
20.08.2026
„Wenn du bei einer Ecke vor diese Kurve trittst, dann ...“
In einer Medienrunde sprach HSV-Neuzugang Sebastiaan Bornauw unter anderem über seine ersten Eindrücke nach seiner Ankunft, die Gründe für seinen Wechsel und seine Spielweise.
Sebastiaan Bornauw ist das neue Gesicht im HSV-Kader. Der 27-jährige Belgier wurde am gestrigen Mittwoch (19. August) als sechster Neuzugang der Rothosen in der laufenden Sommer-Transferperiode vorgestellt und stieg auf Anhieb ins Mannschaftstraining ein. Wie man ihn aus seinen bisherigen 140 Bundesliga-Einsätzen für den 1. FC Köln (2019-2021) und den VfL Wolfsburg (2021-2025) kennt, ging es gewohnt intensiv, leidenschaftlich und einfach mit vollem Einsatz zur Sache. Nach der Einheit am heutigen Donnerstag, seiner zweiten als HSV-Spieler, stand Bornauw den anwesenden Medienvertretenden Rede und Antwort. Im Detail sprach er über …

… seine ersten Stunden als HSVer: Ich habe mich bereits gut eingelebt. Das ist in so einer Kabine aber auch einfach, zumal ich bereits ein, zwei Spieler kenne. Ich habe mit Sambi zehn Jahre in Anderlecht zusammengespielt. Wir sind beide aus dem 99er-Jahrgang, haben von der U11 bis zu den Profis alle Jugendmannschaften durchlaufen. Ich kenne ihn wirklich sehr, sehr gut. Darüber hinaus habe ich mit Kofi in Wolfsburg zusammengespielt. Insgesamt ist es eine gute Truppe mit tollen Jungs und es macht Spaß, jetzt hier zu sein. Es geht jetzt darum, sich aneinander auf dem Platz zu gewöhnen und gegenseitig ein Gefühl für das Spiel des anderen zu entwickeln. Das dauert immer ein bisschen, kriegen wir aber sicherlich schnell hin. Ich habe Bock auf die nächsten Tage.
… seinen Wechsel nach Hamburg: Es passt zu meiner Persönlichkeit, für einen großen Traditionsverein zu spielen. Das gibt mir Energie und hilft mir, das Beste aus mir herauszuholen. Der HSV ist auf der Liste der Traditionsvereine ganz oben. Ich habe es immer schade gefunden, dass ich während meiner Zeit in Köln und Wolfsburg nie gegen den HSV gespielt habe. Denn in diesem Stadion und vor dieser Fanbase zu spielen, ist etwas Besonderes. Hinzu kommt, dass ich mehr spielen wollte als zuletzt in Leeds. Ich habe es dort bei meinen Einsätzen eigentlich recht gut gemacht und kann auch nur Gutes über den Club sagen: Ich mag den Verein und die Fans. Ähnlich wie der HSV ist es ein toller Traditionsverein im Norden. Ich hatte dort eine gute Zeit, aber jeder Fußballer möchte letztlich so viel wie möglich auf dem Platz stehen.
… die Nachfolge von Luka Vuskovic: Natürlich habe ich gesehen, dass er eine super Saison gespielt hat. Ich kannte ihn schon aus seiner Zeit bei Westerlo, wo er bereits einige Tore gemacht hat. Ich gucke immer die belgische Liga. Ich wusste also bereits, dass er ein super Spieler ist, aber ich bin hier, um mein Spiel zu machen und hoffe, eine gute Saison spielen zu können.
… seine Spielweise: Mein Spiel besteht aus Intensität. Ich mag den Zweikampf. Zugleich versuche ich, im Spiel mit dem Ball ruhig zu bleiben und, wenn es passt, hier und da ein Tor mitzunehmen. Ich will keine Zahl abgeben, wie viele Tore es sein sollen, aber klar ist: Wenn du bei einer Ecke vor diese Kurve trittst, dann gibt dir das viel Energie und du kannst gefühlt durch eine Wand laufen. Ich will einfach torgefährlich sein. Dazu mag ich es, auf dem Platz laut zu sein und meine Mitspieler zu coachen.
… seine Zielsetzung: Der HSV hat in den vergangenen zwei Jahren gute Schritte in die richtige Richtung gemacht. Wir wollen daran in dieser Saison anknüpfen, erneut eine gute und stabile Saison absolvieren und so schnell wie möglich den Klassenerhalt schaffen.
… das Pokalspiel in Verl: Wir haben mit Leeds United im letzten Jahr tatsächlich ein Testspiel in Verl absolviert. Dort haben sie ein gutes Spiel abgeliefert. Es ist ein guter Verein. Generell weiß ich aus Erfahrung, dass die erste Pokalrunde nie einfach ist. Wir sind der Favorit und als solcher musst du ein hohes Tempo im Spiel behalten. Du musst voll konzentriert sein.
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