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24.10.2026
0:1 – HSV unterliegt spät beim SC Paderborn
In einer lange chancenarmen Bundesliga-Partie hält ein starker Heuer Fernandes die Rothosen mit mehreren Paraden im Spiel, ehe Rayan Philippe in der 88. Minute den entscheidenden Treffer für die Gastgeber erzielt.
Der Hamburger SV hat am Sonnabend (24. Oktober) sein Bundesliga-Auswärtsspiel beim SC Paderborn mit 0:1 (0:0) verloren. Vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Home-Deluxe-Arena in Paderborn lieferten sich beide Teams im Zuge des 7. Spieltags einen ausgeglichenen, aber sehr chancenarmen ersten Durchgang mit jeweils nur zwei Torschüssen. Nach dem Seitenwechsel hatten die Hausherren dann die besseren Chancen, scheiterten aber mehrfach an Heuer Fernandes sowie einmal am Pfosten. Als alles auf eine Punkteteilung hinauslief, traf der eingewechselte Philippe (88.) kurz vor Schluss zum 1:0.
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Früher Vieira-Wechsel …
Im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart veränderte HSV-Coach Polzin seine Startelf auf zwei Positionen: El Ouahdi kam nach seinem auskurierten Infekt für Lemke zurück, Nandja ersetzte den angeschlagenen Capaldo (muskuläre Probleme). Die Rothosen starteten zurückhaltend in die Partie und überließen, ähnlich wie zuletzt gegen die Schwaben, den Gastgebern den Ballbesitz. Während Ulrich in der dritten Minute per Fernschuss den ersten Abschluss für den SCP verzeichnete, zog Vieira in der zehnten Minute aus rund 20 Metern ab. Sein Versuch wurde jedoch geblockt. Doppelt bitter: Der Portugiese musste in der Folge verletzungsbedingt ausgewechselt werden und wurde am Oberschenkel bandagiert. Für ihn kam Stange in die Partie. Nach rund 20 Minuten wurde es erstmals im Strafraum von Daniel Heuer Fernandes etwas gefährlicher: Einen Freistoß von der linken Strafraumkante brachte Obermair scharf an den langen Pfosten, wo Scheller am Ball vorbeisegelte.
Es war zugleich die bis hierhin größte Chance für die Gastgeber, die aus dem Mehr an Ballbesitz kaum Kapital schlagen konnten. Die Rothosen standen ihrerseits defensiv sehr stabil, kreierten in der Offensive aber ebenfalls kaum zwingende Aktionen: Möller Wolfe köpfte einen Muheim-Eckball aus rund sechs Metern Torentfernung am linken Pfosten vorbei (39.). Außerdem klärte Scheller entscheidend vor El Ouahdi, der freistehend am Elfmeterpunkt ein Zuspiel von Möller Wolfe nicht entgegennehmen konnte. So ging es nach einer insgesamt sehr ereignisarmen ersten Hälfte torlos in die Kabine.
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… und später Philippe-Knockout
Die Gastgeber kamen schwungvoll aus der Halbzeit zurück und hatten gleich die erste Großchance der Partie: Heuer Fernandes konnte einen Abschluss von Castaneda mit einem überragenden Reflex auf der Linie klären (47.). Auch in den darauffolgenden Minuten wurden die Ostwestfalen zunehmend gefährlicher, doch die Rothosen hielten mit einer konzentrierten Defensivleistung dagegen und bereinigten die brenzligen Situationen. In der 64. Minute bot sich dem HSV dann mal wieder die Chance auf einen offensiven Akzent: Einen Freistoß aus aussichtsreicher Position zentral vor dem Sechzehner setzte Nadir allerdings über das Tor.
Das Spiel wurde auch aufgrund einer Vielzahl von Wechseln auf beiden Seiten zunehmend unkontrollierter, wobei Polzin bei Nadir (Oberschenkel) erneut verletzungsbedingt wechseln musste. Die Gastgeber kamen mit dem veränderten Rhythmus besser klar und kreierten weitere Chancen: Erst parierte Heuer Fernandes erneut einen Schuss von Castaneda stark (73.), ehe in der anschließenden Aktion Curda den Ball knapp an den linken Außenpfosten setzte (74.). Im Gegenzug tauchte Adeline gefährlich im Strafraum auf, doch seinen Querpass auf gleich drei freistehende, mitlaufende Rothosen fing Götze im letzten Moment ab. Während der HSV angesichts der Spielanteile mit der Punkteteilung leben konnte, drückte Paderborn in der Schlussphase weiter auf die Führung. Mit Erfolg und einem „Ausgerechnet“-Treffer: Die zuvor eingewechselte HSV-Leihgabe Rayan Philippe ließ Heuer Fernandes mit einem satten Flachschuss von der Strafraumkante ins linke Eck keine Chance und traf zum 1:0 (88.). Die Rothosen warfen im Anschluss noch einmal alles rein, schickten bei Standardsituationen sogar Keeper Heuer Fernandes mit nach vorn, mussten sich nach zuletzt drei Bundesliga-Siegen am Stück aber geschlagen geben.
Das Spiel im Stenogramm
SC Paderborn: Noll – ter Horst (62. Götze), Scheller, Hansen – Curda, Castaneda, Obermair, Ulrich (70. Philippe), Vidovic (46. Baack) – Marino (79. Michel), Tigges (62. Pieringer)
Hamburger SV: Heuer Fernandes – Nandja, Bornauw, Omari – El Ouahdi, Adeline, Nadir (70. Lokonga), Muheim (70. Grönbaek), Möller Wolfe – Fabio Vieira (13. Stange, 89. Rössing-Lelesiit) – Poulsen (46. Moffi)
Tore: 1:0 Philippe (88.)
Zuschauer: 15.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)
Gelb Karten: ter Horst / Nandja, Sambi Lokonga, Polzin, Fave
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