsmann von der linken Seite und Poulsen hatte aus kürzester Distanz keine Mühe – 2:0! Kurz zuvor war Grönbaek selbst an Schwäbe gescheitert: Der Torwart hatte seinen Mitspieler Simpson-Pusey im Aufbau angeschossen, der Ball war vor die Füße von Grönbaek geprallt, der im Eins-gegen-eins das Nachsehen hatte.
Mit der 2:0-Führung im Rücken bekam der HSV an beiden Enden des Feldes sichtlich Oberwasser. El Mala kam mit einem Abschluss halblinks im Strafraum ein letztes Mal gefährlich vor das Tor, doch Heuer Fernandes entschärfte den Versuch mit den Beinen (52.), ehe vor allem El Ouahdi den Kölner Shooting-Star immer wieder am Durchbruch hinderte und damit für teils stehende Ovationen im Rund sorgte.
Poulsen tat es dem Außenverteidiger gleich, setzte in der Defensive der Rothosen als erster Verteidiger mit beherzten Tacklings den Ton. Und der HSV wurde gegen zunehmend ins Risiko gehende Kölner im Offensivspiel kombinationssicherer. Grönbaek brachte etwa einen Freistoß in den Strafraum, wo Remberg zu einem wuchtigen Kopfball kam, der am Tor vorbeiging (55.). Der HSV machte weiter: Poulsen tankte sich in den Strafraum und kam aus wenigen Metern zum Abschluss, doch Schwäbe wehrte ab (69.). Anschließend brachte Vieira einen Freistoß aus rund 20 Metern aufs Tor, wieder einmal war Schwäbe zur Stelle, der den Ball über die Latte lenkte (79.). Die Minuten verstrichen und es sah nach einem souveränen Heimsieg für die Rothosen aus, die kurz vor dem Abpfiff über Poulsen zur nächsten Chance kamen: Der Däne wurde von Vieira im Strafraum angespielt, legte sich den Ball zurecht, rutsche aber beim Abschluss weg und schoss rechts daneben (88.). Im Gegenzug verkürzte der FC doch noch: Ache köpfte eine Flanke von Skhiri von der rechten Seite ein (90.). Danach war aber Schluss – und die Hamburger jubelten über die ersten (drei) Punkte in dieser Saison.
Das Spiel im Stenogramm
Hamburger SV: Heuer Fernandes – Capaldo, Torunarigha, Omari – El Ouahdi (77. Lemke), Sambi Lokonga (89. Adeline), Remberg, Möller Wolfe (77. Jatta), Fabio Vieira, Grönbaek (67. Daka) – Moffi (46. Poulsen)
1. FC Köln: Schwäbe – Castro-Montes (68. Johannesson), Simpson-Pusey, Lochoshvili, Mensah (64. Sosa) – Krauß (82. Waldschmidt), Skhiri, Maina (82. Bülter), Moore, S. El Mala – Dallinga (64. Ache)
Tore: 1:0 Capaldo (44.), 2:0 Poulsen (50.), 2:1 Ache (90.)
Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Freiburg)
Gelbe Karten: Grönbaek / Mensah, Johannesson, Skhiri
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