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09.10.2026
Mit Heimspielkulisse nach Hoffenheim
Der HSV ist nach der langen Länderspielpause zu Gast im Kraichgau und wird dabei wieder auf außergewöhnliche Unterstützung aus dem Gästeblock zählen können. Der Vorbericht zum 5. Bundesliga-Spieltag.
Der Bundesliga-Alltag kehrt nach der langen Länderspielpause zurück. Hinter den Rothosen liegen 16 Tage, in denen sie nicht nur das Freundschaftsspiel gegen den FC Kopenhagen erfolgreich mit 2:0 bestritten, sondern auch intensiv am Feinschliff gearbeitet haben. „Wir haben die Wochen gut genutzt, um uns variabler aufzustellen. Wir wollten die Abläufe miteinander intensivieren, um ein besseres Gefühl füreinander zu entwickeln. Dafür war die Zeit sehr wertvoll“, erklärte HSV-Cheftrainer Merlin Polzin in der Pressekonferenz vor dem Gastspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim am Sonnabend (10. Oktober, ab 15.15 Uhr live im HSVnetradio).
Dabei können die Rothosen wieder auf außergewöhnliche Unterstützung aus dem Gästeblock zählen. In der vergangenen Saison sorgten 15.000 HSV-Fans in Hoffenheim für eine Atmosphäre, die eher an ein Heimspiel im Volksparkstadion als an eine Auswärtspartie erinnerte. „Wenn der HSV nicht im Volkspark spielt, dann kommt der Volkspark eben nach Hoffenheim“, fasste der ZDF-Kommentator im vergangenen Dezember den Fan-Wahnsinn in der Spielzusammenfassung zusammen. Sportlich lief es damals allerdings weniger erfreulich: Der HSV musste sich mit 1:4 geschlagen geben. 301 Tage später wollen die Rothosen es am selben Ort besser machen und erneut auf die große Unterstützung ihrer Fans zählen. Wie sie die Hoffenheimer vor Probleme stellen wollen, welche Spieler zur Verfügung stehen und wie der schwache Saisonstart der Gastgeber einzuordnen ist, verrät der Vorbericht.
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Das Personal
Die guten Nachrichten zuerst: Terem Moffi und Yussuf Poulsen sind wieder Optionen für den Kader. Moffi hatte das Freundschaftsspiel gegen den FC Kopenhagen (2:0) aufgrund von Knieproblemen verpasst, Poulsen musste bereits nach 20 Minuten angeschlagen ausgewechselt werden. Darüber hinaus ist Innenverteidiger Sebastiaan Bornauw nach überstandenen muskulären Problemen zurück. Gegen Kopenhagen feierte der Belgier sein Comeback und stand 77 Minuten auf dem Platz. „Die Länderspielpause war nicht nur für mich wichtig, sondern auch für die gesamte Mannschaft, weil wir mehrere Trainingswochen hatten, um uns noch mehr einzuspielen“, erklärte der 27-Jährige unter der Woche im Interview mit der HSV.de-Redaktion.
Dagegen muss der HSV am Sonnabend auf Patson Daka und Albert Grönbaek verzichten. Beide kehrten angeschlagen von ihren Länderspielreisen zurück. Hinter dem erkälteten Zakaria El Ouahdi steht zudem noch ein Fragezeichen. „Bei ihm müssen wir hinsichtlich eines Einsatzes noch abwarten“, erklärte Polzin.
Für den HSV-Tross ging es am Freitag nach dem Abschlusstraining auf den Weg nach Sinsheim.
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Der Gegner
Die TSG Hoffenheim hat einen historisch schwachen Saisonstart hingelegt. Nach vier Spieltagen haben die Kraichgauer drei Punkte auf ihrem Konto. Zum selben Zeitpunkt waren es in ihrer Bundesliga-Geschichte nur einmal weniger: 2015/16 unter Markus Gisdol (ein Zähler). Das Team von Christian Ilzer gewann lediglich am vorletzten Spieltag mit 2:1 gegen den VfB Stuttgart. Die anderen Duelle mit dem 1. FC Köln (2:3), Borussia Dortmund (2:3) und zuletzt mit dem SC Paderborn (1:3) gingen allesamt verloren. Nimmt man noch die Europa-League-Partie bei OFI Kreta (0:2) hinzu, hat die TSG von den vergangenen fünf Pflichtspielen sogar vier verloren. HSV-Coach Polzin lässt sich davon allerdings nicht blenden. Schließlich gehörte Hoffenheim neben RB Leipzig in der vergangenen Saison zu den beiden Mannschaften, gegen die die Rothosen ohne Punkt blieben. Wie eingangs erwähnt verlor der HSV im Kraichgau mit 1:4, das Rückspiel im Volksparkstadion endete mit einer 1:2-Niederlage.
„Im Hinspiel wurden uns in allen Bereichen die Grenzen aufgezeigt, im Rückspiel war es vom Ergebnis her enger, aber von der Klarheit und Konsequenz des Auftretens war es dennoch ein Unterschied“, betonte Polzin. Entsprechend groß sei die Herausforderung am Sonnabend. „Unsere Aufgabe wird sein, in gewissen Momenten voll reinzugehen. Wenn das Spiel ganz normal läuft, wird es sehr schwierig für uns, wir müssen versuchen, ihren Rhythmus zu brechen und unangenehm zu sein. Hoffenheim tritt sehr variabel auf, hat sehr viel Offensivpower und ist stark im Überladen. Damit machen sie dem Gegner den Zugriff immer extrem schwer. Zugleich ist es eine Mannschaft, die unfassbar intensiv presst. Wir müssen sehr klar sein und ein Stück weit anders auftreten, als wir uns den HSV-Fußball idealerweise vorstellen“, erklärte der 35-Jährige, für den es in der vergangenen Saison die ersten Duelle mit Hoffenheim in seiner Trainerkarriere waren.
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Das Stadionerlebnis
Wie schon in der vergangenen Saison wird die SNP Arena auch am Sonnabend wieder fest in Hamburger Hand sein. Im vergangenen Dezember füllten 15.000 HSV-Fans rund die Hälfte des Stadions (Kapazität: 30.150 Plätze). Damit zählt die SNP Arena zu den kleineren Spielstätten der Liga. Weniger Zuschauer fasst nur das Stadion An der Alten Försterei des 1. FC Union Berlin (22.012), die Home Deluxe Arena des SC Paderborn (15.000) und die Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde des SV Elversberg (9.307). Derweil lag Hoffenheims Stadionauslastung in der vergangenen Saison bei durchschnittlich 84 Prozent (Platz 17 im Ligavergleich).
Die Bilder aus dem vergangenen Dezember trugen dazu bei, Neuzugang Bornauw in der Sommertransferperiode von einem Wechsel zum HSV zu überzeugen. „Das ist einer der Gründe, warum ich zum HSV gewechselt bin. Dieser Support zeichnet einen Traditionsverein aus. Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn du bei einem Auswärtsspiel denkst, dass du zu Hause spielst. Als Spieler gibt dir das ganz viel Energie und Motivation“, betont er. Entsprechend groß ist die Vorfreude des wiedergenesenen Verteidigers auf die heimspielähnliche Atmosphäre im Gästeblock. Mehr als 10.000 HSV-Fans werden erwartet. Alle wichtigen Informationen für Auswärtsfahrer gibt es hier.
Die Bundesliga ist zurück aus der Länderspielpause.
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