
11.06.2023
„Das war eine außergewöhnliche Mannschaft“
Nach der knapp verpassten Meisterschaft verabschiedete die U21 des Hamburger SV im Rahmen einer gemeinsamen Saisonabschlussfeier neun Abgänge. Der Blick richtet sich allerdings schon auf die kommende Spielzeit.
„Elf Freunde müsst ihr sein“ – dieser in der Fußballbranche gängige Leitsatz könnte gut und gerne als Motto der abgelaufenen Saison der U21 vom Hamburger SV dienen. Denn die Schützlinge von Pit Reimers bewiesen in der Regionalliga Nord einmal mehr, dass sie als eingeschworener Haufen auf allmögliche Rückschläge hervorragend reagieren können. So drehten die Rothosen nach Rückstand noch acht Partien zu ihren Gunsten und sammelten nach der 75. Minute noch sage und schreibe 26 Punkte. „Die Jungs geben nie auf und glauben immer daran, noch ein Tor zu erzielen – wenn es mit der letzten Aktion in der Nachspielzeit ist. Wenn uns das so oft gelungen ist, ist das auch kein Glück oder Zufall mehr“, erklärte Coach Reimers bereits mehrfach.

Schenkte seinen Spielern zum Abschied Applaus: U21-Coach Pit Reimers.
Saisonabschluss mit Familien – Emotionale Verabschiedung von neun Abgängen
Dieser vorbildliche Teamgeist und die mannschaftliche Geschlossenheit zeigte sich auch nach dem letzten Spieltag am 27. Mai: Den Moment der großen Enttäuschung nach der verpassten Meisterschaft durch die eigene Niederlage gegen Weiche Flensburg und den Last-Minute-Treffer des VfB Lübeck im Parallelspiel in Norderstedt verarbeiteten die Hamburger gemeinsam, zunächst auf dem Rasen und anschließend in der Kabine. Auch danach blieb die Mannschaft zusammen und verbrachte auf der Terrasse der Alexander-Otto-Akademie im Beisein der Familien und Partnerinnen einen gemeinsamen Abend. In Anwesenheit der Verantwortlichen Horst Hrubesch, Sven Marr und Benjamin Scherner sowie dem gesamten Trainer- und Betreuerteam blickten die Akteure auf eine herausragende Spielzeit zurück und verabschiedeten die Spieler, die den Verein nach dieser Saison verlassen. „Trotz der bitteren Enttäuschung war das ein toller Abend und steht symbolisch für das Zusammengehörigkeitsgefühl, das wir in dieser Spielzeit seit dem ersten Tag der Vorbereitung gelebt haben – das war eine außergewöhnliche Mannschaft“, betont Reimers, der zu jedem der neun Abgänge eine individuelle Rede hielt und Abschiedspräsente übergab. „Einige von den Jungs hatte ich bereits in der U12, da tut der Abschied natürlich besonders weh. Ich wünsche jedem Einzelnen den maximalen Erfolg und bin mir sicher, dass wir die Jungs im Profifußball sehen werden“, formulierte Reimers in Richtung von Maximilian Großer, Leon Sommer, Timon Burmeister, Daouda Beleme, Juho Kilo, Etienne Sohn, Robin Velasco, Bryan Hein und Jonah Fabisch, für die nun das Kapitel in der U21 des HSV zu Ende gegangen ist.
Reimers: „Freue mich auf die Herausforderung, eine blutjunge Mannschaft an den Herrenfußball zu gewöhnen“
Nach dem gemeinsamen Abend ging es für den Rest der Mannschaft in die wohlverdiente Sommerpause. „Das war eine anstrengende Saison, die sehr viel Kraft gekostet hat. Nun sollen die Jungs auch mal abschalten und an andere Dinge denken“, sagt der Übungsleiter, der sein dann neuformiertes Team am 19. und 20. Juni zur Leistungsdiagnostik empfängt, ehe es am 21. Juni zur ersten Einheit der sechswöchigen Vorbereitung auf die Spielzeit 2023/24 auf den Platz geht. Dann wird neben dem Coach selbst, der sich „sehr auf die Herausforderung freut, eine erneut blutjunge Mannschaft an den Herrenfußball zu gewöhnen“, auch das eine oder andere neue Gesicht zu sehen sein. Neben sieben Spielern, die aus der eigenen U19 dazustoßen, gehören in Defensivallrounder Tjark Hildebrandt (Eintracht Norderstedt) sowie den beiden Stürmern Omar Sillah (FC Oberneuland) und Ohene Köhl (RB Leipzig U19) drei externe Neuzugänge dem Kader an. „Wir haben den Großteil der Mannschaft bereits zusammen und unsere Kaderplanung so gut wie abgeschlossen. Wir sind zufrieden und freuen uns, die Jungs bei ihrem nächsten Schritt zu begleiten“, blickt Reimers voraus, der auch in der kommenden Saison alles daransetzen wird, wieder elf Freunde auf den grünen Rasen zu schicken.
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