)
02.11.2026
Junge Wilde auf großer Bühne: HSV-Youngster sammeln weiter Bundesliga-Erfahrung
Während Frankfurt beim 3:1 über den HSV mit einem historischen Bundesliga-Debüt für Schlagzeilen sorgte, standen auch bei den Rothosen wieder zahlreiche Talente im Fokus. Trotz der Niederlage sammelten die HSV-Youngster weitere wertvolle Erfahrungen auf der großen Bühne.
Mit Beginn der achtminütigen Nachspielzeit wurde in Frankfurt Bundesliga-Geschichte geschrieben: Niko Iličević, der Neffe des früheren HSV-Profis Ivo Iličević, kam für Can Uzun in die Partie und avancierte im Alter von 16 Jahren und einem Tag gleichauf mit Youssoufa Moukoko (damals für den BVB) zum jüngsten Bundesliga-Spieler aller Zeiten. Der Shooting-Star ließ sein Talent mit zwei Abschlüssen binnen weniger Minuten direkt aufblitzen, der Deutsche Bank Park erwartete zu diesem Zeitpunkt beim Stand von 3:1 einen krönenden Schlusspunkt des Heimspiels.
)
Rössing-Lelesiit und Stange mit Impulsen
Dabei war der HSV in der Schlussphase der Partie eigentlich drauf und dran gewesen, die Partie mit einem Anschlusstreffer zum 2:3 noch einmal richtig spannend zu gestalten. Federführend hierfür zeichnete mit Alexander Rössing-Lelesiit ein weiteres Toptalent verantwortlich. Der 19-jährige Norweger, der Anfang Februar 2025 vom Lilleström SK zum HSV gewechselt war, wusste nach seiner Einwechslung in der 80. Minute offensiv richtig zu wirbeln. Erst setzte er in aussichtsreicher Position einen Schuss knapp links neben das Gehäuse (80.), dann fand er mit einem Schlenzer aufs lange Eck seinen Meister in Noah Atubolu, der auch in der Anschlussaktion doppelt den Kasten sauber hielt – einmal half ihm der Querbalken gegen Omari, dann fischte er einen Abschluss von HSV-Eigengewächs Otto Stange aus dem Knick (89.).
Rössing-Lelesiit, der nach einer 260-tägigen Leidenszeit aufgrund einer Sprunggelenksverletzung wieder mehr und mehr zu alter Stärke zurückfindet, sowie Stange, der nun in sieben der acht Bundesliga-Spiele als Joker zum Einsatz kam, reihten sich abermals in eine Liste von HSV-Youngstern ein, die signifikante Minuten im Profi-Team erhielten. So standen Innenverteidiger Shafiq Nandja (19) zum dritten Mal sowie Linksverteidiger Louis Lemke (17) bereits zum vierten Mal in dieser noch jungen Saison in der Startelf der Rothosen. „Beim HSV bin ich positiv überrascht von der Entwicklung von Louis Lemke. Es zeigt den Mut von Merlin, junge Spieler in der Bundesliga einzusetzen“, erklärte im Vorfeld der Partie Sonny Kittel im HSV-Podcast „PUR DER HSV“. Der ehemalige Spielmacher der beiden Clubs weiß, wovon er spricht, debütierte einst selbst als 17-Jähriger im Oberhaus mit dem Adler auf der Brust und wurde am gestrigen Sonntag durch den Einsatz von Iličević in der clubinternen Liste der jüngsten Bundesliga-Spieler auf Rang 4 verdrängt.
)
Nandja: „Ich spüre das Vertrauen“
Wenn die Jugend im Einsatz ist – im Pokalspiel unter der Woche kam zudem Jason Bissi Mouelle zur Halbzeit für Sebastiaan Bornauw ins Spiel und absolvierte seine Profiminuten 3 bis 47 –, dann sind auch Schwankungen in der eigenen Leistung erklärbar und erlaubt. „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen und haben uns leider ein Gegentor gefangen. Danach haben wir aber gut hereingefunden und auf 1:1 gestellt. Wir hatten dann noch unsere Chancen auf ein weiteres Tor. Nach der Pause sind wir dann motiviert raus, fressen uns aber schnell ein weiteres Gegentor“, erklärte Shafiq Nandja in den Stimmen zum Spiel. „Beim dritten Gegentor ist das natürlich nicht gut von mir gemacht. Ich habe oben einen Kontakt gespürt, etwas das Gleichgewicht verloren und leider blieb der Pfiff aus.“ Für den Innenverteidiger sind es genau solche Momente und Erfahrungen, die elementar sind, um weiter an sich zu arbeiten. „Ich fühle mich gut. Ich spüre das Vertrauen von den Trainern. Ich kann jede Woche neu dazulernen, habe heute noch einmal Schritte mit und gegen den Ball gemacht. Es ist ärgerlich, dass das dritte Gegentor wieder auf meine Kappe geht, aber ich lerne dazu. Ich bin froh, hier zu sein und diese Chancen zu bekommen“, erklärt er ebenso reflektiert wie fokussiert. Zum dritten Mal in Folge stand Nandja nun in der HSV-Startelf und blickt mit voller Dankbarkeit auf die aktuellen Entwicklungschancen und -schritte: „Ich hätte mir doch nie etwas Besseres erträumen können. Für den HSV auf dem Platz zu stehen, war schon immer mein Traum. Ich liebe es. Ich wollte immer in großen Stadien spielen. Es ist jeden Tag ein Privileg, das überhaupt machen zu können.“
Und das nächste Spiel vor so einer großartigen Kulisse steht bereits unmittelbar bevor: Am Freitagabend um 20.30 Uhr empfängt der Hamburger SV Borussia Mönchengladbach im Volksparkstadion (ab 20.15 Uhr live im HSVnetradio). Eine Partie zweier Traditionsclubs, die für sich gesprochen die Herzen von Bundesliga-Fans höherschlagen lässt – und das am Flutlicht-Freitag vor 57.000 Zuschauern. Es sind Bühnen, die sich nicht nur Niko Iličević, sondern auch viele Jungspunde im HSV-Team immer gewünscht haben. Nun soll am Freitagabend mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und der Länderspielpause vor Augen selbstredend auch ein positiver Spielausgang hinzukommen.
Anzeige
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)
)