
02.09.2026
Böhler vor Leipzig „Wir müssen an unsere Stärken glauben“
Vor dem zweiten Heimspiel der Saison gegen RB Leipzig sprach Vize-Kapitänin Annaleen Böhler in einer Medienrunde über den bisherigen Saisonstart, ihre neue Führungsrolle im Team und die besondere Bedeutung der Spiele im Volksparkstadion.
Nach dem Auftakt-Remis gegen den SC Freiburg (1:1) mussten die Rothosen am vergangenen Wochenende eine bittere Niederlage gegen die Aufsteigerinnen aus Stuttgart (1:2) hinnehmen. Innenverteidigerin Böhler führte die Mannschaft dabei in beiden Partien als Kapitänin aufs Feld. Vor dem Duell mit den bislang punktlosen Leipzigerinnen am Sonnabend im Volksparkstadion (Anstoß um 12 Uhr, Tickets) blickt die junge Führungsspielerin dennoch nach vorne und spricht im Detail über ...
… den Saisonstart: Wir haben schon einige Dinge gut gemacht, die wir auch in der Vorbereitung angesprochen haben, aber zugleich ist noch Luft nach oben. Jetzt geht es vor allem darum, mehr Konstanz in unserer Spiel zu bekommen. Wir müssen an unsere Stärken glauben. Wir kennen die Stärken jeder Einzelnen und müssen diese dann auch in Szene setzen. Ich denke schon, dass wir eine richtig gute Truppe sind, die sehr viel Potenzial besitzt. Hoffentlich können wir das schon am Samstag zeigen und im Vergleich zum letzten Spiel noch einmal einen deutlichen Schritt nach vorne machen.
… ihre neue Rolle als Vize-Kapitänin: Es war natürlich ein unglaubliches Gefühl, die Mannschaft als Kapitänin aufs Feld führen zu dürfen. Vor allem bei diesem Verein ist das etwas ganz Besonderes für mich. Der HSV ist schon seit klein auf mein Lieblingsverein. Ich versuche, auch in meinen jungen Jahren eine Führungsrolle auf dem Platz zu übernehmen und der Mannschaft zu helfen. Aus der Innenverteidigung heraus habe ich einen guten Überblick und versuche der Mannschaft mit meinen Coachings zu helfen.
“Als kleines Kind saß ich auf der Tribüne und habe den Männern zugeschaut. Da war es überhaupt nicht vorstellbar, irgendwann selbst dort zu spielen.”

... die Rückkehr von Kapitänin Pauline Machtens: Pauline ist eine sehr gute Spielerin und übernimmt eine wichtige Führungsposition in der Mannschaft. Sie füllt dieses Amt wirklich gut aus und ist noch ein bisschen erfahrener als ich. Trotzdem versuche ich, sie zu unterstützen, wo es nur geht, und gleichzeitig von hinten der Mannschaft zu helfen und Verantwortung zu übernehmen.
… die Spiele im Volksparkstadion: Es ist ein sehr tolles Gefühl, dort zu spielen. Eigentlich ist das gar nicht beschreibbar. Als kleines Kind saß ich auf der Tribüne und habe den Männern zugeschaut. Da war es überhaupt nicht vorstellbar, irgendwann selbst dort zu spielen. Damals war Trochowski mein Vorbild. Aber letztlich war es die komplette Mannschaft, weil ich das ganze Drumherum mit den Fans einfach so besonders fand. Deshalb war der HSV immer mein Verein. Ich habe mit ihm mitgefiebert, auch wenn es schlechte Zeiten gab. Man hat trotzdem immer zu diesem Verein gehört. Dann letztes Jahr das erste Spiel im Volksparkstadion zu machen, war wirklich ein Riesengefühl. Und jetzt alle zwei Wochen dort spielen zu dürfen, macht einfach Spaß.
… die Doppelbelastung durch das Abitur: Ich frage mich auch manchmal noch, wie ich das geschafft habe. (lacht) Aber mit dem richtigen Umfeld ist es machbar. Von schulischer Seite wurde ich sehr unterstützt, aber auch vom Verein und von der Mannschaft. Die haben mich immer wieder aufgefangen und gesagt: ‚Hey, komm, das schaffst du noch.‘ Mit der richtigen Unterstützung bekommt man das dann schon gut hin. Die Abifeier war leider nicht so riesengroß, weil wir schon wieder in der Vorbereitung waren. Wir haben trotzdem ein bisschen gefeiert und es ein schöner Abend.
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