
Das Volksparkstadion ist seit mehr als sechs Jahrzehnten die Heimat des Hamburger SV und zählt zu den traditionsreichsten Fußballstadien Deutschlands. Seine Geschichte reicht jedoch noch weiter zurück: Das Stadiongelände im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld wird bereits seit den 1920er-Jahren sportlich genutzt. 1953 entstand durch umfangreiche Umbaumaßnahmen das Volksparkstadion, das zunächst rund 76.000 Zuschauer fasste.
Mit der Einführung der Bundesliga im Jahr 1963 zog der HSV endgültig vom Rothenbaum in den Volkspark und machte das Stadion zu seiner festen Heimspielstätte. Hier feierte der Verein zahlreiche sportliche Höhepunkte und trug internationale Europapokalabende sowie nationale Spitzenspiele aus. Das Stadion war zudem Austragungsort bedeutender Turniere wie der FIFA-Weltmeisterschaften 1974 und 2006, der Europameisterschaft 1988 und 2024 sowie des UEFA-Europa-League-Finales 2010.
Im Laufe der Jahre trug das Stadion aufgrund wechselnder Namensrechte verschiedene Bezeichnungen – darunter AOL Arena, HSH Nordbank Arena und Imtech Arena. Seit dem 1. Juli 2015 heißt es wieder Volksparkstadion und knüpft damit an seinen traditionsreichen Namen an. Heute verbindet das Stadion die große Geschichte des HSV mit modernen Veranstaltungs- und Fußballerlebnissen.

Am 11. September 1925, also vor ziemlich genau 100 Jahren, wird das heutige Volksparkstadion vor 50.000 Zuschauern offiziell eingeweiht. Damals heißt es noch „Altonaer Stadion“ und dient nach seiner Fertigstellung als Spielstätte für große Partien. Ab 1927 finden hier auch Länderspiele statt – und 1928 das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, in dem der HSV gegen Hertha BSC mit 5:2 gewinnt und somit vor der eigenen Haustür Deutscher Meister wird.

57.000 Plätze – davon 45.000 Sitz- und 12.000 Stehplätze, alle überdacht.
45 cm breit sind die Sitze, der Abstand zwischen ihnen beträgt 5 cm.
1953 eröffnet, 1998 bis 2000 komplett neu gebaut und 2022 bis 2024 umfassend modernisiert.
755 MWh Leistung erbringt die Rasenheizung pro Saison.
35.413 m² misst die aus 40 Membranfeldern bestehende Dachkonstruktion.
17 km Stahlseile tragen das Stadiondach.
460 Tonnen wiegt das Seiltragewerk – etwa so viel wie 60 ausgewachsene afrikanische Elefanten.
44 m hoch ragt das Dach über das Spielfeld.
300 LED-Flutlichter mit einer Gesamtleistung von 2.000 Lux beleuchten den Innenraum.
70 Überwachungskameras sorgen für Sicherheit.
30 Line-Arrays mit jeweils bis zu zwölf Lautsprechern bilden die Beschallungsanlage.
622 Sanitäranlagen stehen den Besuchern zur Verfügung.
105 × 68 m misst das Spielfeld.
45 bis 129 m beträgt die Entfernung eines Sitzplatzes zum Anstoßpunkt.
20°, 30° und 35° betragen die Neigungswinkel der drei Tribünenränge.
2 × 62 m² groß und jeweils 11 Tonnen schwer sind die Videoleinwände.
130 Rollstuhlplätze bietet das Stadion.
130 Presseplätze, darunter 24 Kommentatorenplätze, befinden sich auf der Osttribüne.
2.925 Business-Seats und 50 Logen verteilen sich auf Ost- und Westtribüne.
287 m² misst die Mixed Zone in den Katakomben.
21 Treppenhäuser erschließen das Stadion.
5.000 Pkw- sowie 62 Busparkplätze stehen rund um das Stadion zur Verfügung.
2.500 Exponate zeigt das HSV-Museum auf rund 700 m² Ausstellungsfläche.
967.504 Zuschauer (Ø 56.912) besuchten die Bundesliga-Heimspiele der Saison 2025/26 – Vereinsrekord.

10. Mai 2025, Bundesliga-Aufstieg: Nach sieben Jahren des Wartens erlebt das Volksparkstadion einen Abend für die Geschichtsbücher. Mit einem furiosen 6:1 gegen den SSV Ulm macht der HSV vor 57.000 restlos begeisterten Fans die Rückkehr in die Bundesliga perfekt. Nach dem Schlusspfiff verwandelt sich das Stadion in ein blau-weiß-schwarzes Jubelmeer – ein emotionaler Moment, der die lange Sehnsucht einer ganzen HSV-Generation beendet und dem Volksparkstadion ein weiteres unvergessliches Kapitel seiner Geschichte schenkt.