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27.10.2026
„Trotzdem stolz auf die Leistung unserer Mannschaft“
Die Rothosen haben nach dem Pokalaus gegen Eintracht Frankfurt am Dienstagabend gemischte Gefühle. Die Stimmen zum Spiel.
Albert Grönbaek: Wir hatten heute eine Chance, weiterzukommen. Die Möglichkeiten waren da, auch durch meinen verpassten Abschluss, um mit 1:0 in Führung zu gehen. Dann hätte das Spiel in eine ganz andere Richtung gehen können. Wir haben die Schärfe im Strafraum etwas vermissen lassen. Anders Frankfurt, das hier sehr kaltschnäuzig war und deshalb auch gewonnen hat. Ich bin trotzdem stolz auf die Leistung unserer Mannschaft: Jeder hat 100 Prozent gegeben. Wir haben furchtlos gespielt, jeder wollte den Ball haben und etwas bewegen. Zugleich sind wir natürlich enttäuscht, weil wir eine Runde weiterkommen wollten und unser Ziel verfehlt haben. Es ist immer ein Traum von allen, so weit wie möglich zu kommen und den Fans eine unvergessliche Pokalreise zu schenken. Das ist dieses Mal nicht gelungen.
Miro Muheim: Es ist bitter, weil die Leistung heute gestimmt hat. Wir hatten genug Chancen, müssen fast mit der Führung in die Halbzeit gehen. Das haben wir nicht geschafft. Danach war das Spiel dann offener und Eintracht macht die Tore. Nach dem 0:1 wird es ein sehr offenes Spiel, dann kriegen wir das zweite Gegentor, und das dritte Gegentor spiegelt den Spielverlauf nicht ganz wider. Trotzdem haben wir eine sehr gute Leistung gezeigt, auf der wir aufbauen können. Gerade wenn man sieht, dass am Ende viele sehr junge Spieler auf dem Platz gestanden haben, die das wirklich super gemacht haben. Es ist bitter, dass wir nicht weitergekommen sind. Dennoch können wir viel mitnehmen. Alles, was gefehlt hat, waren die Tore.
Zakaria El Ouahdi: Wir haben ein gutes Spiel gezeigt und hätten es aus meiner Sicht verdient gehabt, eine Runde weiterzukommen. Aber das ist der Fußball. Wir müssen es akzeptieren. Am Sonntag haben wir ein neues Spiel, wieder gegen diesen Gegner. Auf dieses zweite Spiel müssen wir uns nun fokussieren. Wir wissen, was der Gegner tut, brauchen jetzt eine gründliche Analyse, um es noch besser zu machen. Natürlich ist es schwer, wenn du viele verletzte Spieler hast, weil du immer etwas adaptieren musst. Zugleich war jeder Spieler heute zu 100 Prozent bereit, das Spiel zu spielen, und hat seine Sache gut gemacht. Meine Situation im ersten Durchgang gegen Koch ist in meinen Augen ein Elfmeter. Die Partie kann dann in eine andere Richtung kippen, wenn wir treffen. Aber so eine Entscheidung musst du wegstecken und danach weitermachen.
“Nichtsdestotrotz nehmen wir sehr viel Positives mit”
Claus Costa: Die vielen Verletzungen treffen uns gerade etwas heftiger. Aber wer die Leistung der Mannschaft heute gesehen hat, der kann den Worten des Trainers folgen, der immer wieder betont, dass wir uns nicht daran abarbeiten, wer fehlt, sondern uns darauf konzentrieren, wer da ist. Die Mannschaft hat heute eine sehr gute und energische Leistung gezeigt. Die Verletzungen stehen deshalb heute nicht in unserem Fokus. Es nervt selbstredend, aber es kommen auch Spieler wieder und wir können es jetzt ohnehin nicht ändern. Wir haben genügend gute Spieler. Wir sind zuversichtlich, dass wir in den verbleibenden Spielen bis Weihnachten eine schlagkräftige Truppe haben und immer elf gesunde und motivierte Spieler auf dem Platz stehen werden. Die Elfmetersituation ist schwer zu bewerten. Aber auch hier haben wir uns fest vorgenommen, uns nur mit den Dingen zu beschäftigen, die in unserer Hand liegen. Schiedsrichterentscheidungen gehören nicht dazu. Ehrlicherweise ist es für mich ein klarer Elfmeter. Trotzdem hatten wir über diese Szene hinaus genügend Chancen und haben auch klare Torchancen kreiert. Wir haben auf der Gegenseite gesehen, wie man effizient mit Großchancen umgeht. Wir werden den Schwarzen Peter also nicht in die Schiedsrichterkabine schieben, sondern bei uns bleiben. Ich sehe die positiven Dingen: Ein Spieler wie Jason Bissi Mouelle hat heute eine Minute vor Wiederanpfiff erfahren, dass er spielen muss.
Merlin Polzin: Glückwunsch an die Eintracht zum Weiterkommen. Für uns war wichtig, dass wir nach der Leistung in Paderborn wieder das Gesicht zeigen, das uns in den Wochen davor ausgemacht hat, gerade mit Blick auf den Fußball, für den wir stehen wollen: mit viel Mut, Energie und Zug nach vorn zu spielen. Das hat man insbesondere in der ersten Hälfte gesehen, in der wir uns relativ klare Torchancen herausgespielt haben. Das waren Momente, in denen man gespürt hat, dass heute gegen eine Mannschaft, die einen spannenden und herausfordernden Fußball spielt, etwas möglich ist. Die Schlüsselszene war aus unserer Sicht der nicht gegebene Elfmeter. Das schmerzt uns sehr, ohne die Garantie zu haben, dass der Ball reingeht. Es wäre eine Möglichkeit gewesen, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Ebenso das Foul nach Wiederanpfiff. So hat die Eintracht eiskalt zugeschlagen. Das spricht für ihre Qualität. Wir haben bis zum Ende alles reingeschmissen, alles gegeben und das Stadion war voll da. Nichtsdestotrotz nehmen wir sehr viel Positives mit. Zugleich zählt im Pokal nur das Motto: Gewinner bleibt. Das sind wir nicht, weshalb wir heute auch enttäuscht sind.
Sebastiaan Bornauw hat einen Schlag in den Kieferbereich bekommen und im Bereich der Nase geblutet, sodass es ihm nicht möglich war, weiterzuspielen. Es hilft nicht, wenn der zentrale Spieler der Dreierkette auch noch raus muss und fehlt. Aber es liegt nicht an einzelnen Spielern. Alle Spieler, die auf dem Platz stehen, haben untereinander sowie von mir und vom Verein das volle Vertrauen. Auch in dieser Konstellation hätten wir das Spiel auf unsere Seite ziehen können. Seb ist stabil in allem, was er darstellt. Er wird am Sonntag nach aktuellem Stand auf jeden Fall dabei sein.
Adi Hütter: Ich bin sehr happy, dass wir ins Achtelfinale eingezogen sind. Wir haben von Beginn an einen Cup-Fight gesehen, auch wenn ich die Vorteile beim HSV gesehen habe. Wir hatten in den Schlüsselszenen das Spielglück auf unserer Seite, hatten etwa Glück, keinen Penalty gegen uns bekommen zu haben. Wenn man die zweite Hälfte sieht, dann war der Sieg nicht unverdient, auch wenn der HSV bis zum Schluss alles gegeben hat.
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