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15.09.2026
Gänsehaut im Volkspark: Tausende HSV-Fans feiern Vuskovic-Rückkehr
Anlässlich der Rückkehr von Mario Vuskovic absolvierten die Rothosen am Dienstagnachmittag erstmals in der Geschichte des Volksparkstadions eine öffentliche Trainingseinheit im heimischen Stadion. Vor stimmungsvoller Kulisse läutete der HSV damit die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den 1. FC Köln ein. Vorstand Eric Huwer: „Das war ein Gänsehaut-Moment, durch den wir noch einmal näher und enger zusammenrücken werden.“
Der Hamburger SV ist am Dienstagnachmittag mit einer außergewöhnlichen Einheit in die Trainingswoche vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln am Sonnabend (ab 15.15 Uhr live im HSVnetradio) gestartet: Erstmals in der Geschichte des Volksparkstadions wurde eine öffentliche Trainingseinheit des HSV hier absolviert. Grund dafür war die Rückkehr von Mario Vuskovic und das damit verbundene Besucher- und Medieninteresse. Die HSV-Spieler, die um 15.17 Uhr ins Stadioninnere einliefen, staunten folglich nicht schlecht, als sie mehr als 3.000 Fans und Mitarbeiter der HSV-Geschäftsstelle auf der Nordtribüne stimmungsvoll empfingen. Im Anschluss forderten Cheftrainer Merlin Polzin und sein Trainerstab dann Fokus und Schärfe in der Trainingsarbeit ein. Nach den empfindlichen 0:5-Niederlagen gegen Mainz und in Leipzig hatten Sportdirektor Claus Costa und Coach Polzin unisono eine inhaltsgeprägte Trainingswoche angekündigt. Das Ziel ist klar: Die Rothosen wollen und müssen vor allem in der Defensive über 90 Minuten wieder ihren Prinzipien folgen, um einfache Gegentore zu vermeiden. Personell konnte Polzin dafür nahezu aus dem Vollen schöpfen. Einzig Innenverteidiger Sebastiaan Bornauw, der in Leipzig mit muskulären Problemen passen musste, konnte nicht am Mannschaftstraining teilnehmen und absolvierte stattdessen ein individuelles Programm im Trainingszentrum. Alexander Rössing-Lelesiit konnte wiederum erstmals wieder sehr weite Teile des Teamtrainings absolvieren.
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Wieder zurück im Kreis der Teamkollegen
Natürlich richtete sich der Fokus der Zuschauer und der 50 anwesenden Medienvertreter, darunter allein zehn Kamera-Teams, auf Trainingsrückkehrer Mario Vuskovic, der sichtlich froh, bisweilen überwältigt war, wieder im Kreise seiner neuen und alten Teamkollegen zu sein, darunter Miro Muheim. Der Schweizer wechselte ebenso wie Vuskovic zur Saison 2021/22 zum HSV, stand nicht nur in 39 Pflichtspielen mit dem Kroaten gemeinsam auf dem Feld, sondern pflegte auch im Verlauf dessen vierjähriger Dopingsperre einen intensiven Kontakt. „Mario hat auf diesen Moment am längsten gewartet. Er war sehr emotional und man hat gemerkt, dass er sich unfassbar freut, wieder hier zu sein. Mario ist so charakterstark, hat einen unglaublichen Willen. Diesen Charaktertyp können wir sehr gebrauchen“, so Muheim nach dem Training, das er angesichts solch einer Kulisse so auch noch nicht erlebt hatte: „Das war sehr besonders. Es war schön zu sehen, wie die Fans und der ganze Verein nicht nur heute, sondern im Verlauf der ganzen vier Jahre hinter ihm standen und stehen. Das hat ihm auch über die ganze Zeit extrem viel Kraft gegeben und hat einen großen Anteil daran, dass er jetzt wieder hier ist. Das ist das Besondere am HSV: Schwierige Zeiten gibt es immer, aber die Leute stehen zusammen und lassen sich nicht unterkriegen.“
“Das ist das Besondere am HSV: Schwierige Zeiten gibt es immer, aber die Leute stehen zusammen und lassen sich nicht unterkriegen.”
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Wie sehr der Fall Vuskovic den Hamburger SV in den vergangenen Jahren auf und abseits des Platzes geprägt hat, wurde auch in der HSV-Loge sichtbar, in der der HSV-Vorstand um Eric Huwer und Kathleen Krüger neben der Vuskovic-Familie um Marios Eltern David und Sanja (s. Foto) und dem kroatischen Generalkonsul Kristijan Tusek zahlreiche Weggefährten der vergangenen Jahre begrüßte, wie etwa die ehemaligen HSV-Trainer Tim Walter und Filip Tapalovic sowie die Ex-HSV-Spieler Jonas Meffert und Sebastian Schonlau. Eric Huwer machte deutlich: „Ich habe mich immer gefragt, wohin mit meinen Emotionen, wenn Mario irgendwann wieder auf dem Platz steht. Wir hatten heute ein Comeback-Light und man hat direkt gemerkt, was er und seine Aura mit der ganzen HSV-Familie machen. Das war ein Gänsehaut-Moment, durch den wir noch einmal näher und enger zusammenrücken werden. Und es geht noch mehr, wenn Mario mal wieder ein Trikot überziehen wird.“
Für die Mannschaft gilt es, den Rückenwind des heutigen Trainingstages und das damit verbundene Gefühl des Zusammenstehens für die weitere Trainingswoche mitzunehmen. Mit dem 1. FC Köln, der mit einem Sieg gegen Hoffenheim (3:2), einer Niederlage in Stuttgart (1:4) und zuletzt einem Remis im Topspiel gegen Bremen (1:1) in die Liga gestartet und die vergangene Saison einen Tabellenplatz hinter dem HSV auf Rang 14 abgeschlossen hat, empfängt der HSV einen Kontrahenten seiner Kragenweite, den man im Volksparkstadion gemeinsam bezwingen will. „Unsere Fans setzen immer den Ton“, betont Huwer. „Das hat man nach dem Spiel in Leipzig und auch heute wieder gesehen. Und das ist auch unser Weg für die nächsten Wochen. Dieser Zusammenhalt, diese bedingungslose Solidarität – da fühlt man, was dieses Stadion und dieser Club für eine Wucht haben.“
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