
Inklusion bedeutet für den HSV mehr als die Berücksichtigung einzelner Vielfaltsdimensionen wie Behinderung, Herkunft, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Glaube oder Alter. Menschen sind nie nur eine Kategorie – sie tragen viele Identitäten und Vielfaltsdimensionen gleichzeitig in sich, und genau daraus entstehen oft mehrfache Ausschlüsse. Unser Anspruch ist deshalb ein ganzheitlicher: Wir fragen nicht, wie sich einzelne Gruppen in unsere Gemeinschaft "einfügen" können, sondern wie sich unsere Gemeinschaft verändern muss, damit wirklich niemand vor einer Barriere steht.
Diese Haltung entspricht auch dem Geist der UN-Behindertenrechtskonvention, die Deutschland 2009 ratifiziert hat und die eine gleichberechtigte Teilhabe an Sport- und Freizeitangeboten fordert. Für uns ist damit klar: Echte Teilhabe entsteht durch individuelle, bedarfsgerechte Angebote für möglichst alle Zugangsbedarfe entlang dieser Vielfaltsdimensionen.
Deshalb bauen wir kontinuierlich an einem barrierefreien Stadionerlebnis: mit Audiodeskription, Gebärdensprachdolmetschung, wachsenden Rollstuhlplätzen in immer mehr Stadionbereichen und einer "Toilette für Alle". Für Menschen mit demenziellen Erkrankungen bieten wir den Erinnerungskoffer, Erinnerungstalks und demenzsensible Führungen. Und für Fans mit nicht-sichtbaren Behinderungen oder Erkrankungen schaffen wir Rückzugsorte wie die Stille Stunde, stille Trainingsbesuche und den Ankerplatz als Schutz- und Anlaufstelle am Spieltag.
Ergänzt wird unser Engagement durch Projekte wie die Trauer- und Gedenkkultur mit dem "Letzten Wunsch" sowie unsere Zusammenarbeit mit der HAW Hamburg zum Thema psychische Gesundheit im Fußball. Alle diese Angebote entstehen im ständigen Dialog mit Betroffenen und werden regelmäßig weiterentwickelt – auch über unsere eigenen Stadiongrenzen hinaus, etwa durch bundesweite Schulungen von OrdnerInnen, Volunteers und MitarbeiterInnen anderer Vereine.
Die hier aufgeführten Projekte zeigen, wie Inklusion beim HSV gelebt wird – als Haltung, nicht als Förderprogramm.
“Wir möchten, dass alle Besuchenden mit einem wunderbaren Erlebnis nach Hause gehen und ihre Bedürfnisse wahrgenommen werden.”

Fanny Boyn
Fanbeauftragte mit Schwerpunkt Inklusion und Diversität

HSV Fußball AG & Co. KGaA
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