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20.10.2026
All eyes on Ostwestfalen: Personal-Update zum Start in die SCP-Woche
Nach dem 1:0-Heimsieg gegen Stuttgart wartet auf den HSV die nächste „brutal schwere Aufgabe“ beim SC Paderborn. Zum Start in die Trainingswoche kehrte Albert Sambi Lokonga zurück ins Teamtraining. Ein Trio um Fabio Vieira wirkte zudem teilintegriert mit.
Der zugebenermaßen mächtige Jubelschrei nach dem jüngsten Siegtreffer von Miro Muheim ist rund um den Volkspark mittlerweile verklungen. Es ist eine Begleiterscheinung des Profisports, dass immer das nächste Spiel, die nächste Herausforderung und die nächste Beurteilung von Leistung und Ergebnis auf seine Protagonisten warten. Und so kehrte zum Start in die Trainingswoche am Dienstagnachmittag (20. Oktober) am Volksparkstadion wieder Alltag für die HSV-Profis ein. Klar, mit drei Bundesliga-Siegen in Folge lässt es sich leichter trainieren, zumal dem HSV eine solche Serie zuletzt vor rund 16 Jahren gelungen war. Doch am Sonnabend, wenn die Hamburger um 15.30 Uhr beim Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn gefragt sind, besitzt diese Serie für den Ausgang des nächsten Spiels nur geringe Bedeutung. Übrigens genauso wenig wie zuvor der verpasste Saisonstart mit drei Niederlagen und 0:12 Toren, mit dem der HSV ins Heimspiel gegen Köln ging, um den Turnaround einzuleiten.
Merlin Polzin, seit jeher und damit auch seit seinem Amtsantritt als Cheftrainer im November 2024 ein Verfechter der sachlichen, inhaltlichen und detaillierten Trainingsarbeit, wird dieser Tage somit weiter den Prozess seiner Mannschaft im Blick haben. „Wir haben in den Momenten, als es mit den Ergebnissen und Leistungen nicht so gut lief, die Situation nicht überbewertet, und das Gleiche machen wir jetzt umgekehrt auch nicht“, bestätigte der gebürtige Hamburger im Rahmen einer Medienrunde. „Wir sind in der Kabine sehr klar, was uns jetzt erwartet: Wir treffen auf eine Mannschaft, die völlig zu Recht durch tolle Leistungen in den letzten Jahren und jetzt auch zu Saisonbeginn in die Bundesliga gehört. Sie verfügt über viel Qualität bei den Einzelspielern und verfolgt mit dem Trainerteam einen mutigen Ansatz. Es ist eine brutal schwere Aufgabe, auf die wir uns ab heute sehr fokussiert und scharf vorbereiten.“
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Sambi zurück, Vieira, Daka und Jatta teilintegriert
Mit Blick auf das Personal durfte Polzin am Dienstag Albert Sambi Lokonga zurück im Mannschaftstraining begrüßen. Der 26-Jährige war gegen Stuttgart mit Adduktorenproblemen ausgefallen, weshalb der HSV im zentralen Mittelfeld komplett umbauen musste. „Bei Sambi mussten wir die Trainingsbelastung in den letzten Tagen etwas anders dosieren, aber er hat komplett durchtrainiert. Bei ihm ist Paderborn natürlich das klare Ziel“, so Polzin. Außerdem absolvierten Patson Daka (Foto) und Bakery Jatta ebenso wie Fabio Vieira Teile des Mannschaftstrainings, ehe sie ins individuelle Training mit Reha-Trainer Sebastian Capel übergingen. „Fabio hat zurückgemeldet, dass er gegen Ende des Spiels einen leichten Krampf gespürt hat, sodass wir ihn ausgewechselt haben. Das ist nun aber schon besser geworden, weshalb er auch bis auf das Ende heute mittrainieren konnte.“ Auch HSV-Urgestein Jatta sei nach seinen Adduktorenproblemen auf dem Weg der Besserung und womöglich ebenso wie Angreifer Daka im Zuge der bevorstehenden Englischen Woche wieder eine Option. „Bei Pato steigern wir langsam die Belastung. Wir haben jetzt drei Spiele vor der Brust, da wird er sicherlich auch wieder eine Rolle spielen. Er fühlt sich gut, scharrt mit den Hufen, wir müssen aber auch genau abwägen, welcher Akteur in welchem Spiel spielt.“
Generell will Polzin den Blick aber noch nicht zu weit fassen und behält vor allem das Paderborn-Spiel im „vollsten Fokus“. Überlegungen und Rücksichtnahmen gebe es nur in Bezug auf die zuletzt verletzten Spieler, nicht aber auf die am vergangenen Wochenende eingesetzten Spieler. „Paderborn ist immer eine schwere Aufgabe, wir denken noch nicht an Frankfurt oder Frankfurt“, so der Fußballlehrer mit Blick auf die beiden nachfolgenden Spiele im Pokal sowie in der Liga gegen die Adlerträger.
Für eines sind Polzin und alle HSVer selbstredend in allen drei Spielen bereit: nachhallende Jubelschreie wie zuletzt jener von Miro Muheim, die am Sonnabend aus dem rund 220 Kilometer entfernten Paderborn in Ostwestfalen wieder zu hören sein sollen.
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