
18.08.2026
Leichtathletik-Trio glänzt auf Europas größter Bühne
Drei Medaillen, ein Europameistertitel und starke Auftritte: Die Athlet:innen der HSV-Leichtathletik haben bei den Europameisterschaften in Birmingham vergangene Woche (10.-16. August) für mehrere Highlights gesorgt.

Owen Ansah gewann Gold über 200 Meter und Bronze über 100 Meter.
Die Leichtathletik-Europameisterschaften im britischen Birmingham sind aus deutscher Sicht mit einer starken Bilanz zu Ende gegangen: 21 Medaillen – sechs goldene, zehn silberne und fünf bronzene – bedeuten für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) Platz drei im Medaillenspiegel. Auch die HSV-Leichtathletik hatte daran großen Anteil und sorgte mit drei Medaillen für einen kompletten Medaillensatz.
Allen voran Owen Ansah erlebte eine herausragende EM. Nach Bronze über 100 Meter am Dienstag (11. August) setzte der HSV-Sprinter über 200 Meter noch einen drauf und krönte sich am Freitag (14. August) in 19,95 Sekunden zum Europameister. Damit lief Ansah die schnellste Zeit seiner Karriere und gewann als erster Deutscher seit 1982 den EM-Titel über 200 Meter. Die Zeit wäre zudem deutscher Rekord gewesen, wurde aufgrund zu starken Rückenwinds von 2,5 Metern pro Sekunde jedoch nicht als Rekord anerkannt.
Zuvor hatte der gebürtige Hamburger bereits über 100 Meter für einen historischen Erfolg gesorgt. In 10,19 Sekunden sprintete der 25-Jährige zu Bronze und bescherte Deutschland damit die erste EM-Medaille über 100 Meter der Männer seit 40 Jahren.

Lucas Ansah-Peprah (r.) feierte mit der deutschen Staffel Silber bei der EM.
Silber für Lucas Ansah-Peprah
Auch Lucas Ansah-Peprah durfte in Birmingham über eine Medaille jubeln. Der 26-Jährige war zunächst über 100 Meter im Einsatz, lief im Vorlauf bei starkem Gegenwind 10,52 Sekunden und qualifizierte sich für das Halbfinale. Dort folgten 10,49 Sekunden und Rang 21 in der Gesamtwertung. Seinen großen EM-Moment erlebte der HSV-Sprinter anschließend mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel. Im Finale lief das DLV-Quartett in 38,64 Sekunden zu Silber hinter Gastgeber Großbritannien. Für Ansah-Peprah ist es bereits die zweite EM-Medaille mit der Staffel nach Bronze 2024 in Rom.
Vanessa Baldé sammelt EM-Erfahrung
Für Vanessa Baldé war Birmingham die erste Europameisterschaft bei den Aktiven. Die 23-Jährige ging über 400 Meter Hürden an den Start und belegte in ihrem Vorlauf in 56,52 Sekunden Rang fünf. Damit verpasste die Silbermedaillengewinnerin der U23-EM 2025 den Einzug in die nächste Runde, sammelte bei ihrem EM-Debüt aber wertvolle Erfahrung auf internationaler Bühne.

Vanessa Baldé startete erstmals über 400m Hürden auf der großen Bühne.
Koordinator Leichtathletik Leistungssport Nils Lillie zeigte sich nach der EM entsprechend zufrieden: „Das war eine herausragende Europameisterschaft – sowohl für die deutsche Mannschaft als auch für die HSV-Leichtathletik. Owen hat mit seinen beiden Medaillen eindrucksvoll bewiesen, dass er im entscheidenden Moment seine Topform abrufen kann. Auch Lucas hat mit der Staffel einen wichtigen Beitrag zur Silbermedaille geleistet. Für Vanessa war bereits die Qualifikation ein großer Erfolg, auch wenn ihr am Ende nur ein Platz zum Halbfinale fehlte. Insgesamt haben unsere drei Athleten und Athletinnen den HSV auf der kontinentalen Bühne hervorragend vertreten und gezeigt, dass wir auch international konkurrenzfähig sind.“
Mit zwei Medaillen von Ansah und einer weiteren durch Ansah-Peprah hat der HSV damit einen starken Anteil an der erfolgreichen deutschen EM-Bilanz. Gold, Silber und Bronze – das Trio sorgte in Birmingham für den kompletten Medaillensatz und unterstrich einmal mehr die Qualität der HSV-Leichtathletik.
Bilder: Witters Sportfotografie (2x), Kai Peters (2x)
















