
14.04.2023
Traditionsduell auf dem Betzenberg: der Faktencheck
Erstmals seit dem 31. März 2012 tritt der HSV wieder auf dem Betzenberg an. Der Faktencheck liefert alle interessanten Statistiken zum Traditionsduell.
#1 Die Zweitliga-Rekorde purzeln
Der 6:1-Heimsieg gegen Hannover 96 am vergangenen Sonnabend (8. April) war Balsam für die HSV-Seele – und förderte einige vereinsinterne Zweitliga-Rekorde (seit 2018/19) zu Tage: Erstmals schossen die Rothosen in dieser Spielklasse vier Tore in einer Halbzeit, zudem war der Dreier gegen die Niedersachsen gleichbedeutend mit dem 16. Saisonsieg – schon am 27. Spieltag wurde damit der bisherige Bestwert eingestellt (2018/19, 2020/21, 2021/22).
#2 Mythos Betze lebt
Seit dem 16. Oktober 2022 hat der 1. FC Kaiserslautern kein Heimspiel verloren. Zwar wurden aufgrund der langen WM-Winterpause seitdem „nur“ 6 Partien auf dem Betzenberg ausgetragen, die Serie (3 Siege, 3 Remis) kann sich dennoch sehen lassen. Zudem wurden in den vergangenen 5 Heimspielen immer mindestens 2 Tore geschossen – so auch im bislang letzten Auftritt im Fritz-Walter-Stadion gegen den 1. FC Heidenheim (26. Spieltag), als der FCK als erstes Team in der Geschichte der 2. Bundesliga ein 0:2 in der Nachspielzeit aufholte (Endstand: 2:2).
#3 Tradition pur
Sowohl der Hamburger SV als auch der 1. FC Kaiserslautern sind Gründungsmitglieder der Fußball-Bundesliga (1963), die Traditionsvereine spielten 44 Jahre gemeinsam in der höchsten deutschen Spielklasse und holten in diesem Zeitraum 5 Deutsche Meisterschaften (HSV: 1978/79, 1981/82, 1982/83; FCK: 1990/91, 1997/98). Jetzt treffen sie erstmals in der 2. Bundesliga aufeinander. Übrigens: Das bislang letzte HSV-Gastspiel auf dem Betzenberg am 31. März 2012 gewannen die Rothosen durch das Goldene Tor des heutigen e.V.-Präsidenten Marcell Jansen mit 1:0. Wenn das mal kein gutes Omen ist…
#4 Ruhende Bälle im Fokus
Wenn der 1. FC Kaiserslautern einen Eckball oder Freistoß zugesprochen bekommt, muss die HSV-Defensive hellwach sein. Denn: Kein Team erzielte ligaweit mehr Tore nach Standardsituationen als der FCK (14). Genau 34,1% ihrer Saisontreffer kamen so zustande, nur der 1. FC Hansa Rostock (34,8%) ist noch etwas abhängiger von den ruhenden Bällen. Ein statistischer Mutmacher aus HSV-Sicht: Die Rothosen kassierten erst 3 Gegentore nach Standards, nach gegnerischen Freistößen haben die Walter-Schützlinge sogar noch eine komplett Weiße Weste.
#5 Boyd vs. Bobby als Schlüsselduell
Von seinen Toren lebt der FCK: Terrence Boyd hat 11 der 41 Lauterer Saisontore erzielt und ist mit seinen 14 Scorerpunkten (3 Assists) an 34% der Buden direkt beteiligt. 79 abgegebene Torschüsse (Rang 3 ligaweit) und 14 Großchancen (ebenfalls Platz 3) unterstreichen die zentrale Rolle, die der Mittelstürmer in den Matchplänen von FCK-Coach Dirk Schuster einnimmt. Selbiges gilt natürlich auch für Robert Glatzel, der bis dato 17 Treffer markierte, 20 Scorerpunkte (3 Assists) zu Buche stehen hat und mit 97 Torschüssen und 17 Großchancen die Liga in diesen relevanten Bereichen anführt. Fazit: Viel interessanter als bei Boyd vs. Bobby wird es nicht!
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