
24.07.2026
41. Todestag von Mehmet Kaymakcı: Erinnern gegen das Vergessen
Am heutigen 24. Juli jährt sich der Todestag von Mehmet Kaymakcı zum 41. Mal. Der damals 29-Jährige wurde von drei Neonazis ermordet. Einer der Täter war HSV-Fan.
Am heutigen 24. Juli jährt sich der Todestag von Mehmet Kaymakcı zum 41. Mal. Der damals 29-Jährige wurde in der Nacht zum 25. Juli 1985 im Kiwittsmoor-Park in Hamburg-Langenhorn von drei Neonazis ermordet. Vorausgegangen waren rassistische Beleidigungen in einer Kneipe, anschließend wurde Kaymakcı brutal erschlagen. Einer der Täter war HSV-Fan.
Der HSV erinnert an Mehmet Kaymakcı und alle Menschen, die Opfer rassistischer Gewalt geworden sind. Die Auseinandersetzung mit diesem Verbrechen ist Teil der Verantwortung des Vereins, sich mit der eigenen Geschichte kritisch auseinanderzusetzen und für eine offene, vielfältige Gesellschaft einzustehen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Aufarbeitung ist die Sonderausstellung „Ins rechte Licht gerückt – Der Einfluss von rechts auf die HSV-Fanszene der 1980er-Jahre“. Die Ausstellung beleuchtet den Einfluss rechter Strukturen auf die HSV-Fanszene jener Zeit und erinnert unter anderem an die rassistisch motivierten Morde an Mehmet Kaymakcı und Ramazan Avcı. Gemeinsam mit dem Netzwerk Erinnerungsarbeit hat der HSV damit ein lange verdrängtes Kapitel der Vereinsgeschichte sichtbar gemacht.
Begleitend zur Sonderausstellung ist im November 2025 zudem ein Katalog erschienen, der die Inhalte dokumentiert und um weitere Perspektiven von Angehörigen, Initiativen und Expertinnen und Experten ergänzt. Er lädt dazu ein, sich intensiver mit Erinnerung, Verantwortung und der Rolle des Fußballs im Umgang mit rechter Gewalt auseinanderzusetzen. Die Erinnerung an Mehmet Kaymakcı bleibt damit nicht nur ein Blick zurück, sondern auch ein Auftrag für die Gegenwart: Rassismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit dürfen keinen Platz haben – weder in unserer Gesellschaft noch im Fußball.
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