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04.11.2026
Faktencheck zum Flutlicht-Freitag gegen die Fohlen
Ein Traditionsduell der Bundesliga, Standards im Fokus und Persönlichkeiten, die einst beide Clubs prägten. Die Zahlen, Daten und Fakten zum Bundesliga-Spiel zwischen dem HSV und Borussia Mönchengladbach.
#1 Bundesliga-Traditionsduell
Der Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach stehen sich zum 103. Mal in der Bundesliga gegenüber. Nur gegen Werder Bremen (110), Bayern München (108), den VfB Stuttgart (107) und Borussia Dortmund (105) bestritten die Rothosen mehr Partien im Oberhaus. Die Bilanz spricht knapp für den HSV: 40 Siegen stehen 34 Niederlagen gegenüber, hinzu kommen 28 Unentschieden. Auch beim Torverhältnis liegt der HSV hauchdünn vorn – 155:154 Tore. Der HSV ist gegen die Borussen seit fünf Heimspielen ungeschlagen (drei Siege und zwei Remis).
#2 Keine Tore in der letzten Saison
Die beiden letzten Duelle in der Vorsaison 2025/26 endeten jeweils mit einem 0:0. Es war zugleich die einzige Bundesliga-Paarung der besagten Spielzeit, in der in 180 Minuten kein Tor fiel. Im 51. gemeinsamen Bundesliga-Jahr war dies außerdem eine Premiere für diese Paarung.
Während in der laufenden Bundesliga-Saison kein Spiel mit HSV-Beteiligung torlos endete, haben die Fohlen am vergangenen Spieltag Nummer 8 im Heimspiel gegen den SC Paderborn die erste Nullnummer verzeichnet.
#3 Akteure auf beiden Seiten
HSV vs. BMG – das bedeutet, wie eingangs erwähnt, ganz viel Tradition. In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten gab es dabei prominente Akteure des deutschen Fußballs, die beide Vereine geprägt haben. An vorderster Stelle sei Günter Netzer genannt: Bei Borussia Mönchengladbach als Spieler einer der größten Zehner des europäischen Fußballs, der 358-mal für die Fohlenelf auflief und dabei zwei Meisterschaften (1970 und 1971) sowie einen Pokalsieg (1973) einheimste, beim HSV als dessen Manager von 1978 bis 1986 mit dem Gewinn von drei Meisterschaften (1979, 1982 und 1983) sowie dem Europapokal der Landesmeister (1983) für die erfolgreichste Ära der Vereinsgeschichte verantwortlich. Ebenfalls als Spieler für beide Seiten unterwegs waren unter anderem Marcell Jansen, Milan Fukal, Laszlo Benes, Andre Hahn oder Jordan Beyer.
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Günter Netzer (HSV-Manager: 1978-1986)
#4 Standards im Fokus
Standards könnten am Freitagabend eine entscheidende Rolle spielen: Der HSV gehört zu den gefährlichsten Mannschaften beim ruhenden Ball. Drei der sieben Saisontore gelangen auf diese Art und Weise – der Anteil von 43 Prozent ist der höchste aller Teams. Da kommen die Fohlen rein statistisch wie gerufen: Sie mussten ihrerseits die meisten Gegentore nach Standards hinnehmen – fünf an der Zahl, ebenso viele wie Mainz 05.
#5 Geschenk für Polzin?
Die Rothosen könnten ihrem Cheftrainer ein besonderes vorgezogenes Geburtstagsgeschenk machen: Merlin Polzin begeht am 7. November, also einen Tag nach dem Spiel gegen Mönchengladbach, seinen 36. Geburtstag. Dass seine Mannschaft zu einem Turnaround in der Lage ist, zeigte sie in dieser Spielzeit schon einmal auf eindrucksvolle Weise. Die ersten drei Saisonspiele gingen mit 0:12 Toren verloren, ehe der HSV drei Bundesliga-Siege in Serie einfuhr. Zuletzt gab es in den Duellen mit Paderborn und Frankfurt drei Pflichtspiel-Niederlagen in Folge. Nun soll mit dem Volkspark im Rücken diese Negativserie enden. Schon zu Saisonbeginn half ein Heimspiel, als man sich mit 2:1 gegen den 1. FC Köln durchsetzen konnte.
#6 BMG im Aufwärtstrend
Die Fohlen haben einen kompletten Fehlstart mit sechs Niederlagen an den ersten sechs Spieltagen hingelegt. In den letzten beiden Partien in Stuttgart (3:2) und gegen Paderborn (0:0) sammelten sie nun ihre ersten vier Saisonpunkte. Zugleich hängt die Rote Laterne weiter am Niederrhein. Seit dem 4. Spieltag sind die Borussen durchgehend Schlusslicht, somit nach den letzten fünf Spielrunden – so lange nonstop auf dem letzten Tabellenplatz hatten die Borussen letztmals in der Rückrunde 2010/11 gestanden.
#7 Toptalent Mohya
Gladbachs Hoffnungsträger Wael Mohya ist in bestechender Form. Der offensive Mittelfeldspieler, der Mitte Dezember 2025 im Alter von 16 Jahren und 11 Monaten zum jüngsten Bundesliga-Spieler der VfL-Historie avancierte, kam in dieser Saison in 62 Prozent der Spielminuten zum Einsatz und verbuchte bereits zwei Tore und einen Assist. Angesprochen auf den 17-jährigen Shootingstar war auch HSV-Trainer Polzin in der Pressekonferenz voll des Lobes: „Ich spreche nicht so gern über Einzelspieler des Gegners, aber es macht einfach total viel Freude, ihm zuzuschauen. Ich hoffe, dass er es beibehalten kann, diese Spielfreude auf den Platz zu bringen. Das ist sehr beeindruckend.“
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