
17.04.2023
Mit Doppelschlag zum Derbysieg
Mit zwei Treffern binnen 180 Sekunden führte Kapitän Jonah Fabisch die U21 des Hamburger SV am Sonntag zum 2:0 (2:0)-Heimerfolg gegen den SV Werder Bremen.
Derby gewonnen, Serie ausgebaut und mit Tabellenführer VfB Lübeck gleichgezogen – wenn das mal kein gelungener Sonntag für die U21 des Hamburger SV war! Vor 300 Zuschauern im Sportpark Eimsbüttel gewann die Mannschaft von Cheftrainer Pit Reimers mit 2:0 (2:0) gegen den SV Werder Bremen am 32. Spieltag in der Regionalliga Nord.
Start nach Maß: Zwei Treffer binnen 180 Sekunden
Den Grundstein für den 18. Saisonsieg legten die Rothosen bereits in der Anfangsphase der Partie – und das mit einem richtigen Knaller! Nach einer abgeblockten Ecke landet die Kugel genau vor den Füßen von Jonah Fabisch, der den Ball per Volley aus rund 20 Metern ins linke Toreck drosch (7.). „Ein Sonntagsschuss am Sonntag“, bezeichnete Coach Reimers den Führungstreffer mit einem Schmunzeln. Nach diesem Traumtor durften die Hamburger nach der nächsten Aktion gleich wieder jubeln: Leon Sommer bediente von rechts den im Zentrum lauernden Fabisch, der das Spielgerät nur noch einschieben musste (9.) – 2:0 und der Doppelschlag war perfekt. Beinahe gelang den Hausherren im Sportpark Eimsbüttel gar das 3:0, doch Innenverteidiger Valon Zumberi legte das Spielgerät nach einem herrlichen Solo am Bremer Kasten vorbei (13.). Die Gäste waren nach diesem schnellen Rückstand sichtlich beeindruckt und brauchten einige Momente, um sich zu fangen. Erst nach knapp 20 Minuten besaß Jascha Brandt die erste gute Möglichkeit für den SVW, scheiterte aber am stark reagierenden Oppermann (18.). Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte entwickelte sich eine intensive und umkämpfte Begegnung mit vielen Fouls und kleineren Unterbrechungen, sodass ein richtiger Spielfluss nur bedingt zustande kam. Da sich beide Teams bis zum Seitenwechsel auch keine zwingenden Torchancen mehr erarbeiteten, blieb es bei diesem Zwischenstand zur Pause.

Das kann man mal so machen: Jonah Fabisch feiert nach seinem Traumtor zum 1:0.
Joker Arlind Rexhepi hat in der Nachspielzeit das 3:0 auf dem Fuß
Wie im ersten Abschnitt kamen die Hamburger auch in Hälfte zwei mit Druck aus der Kabine. Zunächst wehrte die Bremer Defensive einen Schussversuch von Fabisch ab, ehe Keeper Mio Backhaus gegen Robin Velasco zur Stelle war (46.). Auf der Gegenseite durfte sich Oppermann ein weiteres Mal auszeichnen und entschärfte aus kürzester Distanz (52.). Ansonsten ergab sich wie in der ersten Halbzeit kein Chancenfeuerwerk. Der SV Werder war bemüht, nach vorne zu spielen, fand in der Hamburger Hintermannschaft aber keine Lücke. So dauerte es bis in die Nachspielzeit, als die Fans nochmal einen nennenswerten Abschluss zu sehen bekamen: Der eingewechselte Arlind Rexhepi zog von seiner linken Seite ins Zentrum und schlenzte die Kugel ins lange Eck, Backhaus parierte sehenswert (90. +1). Trotz dieser ausgelassenen Tormöglichkeit nutzte der HSV an diesem Sonntag seine Chance und zog in der Tabelle gleich mit dem VfB Lübeck, der am Vortag mit 2:3 gegen Teutonia Ottensen verloren hatte. Beide Teams haben nun 61 Punkte auf dem Konto, aufgrund des besseren Torverhältnisses stehen die Lübecker weiterhin auf Rang eins.
„Wir wollten die Chance unbedingt nutzen“
Entsprechend zufrieden zeigte sich Übungsleiter Reimers nach dem Schlusspfiff. „Der Start war famos, wir haben losgelegt wie die Feuerwehr. In der zweiten Halbzeit ist es dann abgeflacht und es war ein Spiel ohne große Möglichkeiten. Wir hätten den einen oder anderen Konter sauberer zu Ende spielen können, um vorzeitig endgültig den Deckel draufzusetzen – aber warum soll ich bei einem 2:0-Heimsieg gegen Werder Bremen anfangen zu meckern? Wir freuen uns riesig!“, formulierte Reimers sein Lob an seine Jungs, um abschließend auf die Tabellenkonstellation zu sprechen zu kommen: „Wir wollten die Chance unbedingt nutzen, um mit Lübeck gleichzuziehen!“ Diesen positiven Rückenwind aus mittlerweile elf ungeschlagenen Spielen in Serie wollen die Rothosen am Freitag (21.04.23, Anstoß: 18.30 Uhr) mit ins Edmund-Plambeck-Stadion nehmen, wenn gegen den FC St. Pauli – parallel zum Duell der Profis in der 2. Bundesliga – direkt das nächste Derby auf die Reimers-Schützlinge wartet.
DAS SPIEL IM STENOGRAMM:
U21: Oppermann – Zumberi, Großer, Hein – Sommer, Ju. Kilo (82. Paschke), Fabisch, Burmeister (60. Harz), Kisilowski (86. Sohn) – Velasco (70. Rexhepi), Sanne (78. Duah)
SV Werder Bremen: Backhaus – Dietrich, Schröder (86. Polat), Höck, Rosenboom – Salifou, Bargfrede (86. Eickhoff) – Brandt, Kim (68. Galjen), Löpping (78. Asante) – Ehlers (81. Kühn)
Tore: 1:0 Fabisch (7.), 2:0 Fabisch (9.)
Gelbe Karten: Sanne, Zumberi, Paschke – Schröder, Bargfrede, Brandt
Schiedsrichter: Timon Schulz
Fans: 300
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